11.01.2021 Auftrag über 33 geschützte Berge- und Kranfahrzeuge G-BKF an die Bundeswehr abgeschlossen

  • 33 Bergekrane G-BKF fristgerecht ausgeliefert
  • Dem Auftrag gingen umfassende Erprobungen durch Liebherr und die Bundeswehr voraus
  • Die Zusammenarbeit wird von beiden Seiten als vorbildlich bewertet

Im Juni 2017 hat Liebherr vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) einen Auftrag über die Lieferung von insgesamt 71 geschützten Mobil- und Bergekranen im Wert von etwa 150 Millionen Euro erhalten. Die letzten beiden von insgesamt 33 geschützten Bergekranen des Typs G-BKF haben am 10. Dezember das Liebherr-Werk in Ehingen verlassen. Auch ein Großteil der insgesamt 38 geschützten Mobilkrane G-LTM sind bereits ausgeliefert. Die letzten sechs Geräte sind für 2021 geplant.

Die letzte Bergekran G-BKF verlässt das Liebherr-Werk in Ehingen.

Die letzte Bergekran G-BKF verlässt das Liebherr-Werk in Ehingen.

Die letzte Bergekran G-BKF verlässt das Liebherr-Werk in Ehingen.

Laut Vertrag hätte die Lieferung aller 33 G-BKF am 15. November abgeschlossen sein sollen. Bei der ursprünglichen Planung war allerdings der Begriff Covid-19 noch völlig unbekannt. Aufgrund „höherer Gewalt“ durch diese Pandemie und daraus folgender Schwierigkeiten in der Produktion hat Liebherr beim BAAINBw eine Verlängerung der Lieferfrist um vier Wochen beantragt. Diese wurde genehmigt und so konnten die letzten Bergekrane am 10. Dezember fristgerecht an das Materialdepot der Bundeswehr in Karlsruhe geliefert werden.

Bergekranfahrzeug G-BKF

Das G-BKF von Liebherr ist ein geschütztes Bergekranfahrzeug auf einem seriennahen vierachsigen Mobilkranfahrgestell. Es ist höchst geländegängig und wendig. Mit zwei Bergewinden und einer Abschleppbrille am Fahrzeugheck eignet es sich zum Bergen und Abschleppen einer Vielzahl von unterschiedlichen Fahrzeugen, wie zum Beispiel der neuen Generation geschützter Führungs- und Funktionsfahrzeuge (GFF), geschützter Transportfahrzeuge (GTF), MULTI FSA (Wechselladerfahrzeuge) sowie bereits in Nutzung befindlicher Radfahrzeuge unter Schutz des Bedienpersonals. Das G-BKF lässt sich flexibel und wirtschaftlich einsetzen, da es sowohl zum Bergen von Fahrzeugen als auch zum Heben von Lasten ausgerüstet ist. Mit einem 20,9 Meter langen Teleskopausleger setzt das G-BKF Lasten mit bis zu 20 Tonnen Gewicht schnell und präzise um.

Das Liebherr Bergekranfahrzeug G-BKF eignet sich zum Bergen und Abschleppen einer Vielzahl von unterschiedlichen Fahrzeugen.

Das Liebherr Bergekranfahrzeug G-BKF eignet sich zum Bergen und Abschleppen einer Vielzahl von unterschiedlichen Fahrzeugen.

Das Liebherr Bergekranfahrzeug G-BKF eignet sich zum Bergen und Abschleppen einer Vielzahl von unterschiedlichen Fahrzeugen.

Vorbildliche Zusammenarbeit

Liebherr entwickelte den geschützten Bergekran G-BKF nach Vorgaben der Bundeswehr und testete den ersten Prototyp über Monate intensiv. Dann folgten weitere umfangreiche Erprobungen durch die Bundeswehr, bevor der Großauftrag erteilt wurde. Auch nach Lieferung der ersten Seriengeräte gingen die Tests unter harten Einsatzbedingungen weiter. Die Zusammenarbeit zwischen Liebherr und dem Auftraggeber war über die ganze Zeit hinweg sehr eng und wurde von beiden Seiten als vorbildlich bewertet.

Brigadegeneral André Denk, Kommandeur Logistikschule der Bundeswehr, fand in einem Gespräch mit Dr. Peter Tauber, parlamentarischer Staatssekretär der Bundesministerin für Verteidigung, lobende Worte für das Projekt: „Dieses Fahrzeug ist ein Musterbeispiel für die Zusammenarbeit Truppe, BAAIN und Industrie“. Auf der Internetseite der Bundeswehr ist zu lesen: „Mit dem Geschützten Berge-/Kranfahrzeug (GeschBKF) wird dem stetig schwerer gewordenen Fuhrpark der Bundeswehr Rechnung getragen und die Fähigkeit zum Bergen und Abschleppen in die Zukunft geführt“.

Teil des Auftrags und entsprechend wichtig für die Bundeswehr war eine interaktive elektronische Dokumentation (IETD) via Tablet. Die IETD enthält alle für die Bundeswehr relevanten Informationen, um die Fahrzeuge sicher und nach Herstellervorgabe zu bedienen, zu warten und bis zu einer bestimmten Tiefe instand zu setzen. Die Vorgaben für die Erstellung der IETD (nach den Richtlinien S1000D™ und S2000M), welche ursprünglich aus der Luftfahrt stammen, stellten für Liebherr in Ehingen zwar komplettes Neuland dar, wurden aber zur vollsten Zufriedenheit umgesetzt. Die Qualitätsansprüche der Bundeswehr an die Fahrzeuge und die zugehörige Dokumentation wurden regelmäßig von einem Güteprüfer der Bundeswehr und in praktischen Einsätzen durch die Bundeswehr überprüft.