Kühlen und Gefrieren
Moderner Wohnbereich mit Liebherr-Weinkühlschrank und stilvollem Ambiente für perfekte Weinlagerung.

Wein lagern

In unserem Wein-lagern-Ratgeber für perfekten Weingenuss werden zentrale Faktoren vorgestellt, die bei der Lagerung von Wein eine Rolle spielen. Dabei geht es um mehr als nur die richtige Temperatur – auch Luftfeuchtigkeit, Lichtschutz und Ruhe sind wichtig. Der Artikel bietet fundierte Einblicke in die Grundlagen der Weinlagerung und zeigt, wie sich durch gezielte Steuerung der Lagerbedingungen ein ideales Umfeld schaffen lässt. So bleibt der Lieblingswein nicht nur lange genießbar, sondern entfaltet auch sein volles Aroma zum richtigen Zeitpunkt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Konstante Temperatur ist entscheidend: Wein sollte idealerweise bei 10–12 °C gelagert werden
  • Luftfeuchtigkeit im Blick behalten: Eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 80 % schützt den Korken vor Austrocknung oder Schimmelbildung und bewahrt die Weinqualität.
  • Licht und Gerüche vermeiden: Wein liebt Dunkelheit und geruchsneutrale Umgebung
  • Ruhe bewahren: Vibrationen beschleunigen die Alterung des Weins.
  • Weinkühlschrank als ideale Lösung: Moderne Weinkühlschränke bieten kontrollierte Temperaturzonen, Luftfeuchtigkeit und Schutz vor Licht und Gerüchen.
  • Lagerfähigkeit hängt vom Weintyp ab: Rotwein mit hohem Tannin- und Säuregehalt kann Jahrzehnte reifen, während Weiß- und Roséweine meist innerhalb weniger Jahre genossen werden sollten.

Was ist die optimale Temperatur, um Wein zu lagern?

Die optimale Temperatur, um Wein zu lagern liegt zwischen 10 und 12 °C. Sehr wichtig ist, dass die Temperatur stabil ist. Zwischen 10 und 12 °C verläuft der komplexe chemische Reifeprozess des Weines langsam und gleichmäßig. Dadurch können sich die charakteristischen Aromen eines Weines während der Lagerung optimal entwickeln.

Je höher die Temperatur, bei der ein Wein lagert, desto größer ist das Risiko, dass er vorzeitig altert und an Qualität einbüßt. Wird Wein zu warm gelagert, altert er schneller, weil die chemischen Reaktionen – laut der Van’t Hoff’schen Regel – mit jeder Erhöhung um 10 °C doppelt bis viermal so schnell ablaufen. Dadurch verliert Wein schneller an Qualität.

Wissenschaftlich getestet: Die ideale Lagertemperatur für Wein

In einem interessanten Versuch erforschte das norwegische Food Research Institute, wie stark sich unterschiedliche Lagertemperaturen auf den Geschmack von Wein auswirken. Mehrere Flaschen eines chilenischen Cabernet Sauvignons wurden bei vier unterschiedlichen Temperaturen gelagert. Bei 5 °C, 10 °C, 23 °C und 31 °C.

In regemäßigen Abständen wurde der Wein von Fachleuten verkostet, dabei zeigte sich:

  • Nach 6 Wochen Lagerung war noch so gut wie kein Unterschied feststellbar
  • Nach 6 Monaten Lagerung hingegen nahm das Fruchtaroma des bei 31 °C gelagerten Weins drastisch ab. Die Alterungstöne traten in den Vordergrund.
  • Nach 12 Monaten zeigte dann auch der bei 23 °C gelagerte Wein diesen Effekt deutlich. 23 °C entspricht einer normalen, nicht überheizten Raumtemperatur.
Rotwein im Glas – richtige Lagerung bewahrt Aromen und beeinflusst den Geschmack positiv.

Wie wirken sich Temperaturschwankungen bei der Weinlagerung aus?

Wenn Wein in einem Raum gelagert wird, indem die Temperatur täglich schwankt, wirkt sich das negativ auf den Wein aus. Um die negativen Effekte von Temperaturschwankungen zu vermeiden, sollte Weine bei möglichst gleichbleibender Temperatur gelagert werden.

