Verzahntechnik und Automationssysteme

Im Produktsegment Verzahntechnik und Automationssysteme erwirtschaftete Liebherr im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 296 Mio. €. Das bedeutet einen Rückgang um 12 Mio. € bzw. 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr

Umsatz in Mio. €

von 308

- 3,9%

Beschäftigte

von 1.748

- 4,5%

Umsatzanteile nach Absatzregionen

  • 31,4%

    Europäische Union

  • 6,1%

    Nicht-EU-Länder

  • 24,7%

    Nordamerika

  • 1,0%

    Mittel- und Südamerika

  • 36,8%

    Asien und Ozeanien

  • 0,0%

    Afrika / Naher und Mittlerer Osten

Zurückhaltung in den Märkten

Sowohl im In- als auch im Ausland verharrte die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie auf niedrigem Niveau, wobei der heimische Markt besonders stark belastet war. Im Ausland zeigten sich leichte Stabilisierungstendenzen, gestützt durch Nachfrageimpulse in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierungslösungen, Service, Modernisierung bestehender Anlagen und Nachhaltigkeit. Die Automobilindustrie ist hingegen weiterhin von ausgeprägter Investitionszurückhaltung und einem tiefgreifenden strukturellen Wandel geprägt. Das Auftragsvolumen der Branche lag nochmals klar unter dem Vorjahr. Belastend wirkten zudem die Unsicherheiten im Welthandel durch die US-Zollpolitik und nachteilige Wechselkursentwicklungen.

Das Geschäftsjahr war insgesamt von rückläufigen Entwicklungen geprägt: Sowohl der Bereich Verzahntechnik als auch das Geschäft mit Automationssystemen sahen sich einem herausfordernden Marktumfeld gegenüber, was vor allem auf die anhaltende Schwäche der Automobilindustrie zurückzuführen ist. Regional ergab sich ein differenziertes Bild. In der Europäischen Union, insbesondere in Deutschland, war der Umsatz in beiden Bereichen deutlich rückläufig. In den Nicht-EU-Ländern zeigte sich hingegen ein freundlicheres Umfeld, getragen vor allem von einer robusten Entwicklung in der Schweiz und der Türkei. In Nordamerika konnten die Automationssysteme in den USA positive Akzente setzen, während die Region Mittel- und Südamerika in beiden Produktbereichen spürbare Rückgänge verzeichnete. Einfluss darauf hatte vor allem das brasilianische Marktumfeld. In der Absatzregion Asien und Ozeanien verlief das Geschäftsjahr in beiden Produktbereichen verhalten. Zwar zeigte sich die Verzahntechnik etwas stabiler als die Automationssysteme, insgesamt blieb die Nachfrage jedoch in beiden Bereichen unter den Erwartungen.

Bei den Verzahnwerkzeugen stellte Liebherr auf der EMO 2025 SkiveFinishing® vor, eine neue Technologie zur wirtschaftlichen Hartfeinbearbeitung von Innenverzahnungen.

Neue Technologien und Weiterführung zentraler Projekte

Ein Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für das Produktsegment lag auf der Maschinenplattform BK-D, die im laufenden Berichtsjahr 2026 abgeschlossen werden soll. Die erste Maschine der Plattform D befindet sich im Versuchsbetrieb, ebenso die neue Profilschleifmaschine LGP 2000, deren Software für großmodulige Zahnräder weiter optimiert wird. Auch in der Messtechnik wurden zentrale Arbeiten abgeschlossen, etwa ein überarbeitetes Gerätekonzept und verbesserte Prüffunktionen.

Bei den Verzahnwerkzeugen stellte Liebherr auf der EMO 2025, der Weltleitmesse der Produktionstechnologie, SkiveFinishing® vor. Die neue Technologie dient der wirtschaftlichen Hartfeinbearbeitung von Innenverzahnungen und wird nun in weiteren Kundenversuchen erprobt.

In der Automation lag der Fokus auf kostenoptimierten Lösungen wie dem weiterentwickelten RLS 2.0 sowie auf der technologisch anspruchsvollen Demontagezelle für Batteriepacks. Die Markteinführung wird momentan intensiv vorbereitet.

Basierend auf den derzeitigen Markttrends geht Liebherr für das Produktsegment im laufenden Geschäftsjahr von einem erneuten Umsatzrückgang aus.