
Margarine: Die bessere Alternative zu Butter?
Margarine ist längst mehr als nur ein Ersatz für Butter – doch wie gesund, nachhaltig und vielseitig ist sie wirklich? Sie erfahren, wie sie hergestellt wird und wie sie sich von Butter unterscheidet. Außerdem beleuchten wir gesundheitliche und nachhaltige Aspekte und geben wertvolle Tipps, worauf Sie beim Kauf achten sollten – inklusive einer einfachen Anleitung, um Margarine selbst herzustellen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Margarine: Industriell hergestelltes Streichfett aus Wasser, hauptsächlich pflanzlichen Fetten, Emulgatoren und Aromastoffen.
- Gesundheitliche Aspekte: Gesündere Margarine basiert auf pflanzlichen Ölen wie Raps- oder Leinöl und enthält keine gehärteten Fette.
- Margarine vs. Butter: Margarine hat in der Regel eine bessere Fettsäurenzusammensetzung.
- Nachhaltigkeit: Vegane Margarine ohne Palmöl hat eine bessere CO₂-Bilanz als Butter.
- Selbst machen: Kakaobutter und Pflanzenöl im Verhältnis 1:3
Was ist Margarine?
Margarine ist ein industriell hergestelltes Streichfett, das als Ersatz für Butter entwickelt wurde. Sie besteht aus einer Mischung von Wasser und Fetten und enthält zusätzlich Emulgatoren, Vitamine sowie Aromastoffe. Je nach Sorte variiert der Fettgehalt über einen weiten Bereich zwischen 39 und 90 Prozent, wobei der Mindestgehalt für klassische Margarine bei 80 Prozent liegt.
Wie wird Margarine hergestellt?
In der Herstellung wird der Hauptbestandteil der Margarine, also das Fett, meist aus pflanzlichen Ölen wie Raps- oder Sonnenblumenöl gewonnen. Diese Öle werden aus den Saaten gewonnen und in mehreren Schritten raffiniert. Um die typische streichfähige Konsistenz von Margarine zu erreichen, wird das Fett-Wasser-Gemisch pasteurisiert, gekühlt und währenddessen im Schnellkühler durch Rühren und Kneten emulgiert. Aromastoffe, Säuerungsmittel wie Zitronensäure und manchmal auch Magermilch werden beigemischt, um Geschmack und Haltbarkeit zu verbessern. Die typische gelbe Farbe kommt durch zugesetztes Beta-Carotin. Während der Produktion werden häufig fettlösliche Vitamine wie A, D oder E angereichert, um die Margarine an das Nährwertprofil von Butter anzugleichen.

Wie (un)gesund ist Margarine wirklich?
Margarine kann eine gesunde Wahl sein, wenn sie aus pflanzlichen Ölen wie Raps- oder Leinöl hergestellt wird und keine gehärteten Fette enthält. Allerdings gibt es auch Sorten, die ungesunde Trans-Fettsäuren enthalten können.
Hochwertige Margarinen mit Omega-3-Fettsäuren und angereicherten Vitaminen, wie Vitamin D, können dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu regulieren und das Herz-Kreislauf-System zu schützen.
Worauf sollte man beim Kauf von Margarine achten?
Beim Kauf sollte auf Margarinen mit pflanzlichen Ölen wie Raps- oder Olivenöl geachtet werden, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Vermeiden Sie Produkte mit gehärteten Fetten oder hohem Palmfettanteil.
Wie unterscheidet sich Margarine von Butter?
Margarine und Butter unterscheiden sich vor allem in ihrer Herstellung und dem Ursprung ihrer Fette: Während Butter aus tierischem Fett besteht, basiert Margarine größtenteils oder vollständig auf pflanzlichen Ölen. Margarine enthält in der Regel mehr ungesättigte Fettsäuren, die als gesünder gelten, während Butter einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren aufweist.
Margarine wird industriell hergestellt und besteht aus pflanzlichen Fetten, die reich an ungesättigten Fettsäuren sind. Butter hingegen wird aus Milchfett gewonnen und ist reich an den fettlöslichen Vitaminen A, D und E sowie Mineralstoffen wie Kalzium. Sie besteht jedoch zu etwa zwei Dritteln aus gesättigten Fettsäuren, deren übermäßiger Verzehr den LDL-Cholesterinspiegel erhöhen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern kann.
Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei der Konsistenz: Butter wird bei Kälte hart und lässt sich nur schwer streichen, wohingegen Margarine – durch die Zugabe von Emulgatoren und ihrer Fettsäure-Zusammensetzung – auch im gekühlten Zustand streichfähig bleibt. Geschmacklich überzeugt Butter mit einem sahnigen Aroma, während Margarine im Vergleich meist neutraler wirkt.
Insgesamt enthalten beide Streichfette etwa 720 Kalorien pro 100 Gramm und sind reich an Fett. Der gesundheitliche Unterschied liegt jedoch in der Art der enthaltenen Fettsäuren. Margarinen mit hochwertigen pflanzlichen Ölen und ohne gehärtete Fette gelten tendenziell als gesünder.
Welches Streichfett ist am nachhaltigsten?
Im direkten Vergleich ist Margarine nachhaltiger als Butter, da ihre Herstellung weniger Treibhausgase verursacht und weniger Landfläche beansprucht. Besonders umweltfreundlich ist vegane Margarine ohne Palmöl, da sie vollständig auf tierische Produkte verzichtet und ohne die negativen ökologischen Auswirkungen von Palmölanbau auskommt.
Die Produktion von Butter hat aufgrund der intensiven Tierhaltung eine schlechte Klimabilanz. Für ein Kilogramm Butter werden etwa 25 Liter Milch benötigt, wodurch rund 25 Kilogramm CO₂ freigesetzt werden. Im Vergleich dazu verursacht die Herstellung von Margarine nur etwa 0,7 Kilogramm CO₂ pro Kilogramm. Allerdings enthält Margarine häufig Palmöl, das durch große Umweltschäden, wie Regenwaldabholzung und Verlust von Biodiversität, in der Kritik steht. Nachhaltigere Alternativen bestehen aus Ölen wie Raps- oder Sonnenblumenöl, die eine bessere CO₂-Bilanz aufweisen.
Wer sich für Margarine entscheidet, sollte beim Kauf auf Produkte ohne Palmöl oder auf nachhaltig zertifiziertes Palmöl achten. Eine vollständig pflanzliche Margarine mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren – bevorzugt auf Basis von Rapsöl – ist die umweltfreundlichste Wahl.
Wie kann man Margarine selbst machen?
Margarine lässt sich ganz einfach zu Hause herstellen, indem pflanzliches Öl, Kakaobutter und eine Prise Salz miteinander kombiniert werden. Je nach Geschmack können unterschiedliche Öle sowie Gewürze oder Kräuter hinzugefügt werden, um die Margarine individuell zu verfeinern.
Für die Basis werden Kakaobutter und ein Pflanzenöl im Verhältnis 1:3 gemischt – z. B. 50 g Kakaobutter und 150 g Pflanzenöl. Besonders geeignet sind Raps-, Lein- oder Olivenöl, da sie eine ausgewogene Fettsäurezusammensetzung haben.
Die Kakaobutter wird bei mittlerer Hitze im Wasserbad geschmolzen, anschließend mit dem Pflanzenöl und einer Prise Salz verrührt. Diese Mischung wird in einen verschließbaren Behälter gegeben und im Kühlschrank gekühlt, bis sie fest ist. Zusätzlich lässt sich die selbstgemachte Margarine z. B. mit Kräutern, getrockneten Tomaten, Knoblauch oder Chili kreativ verfeinern. Die fertige Margarine ist im Kühlschrank etwa drei Tage haltbar und kann bei Bedarf auch eingefroren werden.
*Sämtliche Angaben sind Richtwerte und hängen im Einzelfall von der Sorte bzw. der sachgerechten Lagerung ohne Unterbrechung der Kühlkette von der Ernte/Herstellung bis zum Liebherr-Gerät ab. Bei Lebensmitteln mit Angabe zur Mindesthaltbarkeit gilt immer das auf der Verpackung angegebene Datum.