Bei schwankenden Temperaturen im Tagesverlauf kann es neben schnellerer Alterung zu weiteren Veränderungen kommen:

  • Korkbewegung: Durch die Temperaturschwankungen dehnt sich der Wein aus und zieht sich zusammen. Dadurch kann sich der Korken bewegen. Im schlimmsten Fall gelangt Luft in die Flasche oder Wein tritt aus.
  • Oxidation: Wenn durch die Korkbewegung Luft eindringt, oxidiert der Wein schneller.

Im Laufe des Jahres steigt und sinkt die Außentemperatur. Dadurch steigt und sinkt auch die Temperatur in unbeheizten Räumen. Gegenüber solchen langfristigen Temperaturschwankungen ist Wein recht unempfindlich.

Was passiert, wenn Wein bei niedriger Temperatur gelagert wird?

Es schadet Wein nicht, wenn er bei niedriger Temperatur gelagert wird. Je niedriger die Temperatur, umso langsamer altert und reift der Wein.

Trotzdem empfiehlt es sich, Wein nicht zu kalt zu lagern:

  • Es dauert länger, bis kalt gelagerter Wein Trinktemperatur erreicht. Deswegen sollten Sie Ihn rechtzeitig in eine wärmere Umgebung mit entsprechenden Temperaturen bringen.
  • Die Entstehung von Weinstein wird bei einer zu kalten Lagerung begünstigt. Die kleinen Kristalle sind Salze der Weinsäure, haben aber auf den Geschmack des Weines keinerlei Auswirkungen.

Warum sollte Wein nicht einfrieren?

Wein sollte auf keinen Fall so kalt gelagert werden, dass er gefriert. Wenn Wein gefriert, kann das die folgenden negativen Auswirkungen haben:

  • Der gefrorene Wein dehnt sich aus und kann den Korken aus der Flasche sprengen.
  • Eiweißtrübung: Weineigene Eiweiße und Polyphenole flocken aus und trüben den Wein.
  • Mineralstoff-Ungleichgewicht: Der temperaturabhängige Lösungskoeffizient von Kalium und anderen Mineralstoffen führt zu Weinsteinablagerungen und Säureverlust.

Fazit: Lagern Sie Wein stets oberhalb des Gefrierpunktes, um Qualität und Geschmack zu bewahren.

Wein lagern und temperieren

Ein Weinkühlschrank mit mehreren Temperaturzonen bietet optimale Bedingungen für die fachgerechte Lagerung und den perfekten Trinkgenuss. In einer Zone kann Wein langfristig bei konstantem Klima reifen – ideal für die sanfte Entfaltung seiner Aromen. In den weiteren Zonen lässt sich Wein gezielt auf die perfekte Trinktemperatur temperieren. Je nach Modell stehen bis zu drei individuell einstellbare Zonen zur Verfügung, in denen Temperaturen zwischen 5 und 20 °C gewählt werden können. So lassen sich Rot-, Weiß- und Schaumweine jeweils ideal lagern und servieren.

Für alle, die ihren Wein ausschließlich lagern möchten, schaffen Geräte mit einer Temperaturzone das perfekte Umfeld für eine sanfte Reifung über längere Zeit.

Luftfeuchtigkeit: Ein Schlüsselfaktor für die Weinlagerung

Luftfeuchtigkeit von 60 % für die Weinlagerung im Liebherr-Weinkühlschrank einstellen – schützt den Korken.

Die optimale Luftfeuchtigkeit für mit Kork verschlossene Weinflaschen liegt zwischen 50 und 80 %. So bleibt der Korken weder zu trocken noch zu feucht und schützt den Wein vor Sauerstoff und Oxidation.

Doch warum sollte die Luftfeuchtigkeit nicht niedriger als 50 % sein? Eine zu trockene Umgebung birgt das Risiko, dass der Korken austrocknet und schrumpft. Dadurch könnte Luft in die Flasche geraten, und der Wein würde durch den Sauerstoff oxidieren. Die Qualität des Weines leidet und der Wein altert frühzeitig.

