Kühlen und Gefrieren
Links liegen Petersilienwurzeln mit Grün, daneben eine kleine Holzschale mit geschnittenen Scheiben, von denen einige auf der schwarzen Steinplatte verstreut sind.

Petersilienwurzel: Unterschiede zur Pastinake und Nährwerte

Die Petersilienwurzel ist ein oft unterschätztes Wurzelgemüse mit großem Potenzial. Wer sie einmal probiert hat, schätzt ihr würziges Aroma und ihre vielseitige Einsetzbarkeit in der Küche. Ob roh im Salat, als feines Püree oder aromatische Suppeneinlage, die Anwendungsmöglichkeiten sind breit gefächert. Doch viele fragen sich: Muss man Petersilienwurzel schälen? Ist sie das Gleiche wie die Pastinake? Und welche Nebenwirkungen können beim Verzehr auftreten? In diesem Artikel erfahren Sie alles über Erntezeit, Verwendung, Verträglichkeit und gesundheitliche Vorteile der Petersilienwurzel, samt Tipps für eine köstliche und bekömmliche Zubereitung.

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Das wichtigste in Kürze

  • Petersilienwurzel ist würziger und nährstoffreicher als Pastinake
  • Reich an Vitamin C, Kalium und antioxidativen Pflanzenstoffen
  • Empfohlene Menge: 100–150 g pro Portion
  • Kann bei Reizdarm oder Histaminintoleranz roh zu Beschwerden führen
  • Nicht mit Milchprodukten oder ähnlich aromatischen Wurzeln kombinieren

Was ist der Unterschied zwischen Petersilienwurzel und Pastinake?

Eine halb aufgeschnittene Petersilienwurzel mit Grün im Hintergrund, davor mehrere dicke Scheiben, platziert auf Holzdielen, teils auf einem Stück Jutesack liegend.

Petersilienwurzel und Pastinake sind nicht identisch, sie unterscheiden sich deutlich in Geschmack, Nährstoffgehalt und botanischer Herkunft.

Beide Wurzeln gehören zur Familie der Doldenblütler, aber während die Pastinake (Pastinaca sativa) ein eigenes, altes Kulturgemüse ist, handelt es sich bei der Petersilienwurzel (Petroselinum crispum ssp. tuberosum) um eine speziell gezüchtete Form der Wurzelpetersilie.

Wenn Sie statt Pastinaken Petersilienwurzel verwenden möchten, sollten Sie mit der Würze vorsichtig umgehen, da das Aroma deutlich intensiver ist.

Unterschiede auf einen Blick:

  • Aroma: Petersilienwurzel ist kräftiger und erinnert deutlich an Petersilie. Die Pastinake schmeckt süßlich-nussig, ähnlich der Möhre.
  • Textur: Pastinaken sind mehliger und eignen sich besser für Pürees. Petersilienwurzeln bleiben bissfester beim Garen.
  • Nährstoffe: Die Pastinake liefert mehr Kohlenhydrate, schmeckt süßlicher und hat einen höheren Kaloriengehalt, während Petersilienwurzel mit deutlich mehr Vitamin C punktet (30 mg/100 g).
  • Verwendung: Pastinaken harmonieren gut in süßlich-herzhaften Gerichten (z. B. mit Apfel), Petersilienwurzel passt hervorragend zu kräftigen Brühen und Wildgerichten.

Wie gesund ist die Petersilienwurzel wirklich?

Die Petersilienwurzel ist reich an sekundären Pflanzenstoffen, wirkt antioxidativ und liefert wertvolle Vitamine - ein unterschätztes Powerfood.

Neben Vitamin C enthält sie auch Eisen, Kalium, Magnesium und Folsäure. Ihr hoher Gehalt an ätherischen Ölen (beispielsweise Myristicin und Apiol) macht sie nicht nur aromatisch, sondern auch therapeutisch interessant: Studien zeigen entzündungshemmende, antimikrobielle und antioxidative Eigenschaften.

Mögliche Gesundheitsvorteile im Überblick:

  • Entgiftend und harntreibend: Unterstützt laut Bundeszentrum für Ernährung die Nierenfunktion
  • Immunsystem: 100 g decken rund 30 % des Tagesbedarfs an Vitamin C
  • Verdauungsfördernd: Ballaststoffe und Bitterstoffe regen die Darmtätigkeit an

Tipps zur Verwendung der Petersilienwurzel:

  • Roh fein geraspelt mit Apfel und Zitrone als Detox-Salat
  • In Brühen, um auf künstliche Bouillon zu verzichten
  • Als Tee aus den Blättern zur Unterstützung der Harnwege

Welche Nebenwirkungen hat Petersilienwurzel?

Petersilienwurzel ist gut verträglich, kann aber bei empfindlichen Personen zu Verdauungsbeschwerden führen, vor allem roh oder in großen Mengen.

Wie bei vielen stark aromatischen Wurzeln liegt das Risiko weniger in Toxizität als in der Empfindlichkeit gegenüber ätherischen Ölen, die zu Blähungen oder Völlegefühl führen können. Menschen mit Reizdarm oder Histaminintoleranz reagieren laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung gelegentlich sensibel auf Petersilienwurzel, besonders im rohen Zustand.

Schwangere sollten große Mengen meiden, da enthaltendes Apiol in sehr hohen Dosen wehenfördernd wirken kann.

Mögliche Nebenwirkungen:

  • Blähungen, Völlegefühl bei empfindlichem Verdauungssystem
  • Bei übermäßigem Verzehr: Magen-Darm-Reizungen
  • Wechselwirkungen mit entwässernden Medikamenten durch die harntreibende Wirkung

Unverträgliche Kombinationen: Was passt nicht zur Petersilienwurzel?

  • Milchprodukte (z. B. Sahnesoßen). Das enthaltene Casein kann ätherische Öle binden und die Aromen überlagern.
  • Ähnliche Wurzelgemüse wie Sellerie oder Fenchel führen schnell zu Geschmacksüberladung. Daher sollten sie die Wurzel lieber gezielt kombinieren.
  • Etwa 100–150 g Petersilienwurzel pro Portion gelten als unbedenklich und gesund, vorausgesetzt, sie wird gut vertragen.

*Sämtliche Angaben sind Richtwerte und hängen im Einzelfall von der Sorte bzw. der sachgerechten Lagerung ohne Unterbrechung der Kühlkette von der Ernte/Herstellung bis zum Liebherr-Gerät ab. Bei Lebensmitteln mit Angabe zur Mindesthaltbarkeit gilt immer das auf der Verpackung angegebene Datum.

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