Geschäftsentwicklung

Die Firmengruppe im Jahr 2021

Die Firmengruppe Liebherr erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von 11.639 Mio. €. Damit wurde insgesamt eine Steigerung um 1.298 Mio. € bzw. 12,6 % im Vergleich zum Vorjahr erreicht.

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Umsatz weltweit Mio. €

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Laut dem Internationalen Währungsfonds wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2021 um 5,9 %. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie blieben jedoch auch weiterhin spürbar, etwa durch Mobilitätsbeschränkungen, Unterbrechungen in den globalen Versorgungs- und Lieferketten sowie weltweite Beeinträchtigungen der Produktionsaktivitäten. Zu den weiteren Folgen zählten Preiserhöhungen in vielen Bereichen sowie rasch steigende Inflationsraten in einigen Ländern. Dennoch war ein genereller Aufwärtstrend ersichtlich, der sich sowohl in den Industriestaaten mit einem Wachstum von 5,0 % als auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern mit einem Plus von 6,5 % zeigte. Die US-amerikanische Wirtschaft legte um 5,6 % zu; in der Euro-Zone konnte ein Wachstum von 5,2 % erreicht werden. Die Welthandelsorganisation verzeichnete einen Anstieg des internationalen Handelsvolumens um 10,8 %. Dieses starke Wachstum geht allerdings mit erheblichen Divergenzen einher, wobei einige Entwicklungsländer deutlich hinter dem weltweiten Durchschnitt zurückgeblieben sind.

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Umsatzentwicklung nach Produktsegmenten

Die Firmengruppe Liebherr hat im Geschäftsjahr 2021 mit Ausnahme der Verzahntechnik und Automationssysteme sowie der Maritimen Krane in allen Produktsegmenten bemerkenswerte Umsatzsteigerungen erzielt und konnte beinahe wieder an das Rekordjahr 2019 anknüpfen. Mit der Belebung der Weltmärkte ab dem zweiten Quartal stellte sich für produzierende Unternehmen jedoch die Beschaffung von verschiedensten Rohmaterialien, Komponenten und Elektronik-Bauteilen als Erschwernis heraus. Die mangelnde Verfügbarkeit ging mit Preissteigerungen sowie Engpässen in den globalen Lieferketten und der Logistik einher und wirkte sich, in unterschiedlichem Ausmaß, auch auf das Produktionsgeschehen bei Liebherr aus. Weitere Herausforderungen stellten regionale Lockdowns und pandemiebedingte Einschränkungen, wie etwa im Reiseverkehr, dar.

Trotz global schwieriger Rahmenbedingungen konnte die Firmengruppe ein äußerst erfreuliches Wachstum erreichen. Mit Baumaschinen und Mining-Geräten verzeichnete Liebherr einen Umsatz von 8.009 Mio. € und damit eine deutliche Steigerung von 17,0 % gegenüber dem Vorjahr. Dies umfasst die Produktsegmente Erdbewegungsmaschinen, Materialumschlagmaschinen, Spezialtiefbaumaschinen, Mining, Mobil- und Raupenkrane, Turmdrehkrane sowie Betontechnik. Die Produktsegmente Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme, Kühl- und Gefriergeräte, Komponenten sowie Hotels erzielten einen Gesamtumsatz von 3.630 Mio. €, was einem Zuwachs von 3,9 % gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.

Umsatzentwicklung nach Regionen

Das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2021 basiert auf einer positiven Entwicklung in nahezu allen Absatzregionen der Firmengruppe. In der Europäischen Union, die für Liebherr den traditionell stärksten Markt darstellt, konnte der Umsatz gesteigert werden. In fast allen EU-Märkten waren hohe Wachstumsraten zu verzeichnen, wobei sich insbesondere Frankreich überdurchschnittlich entwickelt hat. Maßgebliche Treiber für die deutliche Steigerung in den Nicht-EU-Ländern stellten Russland und das Vereinigte Königreich dar. Eine positive Entwicklung ließ sich auch in Nordamerika verzeichnen. Besonders erfreulich war die Steigerung in Mittel- und Südamerika – hier kam vor allem aus Brasilien ein starker Wachstumsimpuls. Lediglich in Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten musste die Firmengruppe Rückgänge hinnehmen, während die Absatzregion Asien und Ozeanien mit einem moderaten Plus abschnitt.

