Das Stahlwerk von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt an der Grenze zu Polen legte einen einwöchigen Stillstand ein, um die zahlreichen Instandhaltungsarbeiten durchzuführen. Dazu war die vor Ort ansässige Kranlogistik Lausitz GmbH beauftragt worden. Extremer Platzmangel und Zeitdruck waren die Begleitumstände, die Gerd Wieder, Leiter der Kranlogistik Lausitz-Niederlassung Eisenhüttenstadt und die im Schichtbetrieb arbeitenden Kranfahrer zu bewältigen hatten.

Synchrontanz mit 80 Tonnen

Für den komplexen und professionell geplanten Tandem-Hub zum Austausch des Stahlträgers hatte Gerd Wieder zwei Großkrane angeheuert. Ein LTM 1400-7.1 kam von den Dresdner Kollegen der Firmengruppe, der Kranlogistik Sachsen. Den noch größeren LTM 1750-9.1 schickte der Krandienstleister H.N. Krane aus Rostock nach Eisenhüttenstadt. Nach dem Anschlagen an den gigantischen Stahlträger und der Lastaufnahme durch die Hebezeuge wurden in 30 Meter Höhe dann die Schneidbrenner gezündet. Nahezu sieben Stunden nahm es in Anspruch, um das Teilstück der Kranbahn frei zu brennen und auszubauen. Dann hingen die 80 Tonnen Metall endlich an den beiden Liebherr- Kranen und konnten ausgehoben werden. Mit rund 44 Tonnen am Haken hatte der LTM 1750-9.1 dabei die etwas schwerere Last zu stemmen. Um den vier Meter hohen Träger im Raum des Stahlwerks absenken zu können, war aufgrund der geringen Distanz zur Dachkonstruktion ein synchrones Verkürzen der Teleskopmaste unter Last erforderlich. Da die Kranausleger in unterschiedlichem Winkel zur Last zupacken mussten, war zudem ein zeitgleicher Schwenkvorgang notwendig.

Das komplexe Manöver der beiden perfekt kooperierenden Krane verlangte beiden Fahrern höchste Konzentration ab. Peter Böhm im LTM 1750-9.1 und Klaus-Peter Franz, der im silbernen 400-Tonnen-Kran die Joysticks bediente, meisterten den Job mit Bravour. Nach einer halben Stunde war es schließlich geschafft und der ausgebaute Träger neben dem neuen Bauteil am Boden abgestellt. Die Vorbereitungen für den Einbau des neuen Elements in die Kranbahn konnten beginnen. Aufgrund des hohen Zeitdrucks gingen die Arbeiten nahtlos weiter. Sowohl Kranfahrer als auch Monteure waren rund um die Uhr im Schichtbetrieb vor Ort.

Insgesamt 14 Liebherr-Krane hatte Kranlogistik Lausitz für die Wartungsarbeiten in dem brandenburgischen Stahlwerk mobilisiert. Ein weiterer Tausch eines Trägers sowie Arbeiten am Hochofen wurden absolviert.

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