Auch eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, speziell über 80 Prozent, ist nicht gut für den Korken. In solch feuchten Bedingungen kann es zur Schimmelbildung am Korken kommen, was nicht nur die Qualität des Weines beeinträchtigen, sondern auch gesundheitliche Bedenken hervorrufen kann. Darüber hinaus leiden die Etiketten unter der hohen Feuchtigkeit.

Um diese Extreme zu vermeiden und eine ideale Luftfeuchtigkeit für gelagerten Wein zu schaffen, sollte die Luftfeuchtigkeit am Lagerort gemessen werden. Bei Anpassungsbedarf können Luftentfeuchter eingesetzt oder Wasserschalen im Lagerbereich hilfreich sein.

In Liebherr Weinkühlschränken wird die Luftfeuchtigkeit präzise gesteuert und kontrolliert. Bei Weinkühlschränken mit HumiditySelect können Sie zwischen Standard und hoher Luftfeuchtigkeit wählen, mit HumidityControl können Sie einen gewünschten Wert zwischen 50 und 80 % Luftfeuchtigkeit wählen. Sollte die Luftfeuchtigkeit im Gerät wegen externer Einflüsse auf unter 50 % sinken, macht Sie das Gerät oder Ihre SmartDevice-App darauf aufmerksam, damit Sie gleich eingreifen können.

Darüber hinaus sind die handgefertigten Holzborde in unseren Weinkühlschränken aus atmungsaktivem Buchenholz. Dieses speichert Wasser und fördert somit ein stabileres Klima im Weinkühlschrank.

Wein geruchsneutral lagern, um sein Aroma zu schützen

Wein sollte vor fremden Gerüchen geschützt gelagert werden, damit sein Geschmack und seine Qualität erhalten bleiben. Gelangen unangenehme Gerüche durch den Korken in die Flasche, kann der Wein davon beeinträchtigt werden.

Die Eigenschaften von Naturkorken sind für die langfristige Reifung von Wein über Jahre hinweg von entscheidender Bedeutung. Diese Fähigkeit des Korkens, in begrenztem Maße Luft durchzulassen, unterstützt den langsamen Reifeprozess des Weins, indem sie eine subtile Oxidation ermöglicht. Allerdings macht die Durchlässigkeit des Korkens den Wein gleichzeitig anfällig für Fremdgerüche. Da der Korken Luft und damit potenziell auch Geruchsmoleküle in die Flasche lassen kann, besteht das Risiko, dass unerwünschte Aromen den Wein beeinträchtigen. Besonders heikel sind Essensgerüche. Insbesondere wenn der Wein in Wohnräumen nahe der Küche gelagert wird.

In Räumen und Kellern, in denen Sie Wein lagern, sollten die folgenden potenziellen Quellen für Fremdgerüche vermieden werden:

  • Schimmel und Feuchtigkeit
  • Chemikalien (z. B. Farben, Lösungsmittel, Reinigungsmittel)
  • Essensgerüche (z. B. von Zwiebeln, Knoblauch, Gewürzen)
  • Kunststoffe und Gummigerüche
  • Tabakrauch
  • Haushaltsgerüche (z. B. Parfüms, Lufterfrischer, Haustiergerüche)

Damit der Wein bei optimaler Luftqualität lagert, verfügen alle Weinkühlschränke von Liebherr über leicht wechselbare FreshAir-Aktivkohlefilter, die Gerüche aller Art zuverlässig binden.

Des Weiteren verwenden wir nur hochwertige Materialien, ohne schädigende oder störende Gerüche. So gewährleisten die naturbelassenen Buchenholz-Borde, geruchlose Lacke und Kunststoffe – wie z. B. bei unseren wechselbaren Türdichtungen – reine Luft für Ihre Weine.

Aktivkohlefilter im Liebherr-Weinkühlschrank schützt Weinflaschen zuverlässig vor Fremdgerüchen.
Weinflaschen dunkel lagern – Schutz vor schädlichem UV-Licht für optimale Qualität und Aroma.

Wein lichtgeschützt dunkel lagern

Licht, insbesondere das ultraviolette Spektrum, ist schädlich für Wein. UV-Licht löst ungewollte biochemische Prozesse aus, die das Aroma des Weines beeinträchtigen. In Frankreich gibt es dafür einen Begriff: „Goût de Lumière“ – deutsch: Lichtgeschmack.

