
Matcha - Die Kunst des Grüntees
Ob als cremiger Latte, purer Tee oder stylishes Lifestyle-Getränk. Matcha ist längst mehr als ein Trend. Das intensiv grüne Pulver aus fein gemahlenem Tencha begeistert mit seinem besonderen Geschmack, seiner traditionsreichen Herkunft und den Inhaltsstoffen, die es von gewöhnlichem Grüntee unterscheiden. Viele fragen sich jedoch: Wie gesund ist Matcha wirklich, wie viel darf man täglich trinken und ist er vielleicht sogar eine sanfte Alternative zu Kaffee? In diesem Artikel erfahren Sie, welche Wirkung Matcha im Körper entfaltet, was eine sinnvolle Tagesmenge ist und worauf Sie bei Qualität, Zubereitung und Lagerung achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Gesundheit: Antioxidantien, mögliche Vorteile für kognitive Funktionen, Koffein + L-Theanin.
- Koffeinmenge: 1–2 Portionen täglich unbedenklich; 2 TL Matcha (4–6 g) sind bereits viel.
- Matcha vs. Kaffee: Schonender, gleichmäßiger Energieschub, potenziell besser verträglich.
- Verträglichkeit und Qualität: Täglicher Konsum möglich; auf hochwertigen, ungespritzten Matcha achten.
- Lagerung: Dunkel, trocken, luftdicht lagern; ungeeignet im Kühlschrank (außer aufgebrüht).
Wie gesund ist Matcha wirklich?

Matcha kann eine gute Alternative zum täglichen Kaffee darstellen.
Matcha ist fein gemahlener Tencha das ist besonders hochwertiger und schonend verarbeiteter Grüntee und wird in der traditionellen japanischen Teezeremonie verwendet. Es geht dabei um Achtsamkeit, Spiritualität und die genau festgelegte Reihenfolge der Zeremonie. Aber auch in Europa erlangt er immer mehr an Beliebtheit.
In Matcha sind neben dem Koffein, fettlösliche Vitamine, Ballaststoffe und Proteine, aber auch wasserlösliche Vitamine enthalten. Originaler Matcha besteht also eigentlich aus grünem Tee. Daher sind beispielsweise viele B Vitamine enthalten.
Matcha Tee wird in Studien eine positive Wirkung auf die kognitiven und kardiometabolischen Funktionen nachgesagt. Diese müssen jedoch weiter belegt werden. Man weiß, dass die enthaltenen sekundäre Pflanzenstoffe eine Rolle bei der antioxidativen und antiinflammatorischen Aktivität spielen. Das bedeutet, sie können Zellen schützen und Entzündungen im Körper vorbeugen. Gesundheitsbezogene Angaben zu Matcha sind aufgrund der derzeit noch unzureichenden Datenlage jedoch nicht zulässig.
Für die meisten gesunden Erwachsenen gelten etwa 1–2 Portionen Matcha (ca. 1–2 g pro Portion) pro Tag in der Regel als unbedenklich, solange keine Koffeinüberempfindlichkeit besteht. Zwei Teelöffel entsprechen etwa 4–6 g und sind damit bereits eine recht hohe Menge. Wer empfindlich auf Koffein reagiert oder Herz-Kreislauf-Probleme hat, sollte die Menge entsprechend reduzieren.
Sie sollten auch beachten, dass in Kaffee mehr Koffein enthalten ist und Sie es bei einer Unverträglichkeit auch einmal Matcha ausprobieren könnten. Denn das enthaltene L-Theanin verlangsamt die Aufnahme von Koffein. Dadurch beschreiben Konsument:innen den Energieschub im Allgemeinen als gleichmäßiger und länger anhaltend.
Ob Matcha nun gesünder ist als Kaffee, kann nicht ganz klar beantwortet werden. So wirken sich beispielsweise beide Getränke positiv auf die kognitive Funktion und Aufmerksamkeitsspanne aus. Diese sind aber vor allem auf das enthaltende Koffein zurückzuführen. Sobald es sich daher um hochwertige Produkte handelt und diese nicht im Übermaß (etwa 3 Tassen pro Tag sind unbedenklich) genossen werden, können sie teil Ihrer gesunden Ernährung sein.

Matcha ist fein gemahlener grüner Tee und liefert neben Koffein auch Vitamine, Ballaststoffe und Proteine.
Ist Matcha gut verdaulich?
Was bewirkt Matcha Tee im Körper nun wirklich und dürfen Sie ihn jeden Tag trinken?
Viele ersetzten ihren täglichen Kaffee Latte durch einen Matcha Latte. Dies ist eine gute Möglichkeit, da Kaffee durch seinen hohen Koffeingehalt und Säuregehalt für viele Menschen nicht gut verdaulich ist. Grüner Tee enthält zwar auch Koffein, ist im Allgemeinen aber besser verdaulich.
Gegen den täglichen Konsum spricht bei guter Verträglichkeit also nichts.
Lediglich sollten Sie darauf achten, ungespritzten Matcha zu erwerben, da das ganze Teeblatt vermahlt wird und Sie dementsprechend auch die chemischen Mittel konsumieren würden. Außerdem gibt es viele gesüßte Matcha-Pulver, die wie bei Kakao in warmer Milch aufgelöst werden können. Genau genommen sind diese aber gar kein traditioneller Matcha, denn dieser besteht ausschließlich aus zermahlenen Teeblättern. Achten Sie auf die verwendenden Inhaltsstoffe. Echter Matcha muss mit heißem Wasser aufgebrüht und mit einem Matcha Besen verrührt werden.

Wie lagert man Matcha am besten?
Matcha Tee sollten sie am besten dunkel kühl und trocken lagern. Im Kühlschrank ist seine Lagerung ungeeignet, denn dort würde das Pulver zu viel Feuchtigkeit aufnehmen und verklumpen.
Sie sollten Matcha stets dunkel lagern. Im grünen Tee befindet sich Chlorophyll, welches für die grüne Farbe verantwortlich ist. Durch Lichteinwirkung wird dieses schneller abgebaut und der Matcha würde an Qualität verlieren. Lichteinwirkung würde nicht nur die Farbe beeinflussen, sondern auch die lichtempfindlichen B-Vitamine und Aromastoffe gehen verloren.
Lagern Sie den Matcha am besten in einer luftdichten Metall- oder Keramikdose, dadurch werden Luftfeuchtigkeit und fremde Aromen vom Produkt ferngehalten.
Am besten können Sie die Haltbarkeit mit ihren eigenen Sinnen überprüfen. Tee hält sich bei der richtigen Lagerung jahrelang, lediglich seine Aromen können sich mit der Zeit reduzieren. Den noch nicht aufgebrühten Matcha, sollten sie aufgrund der Luftfeuchtigkeit nicht im Kühlschrank lagern. Nur der aufgebrühte Tee sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo er sich etwa drei Tage hält.