Jahresergebnis

Die Firmengruppe Liebherr erzielte 2021 ein Jahresergebnis von 545 Mio. € und liegt damit über dem Vor-Pandemie-Niveau. Das Betriebsergebnis hat im Vergleich zum Jahr 2020 stark zugenommen und auch das Finanzergebnis stieg deutlich.

Beschäftigte

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein Schlüssel zum Erfolg der Firmengruppe: Mit ihrer Qualifikation, ihrem Engagement sowie ihrer Leidenschaft für Technik und faszinierende Produkte sind sie es, die für die Kunden der Firmengruppe Herausragendes leisten und das Unternehmen entscheidend gestalten. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, die auf Beständigkeit, Fairness, persönlicher Wertschätzung und Handlungsfreiraum beruht, entspricht der Tradition von Liebherr als Familienunternehmen und als Arbeitgeber.

Die Beschäftigtenzahl der Firmengruppe hat im abgelaufenen Geschäftsjahr zugenommen. Ende 2021 beschäftigte Liebherr weltweit 49.611 Mitarbeitende, was einer Steigerung um 1.686 oder 3,5 % entspricht. Die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich besonders deutlich in Europa, gefolgt von Asien und Ozeanien. Einen Anstieg der Beschäftigtenzahl verzeichnete die Firmengruppe aber auch in Mittel,- Süd- und Nordamerika sowie in Afrika und im Nahen und Mittleren Osten.

Die Firmengruppe wurde weiterhin ihrem Ruf als attraktiver und verlässlicher Arbeitgeber gerecht. Eine Vielzahl an Expertinnen und Experten, die Liebherr auf dem Weg der Digitalisierung begleiten und zum technologischen Fortschritt beitragen, wurden dieses Jahr in den Reihen der Firmengruppe begrüßt. Somit ist Liebherr bestens gerüstet für eine Vielzahl von innovativen Projekten, um in den nächsten Jahren unter anderem die digitalen Themen der Zukunft voranzutreiben.

Nachhaltigkeit

Die Firmengruppe hat den Anspruch, für Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten und die Gesellschaft einen nachhaltigen Wert zu generieren. Als unabhängiges und langfristig orientiertes Familienunternehmen ist sich Liebherr seiner Verantwortung bewusst und setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung ein. Die Produkte, Prozesse und die Infrastruktur sind auf einen möglichst geringen Ressourcenverbrauch ausgerichtet. In allen Bereichen stehen Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit im Fokus. Im vergangenen Jahr arbeiteten zahlreiche Gesellschaften an Projekten mit Blick auf Nachhaltigkeit in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht. Die Vielzahl an Aktivitäten auf diesen Gebieten sollen perspektivisch in ein Gesamtkonzept für Corporate Responsibility einfließen, das derzeit auf Firmengruppenebene erarbeitet wird.

Forschung und Entwicklung

Als Hochtechnologieunternehmen verfolgt Liebherr das Ziel, den technologischen Fortschritt maßgeblich mitzugestalten. Im vergangenen Jahr investierte die Firmengruppe deshalb 559 Mio. € in ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Ein Großteil davon floss in die Entwicklung neuer Produkte und zahlreiche Forschungsprojekte mit Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten wurden initiiert oder fortgesetzt. Schwerpunkte im Bereich der Forschung und Entwicklung blieben die Themen alternative Antriebe und Digitalisierung. Gleichzeitig hat die Firmengruppe bestehende Technologien weiterentwickelt und das Produktportfolio um zahlreiche Maschinen, Komponenten und Systeme ergänzt.

Im Jahr 2021 wurde die Arbeit an alternativen Antriebskonzepten fortgesetzt, um den ökologischen Fußabdruck der Produkte weiter zu reduzieren. Aufgrund der Produktvielfalt und unterschiedlichster Einsatzszenarien verfolgt Liebherr auch hier einen technologieoffenen Ansatz.