Um den Einfluss von schädlichen UV-Strahlen zu minimieren, sind die Glastüren aller Liebherr Weinkühlschränke mit speziellem UV-beständigen Isolierglas ausgestattet. Der Innenraum wird gleichmäßig mit hochwertigen LEDs ausgeleuchtet, deren Lichtspektrum keine schädlichen UV-Strahlen enthält. Dank der minimalen Wärmeentwicklung der LEDs können Weine auch über einen längeren Zeitraum beleuchtet präsentiert werden, ohne die Temperatur des Weins zu beeinflussen.

Wein ruhend lagern

Wein sollte ruhend gelagert werden. Vibrationen, gleich einer unsichtbaren Kraft, beschleunigen die biochemischen Reaktionen im Wein, was zu einer vorzeitigen Alterung führt. Die Ruhe ist der Wächter des Weines. Speziell von unseren Ingenieuren entwickelte, sorgen äußerst vibrationsarme Kompressoren bei Liebherr-Weinkühlschränken für eine ruhende Lagerung von Wein. Das gesamte Kältesystem ist schwingungsgedämpft verbaut, sodass die Übertragung von schädigenden Vibrationen verhindert wird. Dadurch sind unsere Weinkühlschränke auch sehr leise.

Die SoftSystem-Schließdämpfung sorgt für ein besonders sanftes Schließen der Tür und verhindert schadende Erschütterungen.

Auf den stabilen, handgefertigten Holzborden kann der Wein in Ruhe reifen. Die Holzborde sind optimal auf die sichere Lage von Bordeauxflaschen abgestimmt.

Reifezeit von über 5 Jahren: Qualitativ hochwertigen Wein lagern

Je höher die Qualität eines Weines ist, umso wichtiger sind die Lagerbedingungen. Qualitätswein, Selektion, Spitzenwein aus Top-Jahrgängen und Prädikatswein müssen sorgfältig unter möglichst idealen Bedingungen gelagert werden, damit sie ihre feinen charakteristischen Aromen entwickeln und ihr volles Potenzial entfalten.

In einem unterirdischen Weinkeller herrschen nahezu optimale Lagerbedingungen. Von Natur aus ist die Temperatur konstant und die Luft ausreichend feucht. Allerdings sollten Temperatur, Luftfeuchtigkeit und eventuell auftretende Gerüche in einem Weinkeller sorgfältig überwacht und wenn nötig angepasst werden.

Eine effiziente Alternative, die keine Kompromisse bei der Qualität der Lagerung macht, bietet ein hochwertiger Weinkühlschrank. Weinkühlschränke von Liebherr sorgen dank präziser Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle sowie Aktivkohlefilter für ideale Lagerbedingungen. Mit der SmartDevice-App werden Sie benachrichtigt, wenn die Lagerbedingungen wegen äußerer Einflüsse abweichen.

Wie lange kann man Wein lagern?

Die Lagerfähigkeit von Wein ist von vielen Faktoren abhängig. Sowohl die Beschaffenheit des Weines selbst als auch die Lagerbedingungen wirken sich darauf aus, wie lange Wein gelagert werden kann.

Die folgenden Eigenschaften und Inhaltsstoffe von Wein bestimmen, wie lange ein Wein gelagert werden kann:

  • Tannine: Diese Gerbstoffe, die vor allem in Rotweinen vorkommen, wirken konservierend und geben dem Wein Struktur. Je höher der Tanningehalt, desto besser ist der Wein in der Regel lagerfähig.
  • Säuregehalt: Säure wirkt ebenfalls konservierend und verleiht dem Wein Frische. Weine mit hohem Säuregehalt, wie zum Beispiel Riesling, können daher länger gelagert werden.
  • Extrakt: Der Extraktgehalt beschreibt die Menge an nicht-flüchtigen Stoffen im Wein, wie zum Beispiel Zucker, Glycerin und Farbstoffe. Weine mit hohem Extraktgehalt haben ein komplexeres Aroma und sind meist langlebiger.
  • Alkoholgehalt: Ein hoher Alkoholgehalt wirkt ebenfalls konservierend und kann die Lagerfähigkeit des Weines verbessern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, Weine mit viel Tannin, Säure, Extrakt und Alkohol können meist länger aufbewahrt werden. Für genaue Informationen sollten Hinweise auf dem Etikett beachtet oder Fachpersonal im Weinhandel gefragt werden.

