Turmdrehkran-Opa in Indien

In Coimbatore entsteht gerade ein viertürmiger Wohnkomplex – mittendrin statt nur dabei ist ein Turmdrehkran älteren Semesters: ein 80 HC, Baujahr 1987. Der Turmdrehkran-Opa ist weit gereist, bevor er seinen Dienst im südindischen Bundesstaat Tamilnadu antrat.

Dass die Türme die höchsten in Coimbatore werden sollen, lässt sich bereits erahnen

Dass die Türme die höchsten in Coimbatore werden sollen, lässt sich bereits erahnen

Der 80 HC kann durch geschickte Platzierung alleine die gesamte Baustelle bedienen.

Die Skyline der immer weiterwachsenden Millionenstadt Coimbatore verändert sich: Die vier Wohntürme mit jeweils 18 Etagen werden mit ihren 65 Metern Höhe alle Gebäude des bedeutenden Industriestandorts überragen. Der vom indischen Architekturbüro Eskay Design entworfene "Globus Nakshatra" wird insgesamt 322 Wohnungen beherbergen und dabei erstklassiges Design mit hoher Qualität vereinen.

Der 80 HC – sichtbar älteren Semesters aber immer noch gut in Schuss.

Der 80 HC – sichtbar älteren Semesters aber immer noch gut in Schuss.

Unser Turmdrehkran-Opa war dafür geeignet, weil für ihn die geforderten Hakenhöhen von 70 Metern ein Kinderspiel sind. Zudem kann er durch geschickte Platzierung zwischen zwei Gebäudeeinheiten alleine die gesamte Baustelle bedienen. Hauptsächlich kümmert er sich um Beton- und Stahlarbeiten – an der Spitze des 45 Meter langen Auslegers trägt er immer noch mehr als eine Tonne.

Die Firma KAP India Projects & Constructions Pvt. Ltd. hat den Kran des Baujahrs 1987 Anfang der 90er Jahre gebraucht aus Dubai gekauft. "Damals war es einfach ein günstiger Zeitpunkt beziehungsweise ein gutes Angebot. Heute sind wir froh, dass wir ihn haben. Die Hauptantriebe sind immer noch original und laufen nach wie vor problemlos", führt Bauleiter Saji P. George aus. Insgesamt arbeitet der Kran-Opa dreieinhalb Jahre auf der Baustelle in Coimbatore – so wie es in seiner Laufbahn immer war: Ungefähr im Drei-Jahres-Rhythmus zog er von der einen auf die andere Baustelle.

Als "Zurück in die Zukunft" über die Kinoleinwände flimmerte und ET nach Hause telefonieren wollte, bauten wir in Biberach einen Kran, der bis heute noch um die Welt reist – das verstehen wir unter Qualität und Langlebigkeit.