
LGP 2000 steigert Produktivität und Prozesssicherheit
Als Teil der weiterentwickelten Maschinenplattform für Großverzahnungen deckt die LGP 2000 das Profilschleifen für ein breites Einsatzspektrum ab – von Einzelteilen bis zur Serienfertigung.
Dank einer zusätzlichen Schleifspindel und eines Doppelabrichters für simultanes Abrichten lassen sich die Bearbeitungszeiten nahezu halbieren.

Die LGP 2000 für das Profilschleifen von Großverzahnungen
Die Anforderungen an die Hartfeinbearbeitung von Großverzahnungen unterscheiden sich je nach Anwendung: In der Windkraft stehen hohe Stückzahlen und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund, etwa bei der Fertigung von Planetenrädern. Bei Turbogetrieben, Schiffsantrieben und hochwertigen Industriegetrieben mit kleinen Losgrößen ist Prozesssicherheit entscheidend – Ziel ist ein Gutteil ab dem ersten Werkstück. Jobshops benötigen ein hohes Maß an Flexibilität: Unterschiedliche Bauteile, Innen- und Außenverzahnungen sowie komplexe Geometrien müssen auf einer Maschine wirtschaftlich bearbeitet werden können.
Profilschleifen großer Werkstücke
Für diese Anforderungen ist die Profilschleifmaschine LGP 2000 ausgelegt. Ebenso wie die anderen Maschinen der Plattform für Werkstücke bis zwei Meter Durchmesser basiert sie auf einem thermosymmetrischen, optimal temperierten Maschinenbett und verfügt über einen hydrostatisch gelagerten Tisch mit verschleißfreiem Direktantrieb. Bis zu zwei Meter Hub ermöglichen die Bearbeitung langer Wellen mit mehreren Verzahnungen. Bauteile bis 800 mm Durchmesser können automatisiert über einen Ringlader beladen werden; weitere Automationslösungen lassen sich je nach Bauteil und Anwendung integrieren.

Ein optional verfügbarer Doppelabrichter verkürzt die Abrichtzeiten um die Hälfte.
Flexible Spindelkonfigurationen
Der leistungsstarke Schleifkopf PGH 450 FX erlaubt in der Doppelspindelkonfiguration die gezielte Kombination zweier Schleifscheiben mit unterschiedlichen Spezifikationen – vom Schruppen und Schlichten bis zum Feinschleifen und Polieren. Das verkürzt die Bearbeitungszeit, erhöht die Prozessstabilität und reduziert das Schleifbrandrisiko. Damit wird hohe Oberflächengüte bei hoher Produktivität erzielt: Die Zykluszeiten lassen sich um bis zu 35 Prozent reduzieren.
Die Einzelspindelkonfiguration eignet sich insbesondere für häufig wechselnde Bauteile. Für die Bearbeitung kollisionskritischer Bauteile steht optional eine High-Speed-Spindel zur Verfügung. Damit lassen sich auch kleine Schleifscheiben (bei Bedarf auch CBN-Schleifscheiben) verwenden. Auch die Bearbeitung von Innenverzahnungen ist mittels optionaler Innenschleifarme für den Schleifkopf PGH 450 FX möglich. Beide Optionen können bei Bedarf nachgerüstet werden. Ein einschwenkbarer Messtaster ermöglicht zusätzlich die Verzahnungsprüfung direkt in der Maschine. Die Steuerung LHGearTec unterstützt mit ihrer intuitiven Oberfläche eine einfache und sichere Bedienung.

Leistungsstark: Schleifkopf PGH 450 FX mit Doppelspindelkonfiguration
Unterschiedliche Schleifverfahren in einer Maschine
Die Maschine unterstützt verschiedene Verfahren: Beim Schnellhub-Schleifen (High Speed Grinding) wird mit hohen axialen Vorschüben und geringer Zustellung gearbeitet. Beim Tiefschleifen (Creep Feed Grinding) erfolgt der Materialabtrag mit hoher Zustellung und geringem Vorschub. Zusätzlich ermöglicht ein- oder zweiflankiges topologisches Schleifen gezielte Flankenmodifikationen.
Simultanes Abrichten halbiert Nebenzeiten
Optional steht ein Doppelabrichter zur Verfügung, der beide Schleifscheibenflanken gleichzeitig abrichten kann. Damit lassen sich die Abrichtzeiten im Vergleich zu konventionellen Verfahren nahezu halbieren. Besonders bei hohem Abrichtbedarf sinken Nebenzeiten deutlich, während die Werkzeugverfügbarkeit steigt. Damit ermöglicht die LGP 2000 stabile Prozesse, reproduzierbare Oberflächenqualität und wirtschaftliche Fertigung – sowohl in der Serie als auch bei kleinen Losgrößen mit unterschiedlichen Bauteilen.