Weißwein, Rosé und Rotwein im Glas – verschiedene Weinsorten stilvoll lagern und genießen.

Wie unterscheiden sich die Weinsorten bei der Lagerfähigkeit?

Ob vollmundiger Rotwein, frischer Weißwein, eleganter Rosé oder gereifter Spitzenwein – sie alle teilen dieselben Ansprüche an ihre Lagerumgebung. Eine konstante Temperatur von 10 bis 12 °C, ausreichende Luftfeuchtigkeit, Dunkelheit und Ruhe. Zudem sollte der Wein vor Fremdgerüchen geschützt werden. Unter diesen Bedingungen wird jeder Wein, unabhängig von seiner Sorte, optimal reifen.

Lagerfähigkeit nach Weinsorten

Je höher sein Tannin-, Säure, Extrakt und Alkoholgehalt ist, umso länger kann man Rotwein lagern. Rotwein in guter Qualität kann 5 bis 10 Jahre gelagert werden. Sehr Hochwertige Rotweine mit entsprechender Struktur können jahrzehntelang gelagert werden.

Je mehr Tannin, Säure, Extrakt und Alkohol im Weißwein sind, umso länger kann er gelagert werden. Viele Weißweine sind für den frühen Genuss innerhalb von 1 bis 5 Jahren nach der Herstellung bestimmt. Es kann jedoch auch gezielt Weißwein gekauft werden, der länger gelagert werden kann.

Roséweine sind in der Regel für den Genuss in ihrer Jugend konzipiert und zeichnen sich durch ihre frischen, fruchtigen Aromen aus. Ihre Haltbarkeit ist im Vergleich zu vielen Rot- und Weißweinen kürzer. Roséweine ähneln in ihrer Lagerfähigkeit eher Weißweinen. Die meisten Roséweine sollten innerhalb von 1 bis 2 Jahren nach der Herstellung getrunken werden.

Geöffnete Weinflaschen lagern

Liebherr Weinkühlschrank mit aufrecht liegenden Weinflaschen auf Holzablagen für optimale Lagerung.

Die Lagerung von geöffneten Weinflaschen unterscheidet sich signifikant von der Lagerung geschlossener Weinflaschen. Geöffneter Wein kommt mit Sauerstoff in Kontakt, was den Alterungsprozess. Bei geschlossenen Weinflaschen ist der Kontakt mit Sauerstoff minimal. Einmal geöffnet, beginnt der Wein zu oxidieren, was den Geschmack und die Qualität beeinflussen kann.

So bewahren Sie die Qualität von offenen Weinen:

  • Möglichst niedrige Temperatur: Offener Wein sollte möglichst kühl gelagert werden, um die Oxidation zu verlangsamen. Das gilt auch für Rotwein.
  • Weinflasche luftdicht verschließen: Es ist wichtig, die Flasche so luftdicht wie möglich zu verschließen. Ein Schraubverschluss oder ein spezieller Weinverschluss, der einen Vakuumverschluss erzeugt, können dabei helfen, den Kontakt des Weines mit Sauerstoff zu minimieren.

Die Haltbarkeit von offenem Wein variiert je nach Weintyp:

  • Weiß- und Roséweine: Diese Weine halten sich geöffnet im Kühlschrank in der Regel 3 bis 5 Tage, bevor sie merkliche Geschmacksveränderungen aufweisen.
  • Rotweine: Aufgrund ihres höheren Tanningehalts können Rotweine etwas länger haltbar sein; oft halten sie sich geöffnet 3 bis 6 Tage.
  • Süßweine und verstärkte Weine: Diese können dank ihres hohen Zuckergehalts und/oder Alkoholgehalts oft länger halten, manchmal bis zu mehreren Wochen nach dem Öffnen.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Angaben Richtwerte sind. Wie lange offener Wein gelagert werden kann, variiert je nach spezifischen Bedingungen und Weinvariante.

Sollte man Weinflaschen liegend oder stehend lagern?