So arbeitete Liebherr im Berichtsjahr beispielsweise an Lösungen für wasserstoffgetriebene Verbrennungsmotoren und deren Einspritztechnologien und hat verschiedene Produktlinien auf den Einsatz von Hydrierten Pflanzenölen (HVO) als Treibstoff vorbereitet. Seit September 2021 liefert Liebherr am Standort Ehingen (Deutschland) als erster Kranhersteller alle Mobil- und Raupenkrane mit HVO anstelle von fossilem Diesel aus. Auch in Kirchdorf an der Iller (Deutschland) werden die Erdbewegungs- und Materialumschlagmaschinen seit Januar 2022 standardmäßig ab Werk mit diesem klimaneutralen Kraftstoff betankt.

Im Bereich der elektrischen Antriebe wurden ebenfalls zahlreiche Fortschritte gemacht. Mit den zwei ersten vollelektrischen Fahrmischern auf 5-Achs-Fahrgestellen erweiterte Liebherr seine ETM-Baureihe und die Palette der Elektro-Raupenbagger wurde mit den Modellen R 976-E und R 980 SME-E verstärkt. Zuwachs bekam auch die Serie der batteriebetriebenen, lokal emissionsfreien Raupenkrane durch die Modelle LR 1160.1 unplugged und LR 1130.1 unplugged. Darüber hinaus startete Liebherr die Entwicklungsphase des ersten vollelektrischen Offshore-Krans und leitete damit die Elektrifizierung des Produktportfolios in diesem Bereich ein.

Neue Chancen ergeben sich hierbei auch für die Verzahntechnik: Im Hinblick auf den zunehmenden Einsatz innenverzahnter Räder bei Antrieben für Elektrofahrzeuge arbeitete Liebherr an der Technologie des Trockenwälzschälens. Bei den Automationssystemen lag der Entwicklungsfokus auf der Automatisierung von Prozessen zur Herstellung von Batteriesystemen für elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Des Weiteren trafen Liebherr und Airbus eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung der Technologien für das zu 100 % wasserstoffbetriebene Flugzeug ZeroE von Airbus.

Ebenfalls im Fokus der Aktivitäten stand das Thema Digitalisierung. Dazu zählte der Launch einer neuen Einbaugerätereihe von Kühl- und Gefriergeräten mit ressourcenschonenden Frischetechnologien und digitaler Vernetzung. Zudem wurden in mehrere Produktsegmenten die bestehenden Technologien zur Fernsteuerung, Automatisierung und Vernetzung optimiert. Darüber hinaus erweiterte Liebherr seine Remote-Service-App: Der Dienst „XpertAssist“ kombiniert mehrere Service-Tools für zusätzliche Vorteile und ist für Raupenkrane, Spezialtiefbaumaschinen sowie maritime Krane verfügbar. Im Bereich der Mining-Trucks entwickelte Liebherr zwei neue Assistenzsysteme, die unter anderem eine automatische Lenkunterstützung bieten und die Belastung des Fahrers sowie den Kraftstoffverbrauch reduzieren.

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Investitionen Mio. €
** davon Mietpark

Investitionen

Für die Firmengruppe sind regelmäßige Investitionen in die Produktionsstätten und das weltweite Vertriebs- und Servicenetz traditionell von großer Bedeutung. Im vergangenen Jahr investierte Liebherr 742 Mio. €. Die Investitionen erhöhten sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 137 Mio. € oder 22,6 %. Dem stehen Abschreibungen in Höhe von 507 Mio. € gegenüber.

Einen Investitionsschwerpunkt stellten der Ausbau und die Modernisierung von Standorten der Firmengruppe sowie die Intensivierung der globalen Marktpräsenz dar.

