
Mairübe: Zubereitung, Nährwerte und Tipps zur Lagerung
Die Mairübe, auch unter Namen wie Navette, Maikugel oder Pariser Weißrübe bekannt, mag für viele wie ein unscheinbares Gemüse wirken – dabei steckt in den zarten Knollen ein wahres Juwel. Als eine der ältesten Kulturpflanzen Europas hatte die Mairübe bereits in der Antike ihren festen Platz auf dem Speiseplan. Doch mit der Verbreitung der Kartoffel geriet das vielseitige Gemüse in Vergessenheit und verschwand für lange Zeit aus den Küchen. Heute erlebt die Mairübe ein Comeback und wird wieder zahlreich in der Landwirtschaft kultiviert. Dieser Artikel beleuchtet die vielen Facetten der Mairübe: von ihrer kulinarischen Vielseitigkeit und ihrem besonderen Geschmack über herausragende Nährwerte bis hin zu praktischen Tipps zur Lagerung.
Lagerzeit*
| BioFresh Fruit & Vegetable-Safe knapp über 0 °C mit hoher Luftfeuchtigkeit | 80 Tage |
| EasyFresh-Safe 7 °C mit Luftregulierungsplatte | 50 Tage |
| Kühlteil 7 °C | 40 Tage |
| Gefrierteil -18 °C | Nicht empfohlen |
Das Wichtigste in Kürze
- Nährstoffe pro 100 g: 26 kcal, 4,7 g Kohlenhydrate, 0,2 g Fett, 1 g Eiweiß, 3,5 g Ballaststoffe
- Vitamine und Mineralstoffe: reich an Vitamin C, Provitamin A, E, Folsäure und B-Vitaminen, sowie Kalium, Eisen, Zink und Kalzium
- Reich an Ballaststoffen: fördert Verdauung, sorgt für langanhaltende Sättigung, leicht verdaulich
- Blätter und Schale essbar: nährstoffreich und gesund
- Geschmack: mild-süßlich, leicht scharf, erinnert an Rettich und Radieschen
Wie lässt sich die Mairübe zubereiten?
Die Mairübe lässt sich in vielen Varianten genießen – ob roh, gedünstet, gekocht, überbacken oder sogar karamellisiert. Sie ähnelt geschmacklich Radieschen oder Rettich, verzichtet aber auf deren typische Schärfe und bietet dabei eine saftige Konsistenz, die entfernt an Kohlrabi erinnert.
Wer das Gemüse besonders schonend zubereiten möchte, kann es sanft dämpfen und damit die wertvollen Nährstoffe erhalten. Dank ihres mild-süßen Aromas harmoniert die Mairübe ebenso wunderbar in Gemüsepfannen, Aufläufen oder Gratins.
Egal ob roh oder verarbeitet, die Mairübe kann mitsamt ihrer Schale gegessen werden. Diese hat jedoch eine leichte Bitternote und wird daher oft entfernt. Fein gehobelt entfaltet die Mairübe in Salaten oder als Carpaccio ihre ganze Frische und Brillanz.
Gedünstet oder gekocht eignet sich die Mairübe hervorragend als Beilage zu Fleischgerichten oder als Zutat in Suppen und Eintöpfen. Doch auch kreative Ideen, wie karamellisierte Mairüben, verfeinert mit einem Hauch von Honig oder Ahornsirup, machen sie zu einem geschmacklichen Highlight.
Nicht nur die Knolle, sondern auch das Blattgrün der Mairübe kann geschmacklich überzeugen. Die frischen, zarten Blätter können roh in gemischten Salaten eingesetzt oder wie Spinat verarbeitet werden, z. B. gedünstet als Beilage oder als aromatische Einlage für Suppen.
Worin unterscheidet sich die Mairübe von der Herbstrübe?
Mairüben und die im Herbst geernteten Herbstrüben sind eng miteinander verwandt. Optisch ähnlich, liegt ihr Hauptunterschied im Erntezeitpunkt und Geschmacksprofil. Während die Mairübe mit einem Durchmesser von etwa fünf Zentimetern besonders zart und mild ist, zeigt sich die größere Herbstrübe in Geschmack und Textur deutlich würziger und herber. Beide Varianten bieten jedoch vielfältige Möglichkeiten und laden dazu ein, die kreative Gemüseküche zu entdecken.
Welche Nährstoffe stecken in Mairüben?

Mairüben gehören zu den besonders nährstoffreichen und gleichzeitig kalorienarmen Gemüsesorten, und kommen trotzdem nur in wenigen Küchen zum Einsatz. Mit gerade einmal 26 Kilokalorien pro 100 Gramm und einem Wassergehalt von etwa 90 Prozent sind sie die perfekte Wahl für alle, die auf eine gesunde und leichte Ernährung Wert legen.
Das weiße und saftige Fleisch der Mairübe ist eine Quelle wichtiger Nährstoffe wie Kalium, Eisen, Zink und Folsäure. Das Blattgrün wartet zusätzlich mit Vitamin C, Provitamin A und Vitamin E. Dieser Mix an Vitaminen und Mineralstoffen trägt zu einer normalen Nerven- und Muskelfunktion bei, hilft, den Blutdruck zu regulieren, und unterstützt sowohl die Haut- als auch die Augenfunktion.
Besonders die enthaltenen Senföle machen die Mairübe zu einem echten Alleskönner. Sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend und fördern die Verdauung – ein Plus für alle, die ihren Magen entlasten möchten.
Ein weiterer Vorteil des milden Wurzelgemüses: Es ist äußerst vielseitig und eignet sich auch für eine ballaststoffreiche Ernährung. Mit einem Sättigungseffekt, der deutlich länger anhält als bei anderen leicht verdaulichen Gemüsesorten, machen Mairüben selbst in der kalorienbewussten Küche eine hervorragende Figur.
| Energie | Wassergehalt | Kohlenhydrate | Fett | Protein | Ballaststoffe |
| 26 kcal | 90 % | 4,7 g | 0,2 g | 1 g | 3,5 g |
| Vitamin | Gehalt pro 100 g | Mineralstoffe | Gehalt pro 100 g |
| Vitamin C | 13 mg | Kalium | 217 mg |
| Vitamin B1 | 30 µg | Calcium | 51 mg |
| Vitamin B2 | 38 µg | Magnesium | 12 mg |
| Niacin | 150 µg | Natrium | 28 mg |
| Vitamin B5 | 150 µg | Phosphor | 30 mg |
| Vitamin B6 | 60 µg | Eisen | 0,4 mg |
| Folsäure | 11 µg | ||
| Vitamin K | 5 µg |
Wie bleiben die Inhaltsstoffe der Mairübe am besten erhalten?
Damit die wertvollen Inhaltsstoffe optimal erhalten bleiben, sollte das zarte Frühjahrsgemüse möglichst frisch verarbeitet werden. Nach dem Kauf empfiehlt es sich, Stiele und Blätter von den Knollen zu trennen, da sie andernfalls Feuchtigkeit aus der Wurzel ziehen und diese schneller schrumpelig wird.
*Sämtliche Angaben sind Richtwerte und hängen im Einzelfall von der Sorte bzw. der sachgerechten Lagerung ohne Unterbrechung der Kühlkette von der Ernte/Herstellung bis zum Liebherr-Gerät ab. Bei Lebensmitteln mit Angabe zur Mindesthaltbarkeit gilt immer das auf der Verpackung angegebene Datum.