Häufig wird empfohlen, Weinflaschen mit Naturkork liegend zu lagern, damit der Korken feucht bleibt und die Flasche dicht verschließt. Wissenschaftlich belegt ist dieser Effekt jedoch nicht.

Ein praktischer Vorteil der liegenden Lagerung: Es lassen sich deutlich mehr Flaschen platzsparend aufeinander stapeln als nebeneinander stehend. Wer hingegen nur wenige Flaschen lagert oder diese regelmäßig entnimmt, kann auch die stehende Lagerung in Betracht ziehen.

Fazit: Je nach Platzangebot und Lagerziel können Weinflaschen sowohl stehend als auch liegend gelagert werden.

Wein zu Hause lagern: So schaffen Sie ideale Bedingungen

Die Vorstellung, Wein zu Hause zu lagern, ruft oft Bilder von charmanten, traditionellen Weinkellern hervor. Doch ein Weinkeller ist mehr als nur ein Lagerort – er erzählt Geschichten von besonderen Momenten, Reisen und Begegnungen. Die konstante Kühle, leichte Feuchtigkeit und Ruhe machen ihn zum idealen Ort für die Reifung hochwertiger Weine.

Doch auch außerhalb des Kellers lassen sich gute Bedingungen schaffen: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, UV-Schutz, Geruchsneutralität und Vibrationsfreiheit sind entscheidend. Ein Weinregal in Küche oder Esszimmer ist meist ungeeignet, da dort konstante Bedingungen schwer zu gewährleisten sind.

Eine kontrollierte Lagerlösung – etwa ein Weinkühlschrank – bietet eine elegante und effiziente Alternative für die fachgerechte Weinlagerung.

Person öffnet Weinkühlschrank mit mehreren Flaschen und Karaffe für stilvolle Weinlagerung zuhause.

Was sollte man bei der Weinlagerung im Kühlschrank beachten?

Der Kühlschrank ist nur bedingt geeignet, um Wein zu lagern. Mit Maß und Ziel richtig umgesetzt, kann es Sinn ergeben, Wein für eine gewisse Zeit im Kühlschrank zu lagern. Sowohl für Weißwein, Rosé als auch für Rotwein. Für eine längere Lagerung ist der Kühlschrank jedoch nicht geeignet.

Bei offenen Weinen verlangsamt die niedrige Temperatur im Kühlschrank die Oxidation und Reifung, wodurch sich die frische Haltbarkeit um etwa 3 bis 6 Tage verlängert.

Die schwankenden Temperaturen und die leichten Vibrationen – etwa durch das Öffnen und Schließen der Tür oder durch den Kompressor – schaden dem Wein mehr, als sie ihm nützen. Gerüche von im Kühlschrank gelagerten Lebensmitteln können sich negativ auf das Aroma des Weins auswirken.

Weißwein und Rosé kann im Kühlschrank auf die ideale Trinktemperatur gekühlt werden. Dabei muss das Timing jedoch sehr gut sein, damit der Wein nicht zu kalt wird. Deutlich komfortabler und zielführender ist es, Weißwein und Rosé in einer Temperaturzone eines Weinkühlschranks zu temperieren. Sie können die Temperaturzone auf 10 °C einstellen und Ihren Weißwein oder Rosé perfekt temperiert genießen.

Das könnte Sie auch interessieren

Roséwein in Gläsern, Käse, Obst, Fleisch, Bruschetta und Burrata-Salat auf weißem Tisch, Hände darüber.

Darum sollte Essen nie süßer sein als Wein

Wein und Süßes richtig kombinieren: Erfahre, warum der Wein immer süßer als das Essen sein sollte – mit Tipps vom Sommelier. Jetzt clever genießen.

Sommelier gießt behutsam Rotwein aus einer Flasche in einen Dekanter.

Warum Wein dekantieren – und wie die Karaffe reinigen?

Erfahren Sie, warum das Dekantieren von Wein wichtig ist und wie Sie Ihre Karaffe richtig reinigen können.

Dunkle Weintrauben wachsend an den Reben.

Sulfite im Wein: Was bedeutet das?

Was sind Sulfite im Wein? Erfahren Sie, warum sie zugesetzt werden, welche Nebenwirkungen möglich und wie gefährlich Sulfite wirklich sind. Jetzt informieren.