Liebe Leserinnen und Leser,

2020 war ein Jahr, wie keines zuvor. Die Corona-Pandemie hat uns alle unerwartet getroffen und vor bisher unbekannte Herausforderungen gestellt. Wie bewertet man nun ein solches Jahr aus Unternehmerperspektive und woran misst man Erfolg in solchen Zeiten?

Zunächst einmal sicherlich an den üblichen Kennzahlen, die man der Bilanz oder der Gewinn-und-Verlustrechnung entnehmen kann. Doch in einer Zeit, in der es um das Wohlergehen von Menschen geht, tritt der wirtschaftliche Erfolg etwas in den Hintergrund. Die Gesundheit ist und bleibt das höchste Gut. Unsere oberste Priorität im letzten Jahr war es daher, Infektionsrisiken für all unsere Mitarbeitenden und deren Angehörige sowie für unsere Geschäftspartner zu minimieren und gleichzeitig die Geschäftsprozesse aufrechtzuerhalten. Hierzu waren enorme Anstrengungen nötig und es wurde unseren Mitarbeitenden viel abverlangt.

Deshalb möchten wir uns an dieser Stelle ganz besonders bei unseren Mitarbeitenden bedanken. Ohne die fast 48.000 Menschen, die sich im letzten Jahr mehr denn je für unser Unternehmen eingesetzt haben und uns auch unter schwierigsten Rahmenbedingungen mit Engagement, Ideenreichtum und Loyalität zur Seite standen, hätten wir diese Herausforderungen nicht gemeistert. Deshalb danken wir allen Menschen bei Liebherr für ihren außergewöhnlichen Einsatz in dieser auch für sie persönlich herausfordernden Zeit. Vor diesem Hintergrund erfüllt es uns mit Stolz, dass unsere Firmengruppe wiederum einen Gesamtumsatz von deutlich mehr als 10 Milliarden Euro erzielt hat.

Wie lässt sich dieses Jahr also einordnen? Ja, wir mussten nach drei wachstumsstarken Jahren einen Umsatzrückgang hinnehmen. Manche unserer Produktsegmente waren stärker betroffen als andere und wir waren sogar gezwungen, in einem Bereich personalpolitische Maßnahmen zu ergreifen. Dennoch war das Ausmaß über die gesamte Firmengruppe hinweg gesehen deutlich geringer, als wir zu Beginn der Pandemie noch annehmen mussten. Wir konnten das Jahr sogar mit einem positiven operativen Ergebnis abschließen. Unsere Firmengruppe hat also Stärke bewiesen. Und wir haben es geschafft, in einer Zeit, die geprägt ist vom räumlichen Abstand, im übertragenen Sinne ganz nah bei unseren Kunden zu sein. Mit ihnen verbinden uns oftmals langjährige Partnerschaften. Wir wissen, dass wir dieses ungewöhnliche Jahr nur so positiv abschliessen konnten, weil Menschen uns ihr Vertrauen entgegengebracht haben und uns treu geblieben sind. Deshalb gilt unseren Kunden ein besonderer Dank. Wir werden sicherstellen, dass sie sich auch weiterhin auf unsere Qualitätsprodukte und Services verlassen können.

Um auch weiterhin Maßstäbe für unsere Kunden setzen zu können, haben wir auch 2020 wieder an zahlreichen Lösungen für die Zukunft gearbeitet. Wir haben beispielsweise mit neuen Geräten, Komponenten und Technologien die energieeffiziente Zukunft des Bauens, Reisens, Fliegens und Kühlens vorangetrieben. Zudem arbeiten wir in Entwicklungsprojekten an neuen Brennstoffzellensystemen und automatisierten Konzepten für die Montage von Batteriepacks. Mit unseren digitalen Tools wie dem Crane Planner, MyJobsite oder der Remote-Service-App haben wir zudem neue und nachhaltigere Wege des Arbeitens, Vertriebs und Kundenservice erschlossen.

Heute können wir also aus dem Jahr 2020 insgesamt ein positives Fazit ziehen. Es hat uns gezeigt, dass wir diese Pandemie gemeinsam meistern werden und mit Zuversicht in das Geschäftsjahr 2021 blicken können.

Dr. h.c. Dipl.-Kfm. Isolde Liebherr, Dr. h.c. Dipl.-Ing. (ETH) Willi Liebherr

Präsidium des Verwaltungsrates der Liebherr-International AG

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