
Liebherr-Verzahntechnik stärkt Präsenz in China
Die Liebherr-Verzahntechnik GmbH hat ihren chinesischen Produktionsstandort in neue Räumlichkeiten im Bezirk Yongchuan in die Freihandelszone Chongqing verlegt und die Produktionsfläche dabei mehr als verdoppelt. Der neue Standort bietet optimale Voraussetzungen für den Ausbau der Fertigung von Wälzfräs- und Wälzschleifmaschinen sowie seit 2026 auch Wälzschälmaschinen für den chinesischen Markt.
Mit dem Neubau stärkt Liebherr seine Präsenz in China und verbessert die Abläufe in Montage, Logistik und Vertrieb. Das Gebäude wurde auf Initiative der lokalen Regierung und der Freihandelszone Yongchuan Comprehensive Bonded Zone (YCBZ) nach den technischen und organisatorischen Anforderungen von Liebherr geplant und errichtet. Die YCBZ ist Eigentümerin, Liebherr nutzt den Standort auf Basis eines langfristigen Mietvertrags.
Gebäude nach Liebherr-Standards
Der Standort umfasst eine temperierte Montagehalle, eine separate Kalthalle für Wareneingang und Versand, großzügige Lagerflächen sowie moderne Officebereiche. Ein Technologie- und Schulungszentrum sowie ein Showroom ermöglichen praxisnahe Trainings und Maschinenvorführungen. Im Zuge der Gebäudeplanung wurden zusätzliche Anforderungen an Nachhaltigkeit umgesetzt, insbesondere bei Wärmedämmung und Isolierung von Wänden, Fenstern und Türen. Seit April 2025 läuft die Produktion im neuen Werk. Aktuell arbeiten 35 Mitarbeitende am Standort, 20 davon in der Montage – mit weiter steigendem Personalbedarf.
Nähe zum Markt als Erfolgsfaktor
In Yongchuan werden Wälzfräs- und Wälzschleif-maschinen für den chinesischen Markt montiert. „Wir haben unser Portfolio inzwischen erweitert: Neben Wälzfräsmaschinen für Werkstückdurchmesser bis zu zwei Metern fertigen wir hier nun auch Wälzschälmaschinen“, erklärt David Feng, Bereichsleiter Verzahnmaschinen & Automation in China. Montage, Inbetriebnahme und Qualitätsabnahme erfolgen vor Ort – nach denselben Standards wie am Stammsitz in Kempten. Ein enger fachlicher Austausch sowie regelmäßige Schulungen sichern das hohe Qualitätsniveau.
Die lokale Präsenz ermöglicht wettbewerbsfähige Preise, technische Unterstützung in Landessprache und kurze Reaktionszeiten. Kundinnen und Kunden erhalten bei Besuchen einen direkten Einblick in Prozesse, Technologien und Qualitätsstandards – ein wichtiger Faktor für Investitionsentscheidungen.
Feierliche Neueröffnung
Die offizielle Eröffnungsfeier fand am 9. September 2025 statt. Rund 250 Gäste nahmen teil, darunter zahlreiche Kundinnen und Kunden sowie Vertreterinnen und Vertreter der Regionalregierung. Patricia Rüf, Mitglied des Liebherr-Verwaltungsrates und Vertreterin der Unternehmerfamilie, unterstrich mit ihrer Teilnahme die Bedeutung des Standorts für die Unternehmensgruppe.
Verlässliche Basis für weitere Entwicklung
Geschäftsführer Manfred Kaut resümiert: „Die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit und Unterstützung der Yongchuan Comprehensive Bonded Zone (YCBZ) bildet für uns eine verlässliche Basis für die weitere Entwicklung des Standorts. Gleichzeitig treiben wir weitere Nachhaltigkeits-und Effizienzmaßnahmen kontinuierlich voran – orientiert an mitteleuropäischen Standards und mit Blick auf langfristiges Wachstum.“


