News | 19.08.2015
News | 19.08.2015
Schweißen vergleicht Marven Vöge mit Eiskunstlauf: Neben der Technik werde auch der subjektive Eindruck bewertet. „Eine schöne Schweißnaht ist letztlich Sache der Betrachtung“, sagt der 21-Jährige. Bei der internationalen Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills“ im brasilianischen São Paulo mussten Marven Vöge und 37 Wettbewerber einen Druckbehälter fertigen. Dabei galt es, verschiedene Schweißpositionen und -verfahren anzuwenden. Marven Vöge belegte im Wettbewerb den 28. Platz.
„Marven ist ein sehr guter Schweißer. Die ersten beiden Tage liefen sehr gut für ihn. Daher ist es besonders schade, dass eine Platzierung unter den Top Ten, wie nach seinem Sieg der Deutschen Meisterschaft im Schweißen erhofft, nicht möglich war“, resümiert Enrico Engel, Teamleiter Erstausbildung in der Liebherr-Akademie, die Platzierung. Ein erklärtes Ziel der Berufsweltmeisterschaften erreichte Marven Vöge dennoch: den Austausch mit internationalen Facharbeitern und Einblick in die Arbeitsweise anderer Nationen. „Die WorldSkills in Brasilien verliefen auf außerordentlich hohem Niveau. Für mich war die Teilnahme an der Berufsweltmeisterschaft ein großartiges Erlebnis. Die Stimmung unter den Weltbesten ihres Berufes war beeindruckend – ich werde mich immer wieder gern daran erinnern“, schwärmt Marven Vöge.
Für die Berufsweltmeisterschaft qualifizierte Vöge sich durch seinen Meistertitel im Schweißen. Er gewann den Wettbewerb auf nationaler Ebene, den sein Ausbildungsbetrieb, die Liebherr-MCCtec Rostock GmbH, im Herbst 2014 ausgerichtet hatte. Es war der erste Meistertitel im Schweißen für die Firmengruppe Liebherr. Seit seinem erfolgreichen Lehrabschluss im Februar 2015 arbeitet Marven Vöge als Schweißer im Bereich Offshore- und Schiffskrane des Rostocker Liebherr-Werks. Zur Vorbereitung auf São Paulo trainierte der ehemalige Auszubildende sechs Wochen lang täglich.
Die 43. Auflage der Berufsweltmeisterschaft „WorldSkills“ fand in diesem Jahr in São Paulo, Brasilien statt. Mehr als 1.200 Fachkräfte aus 60 Ländern traten in 50 Disziplinen gegeneinander an. Vom Friseur bis zum Elektriker demonstrierten junge Facharbeiter vier Tage lang ihr Können. Es waren die ersten „WorldSkills“ in Südamerika. In Deutschland wurden sie zuletzt 2013 in Leipzig ausgerichtet. Die Weltmeisterschaft findet seit mehr als 60 Jahren alle zwei Jahre statt. Teilnehmen können junge Facharbeiterinnen und Facharbeiter unter 22 Jahren.

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