Intensiver Komponenten-Test
Sandvik hat die Eignung der digitalen Smart-Kamera MDC3 für den Untertagebau ausgiebig getestet. Sie durchlief dabei auch einen anspruchsvollen Rütteltest und setzte sich als geeignetste Kamera durch. Dabei überzeugte sie auch bei starken Stoßbelastungen ohne Ausfälle oder Beeinträchtigungen.
Weiterentwicklung zur Tele-Remote-Operation
In Zukunft will Sandvik auch die Tele-Remote-Bedienung seiner Maschinen ermöglichen. Das erfordert eine hochauflösende und vor allem eine zuverlässige Rundumsicht – auch bei heftigen Vibrationen. Der Ausfall einer Kamera würde aufgrund des toten Winkels aus Sicherheitsgründen zu einer sofortigen Unterbrechung der Tele-Remote-Operation und somit zu Stillstandzeiten führen.
„Entscheidend bei der Kamerawahl waren neben der Robustheit auch die Themen Zuverlässigkeit und Latenz. Die bewährt verlässliche MDC3 ist in der Lage, die Bilder mit minimaler Verzögerung auf unsere Displays zu liefern. Das ist mit Blick auf eine zukünftige Tele-Remote-Operation essentiell“, ergänzt Uwe Restner. Ihre Zuverlässigkeit stellt die MDC3 zudem weltweit in herausfordernden Branchen wie Baumaschinen, Landwirtschaft oder Mining unter Beweis.
Einsatz in der Schweiz
In Bern (Schweiz) gräbt die Marti Tunnel AG mit einer Sandvik MT520 Teilschnittmaschine neue Kavernen für ein Bahnhof-Projekt. Die Maschine hat ein Einsatzgewicht von 115 Tonnen und eine Leistung von 537 kW. Die MT520 ist mit einem einzigartigen Teleskoparm ausgestattet, der einen Hohlraumbau mit einer Höhe von 7,1 Meter und einer Breite von 10,3 Metern ermöglicht.
Für eine komfortable Rundumsicht in der Fahrerkabine sorgen sechs Liebherr-Kameras, die auf der Maschine verteilt sind: zwei vorne mit Sicht auf den Teleskoparm, zwei seitlich und zwei weitere zur Rückraumüberwachung. Dank des integrierten Hochleistungsimagers liefert die MDC3 auch in sehr dunklen Umgebungen mit einer Beleuchtungsstärke von 1 Millilux alle erforderlichen Details auf das Display.
Wie groß die Anforderungen während des Schneidprozesses sind, zeigt eine innovative Lösung von Sandvik: Schmutzablagerungen aus Wasser und Staub würden eine Kristallisationsschicht auf der Kamera bilden und so den Blick der Kamera trüben. Der Untertage-Spezialist hat daher eine Luftdüse vor der Liebherr-Kamera installiert, um diese Verschmutzung zu verhindern.
Langfristige Verfügbarkeit
Die hochwertigen Maschinen von Sandvik sind trotz der herausfordernden Einsatzbedingungen für eine lange Lebensdauer von rund 20 Jahren ausgelegt, dies bei einer Auslastungsrate von bis zu 80 %. Hier ergänzen sich die Partner ideal, denn auch die robusten Liebherr-Komponenten überzeugen durch ein langes Leben.