Im Segment Betontechnik nahm eine neue Produktionsstätte ihren Betrieb auf: Die Liebherr-Concrete Technology Marica EOOD im bulgarischen Plovdiv versorgt die Liebherr-Mischtechnik GmbH in Bad Schussenried (Deutschland) mit Vormontagen für Fahrmischer und fertigt den Stahlbau dafür. Um die Präsenz auf dem asiatischen Markt weiter auszubauen und der hohen Nachfrage der Wind- und Baubranche Rechnung zu tragen, wurde mit der Errichtung eines neuen Werks für Komponenten in China begonnen: Die Liebherr Components (Dalian) Co., Ltd. soll ab Ende des Jahres 2022 Großwälzlager, Getriebe und Hydraulikzylinder am Standort Dalian produzieren. Eine neue Montagelinie für Getriebe entstand zudem in Indien. Darüber hinaus wurde für den Standort Ehingen (Deutschland) eine großflächige Werkserweiterung beschlossen. Bis 2030 wird dort schrittweise in den Ausbau investiert, um die Produktionskapazität deutlich zu erhöhen und die weiterhin steigende Nachfrage nach Mobil- und Raupenkranen zu bedienen.

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Abschreibungen Mio. €
** davon Mietpark

Parallel dazu baute die Firmengruppe ihre Vertriebs- und Serviceinfrastruktur weiter aus. In Österreich sind neue Logistikzentren in Telfs und Bischofshofen entstanden und in Puch / Urstein begann die Errichtung einer neuen Vertriebszentrale für Baumaschinen. In Dettingen (Deutschland) erweiterte Liebherr die Vertriebs- und Serviceinfrastruktur für Baumaschinen durch ein neues Verwaltungs- und Reparaturgebäude. Darüber hinaus ist eine neue Hauptniederlassung für die Liebherr (China) Co., Ltd. in Shanghai (China) entstanden und auch der Hauptsitz von Liebherr in Panama erfuhr eine signifikante Vergrößerung

Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem

Um einen nachhaltigen Erfolg der Firmengruppe sicherzustellen, werden Chancen und Risiken frühzeitig identifiziert und bewertet sowie kontrolliert. Mit Hilfe eines in der Firmengruppe verankerten Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems, das kontinuierlich optimiert wird, begegnet die Firmengruppe betrieblichen, marktbezogenen sowie gesetzlichen Anforderungen.

Zur ganzheitlichen Erfassung, Analyse und Bewertung von Risiken sind sämtliche Verantwortungsträger über die bei den einzelnen Gesellschaften der Firmengruppe eingesetzten Risikomanagement- und Internen Kontrollsysteme eingebunden. Risiken werden in den einzelnen Gesellschaften dezentral identifiziert und beurteilt, Gegenmaßnahmen zur Begrenzung der Risiken eingeleitet und Auswirkungen bewertet.

Dieser dezentrale Ansatz erlaubt es auch, Chancenfelder effizient zu identifizieren und zu beurteilen. Gewonnene Informationen über marktbezogene und technologische Entwicklungen finden im Rahmen des Chancenmanagements Eingang in die Entscheidungsfindung über zukünftige Geschäftsfelder und Produktionsverfahren.

Auf Konzernebene erfolgt eine regelmäßige Abfrage zur aktuellen Risikosituation und eine Beurteilung der Wirksamkeit der eingesetzten Systeme und Prozesse. Die interne Revision kontrolliert die Einhaltung der Konzernrichtlinien sowie die Umsetzung der Risikomanagement- und Internen Kontrollsysteme.

Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, und ihre erwarteten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind darzustellen. Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2021 gab es innerhalb der Firmengruppe Liebherr keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.

Ausblick: das Jahr 2022

Vor Beginn des Krieges in der Ukraine prognostizierte der Internationale Währungsfonds ein Weltwirtschaftswachstum von 4,4 % sowie eine allmählich nachlassende Inflation, sollten diverse Faktoren wie die Pandemie selbst, die Unterbrechungen der Lieferketten, das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sowie der Preis- und Lohndruck zurückgehen.

Auch wenn die Auswirkungen des Krieges derzeit noch nicht konkret abschätzbar sind, zeichnen sich laut Internationalem Währungsfonds bereits ernste wirtschaftliche Folgen ab. Die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise treiben die Inflation weiter in die Höhe und auch die gegen Russland verhängten Sanktionen werden einen signifikanten Einfluss auf die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte haben.

Die Weltbank rechnet ebenfalls mit erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges und der Sanktionen auch auf andere Länder.

Laut dem Forschungsnetzwerk Euroconstruct hat die europäische Baubranche 2021 einen deutlichen Aufschwung von 5,6 % erlebt. Für das Jahr 2022 wurde eine Zunahme um 3,6 % angenommen – allerdings bevor der Krieg in der Ukraine begonnen hatte. Negativ beeinflusst werden könnte die Prognose aber auch von weiteren Faktoren wie den Rohstoffpreisen oder dem Fachkräftemangel.

Die Internationale Flug-Transport-Vereinigung IATA rechnet mit einer weiteren Erholung des Luftverkehrs. So wird für 2022 von einer Gesamtzahl der Flugreisenden ausgegangen, die bei rund 80 % des Niveaus von 2019 liegt. Auch für die nächsten Jahre wird ein Wachstum prognostiziert. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts sind jedoch in dieser Prognose nicht berücksichtigt. Insbesondere auf Märkten, die direkt betroffen sind, werden Abwärtstrends erwartet.

Die aktuelle Situation in der Ukraine wie auch in Russland wird durch Liebherr täglich verfolgt und beurteilt. Derzeit ist die Firmengruppe dabei, ihre Russland-Aktivitäten auf die umfangreichen Sanktionen, die gegen das Land verhängt wurden, auszurichten. Die mittelfristigen Auswirkungen auf die dortige Geschäftstätigkeit sind derzeit schwer abzuschätzen – es ist jedoch mit negativen wirtschaftlichen Folgen zu rechnen. Die Firmengruppe Liebherr ist mit einer sehr guten Auftragslage in das Jahr 2022 gestartet und blickt trotz der schwierigen Rahmenbedingungen verhalten optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf.

Einzelne Chancen und Risiken

Für die Darstellung der einzelnen Chancen und Risiken erfolgt eine Zusammenfassung gleichartiger Risiken und Chancen.

Gesamtwirtschaftliche Chancen ergeben sich aus der erwarteten Erhöhung der Nachfrage in den verschiedenen Industriezweigen, in denen die Firmengruppe Liebherr aktiv ist. Der Auftragseingang entwickelt sich über alle Produktsegmente hinweg äußerst positiv. Gleichzeitig bestehen jedoch auch Unsicherheiten über die Dauer der pandemiebedingten Einschränkungen, die Wirkungen der breiten Preissteigerungen bei vielen Gütern und Dienstleistungen, die Knappheit bestimmter Rohstoffe und Arbeitskräfte sowie Engpässe in unterschiedlichen Lieferketten. Es erscheint unklar, wie sich fiskal- und geldpolitische Maßnahmen auf die Firmengruppe Liebherr auswirken. Auch der Krieg in der Ukraine kann negative Auswirkungen auf die Aktivitäten der Firmengruppe haben.

Leistungswirtschaftliche Risiken der Firmengruppe können sich etwa aus Kostenänderungen infolge dieser makroökonomischen Unsicherheiten ergeben, die nicht in allen Fällen durch Preisindexierungen kompensiert werden können. In den einzelnen Kapiteln zu den Produktsegmenten wird über die korrespondierenden Chancen und Risiken detaillierter berichtet.

Aus dem operativen Geschäft könnten sich Marktpreisrisiken insbesondere aus den durch geldpolitische Maßnahmen ausgelösten Währungs- und Zinsschwankungen ergeben. Liebherr kontrolliert diese Risiken fortlaufend und sichert ausgewählte Transaktionen mit geeigneten Finanzinstrumenten ab. Dabei geht die Firmengruppe nur Finanztransaktionen ein, die im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit stehen und der Absicherung dienen. Transaktionen mit Spekulationshintergrund betreibt Liebherr grundsätzlich nicht.

Die globale Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten sowie eine breite Produktdiversifikation in Verbindung mit einem in der Firmengruppe verankerten Risikomanagementsystem gewährleisten die Beherrschung der relevanten Risiken. Auf Basis der derzeit bekannten Informationen sind keine weiteren Risiken zu erkennen, die im Geschäftsjahr 2022 die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Liebherr wesentlich beeinträchtigen und den Fortbestand der Firmengruppe insgesamt gefährden könnten.

* Restatement aufgrund von Erstanwendung IFRS 9 / 15 / 16

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