Die seit 2015 erfolgreich bestehende Schulpartnerschaft zwischen der Liebherr-Verzahntechnik GmbH und dem Hildegardis-Gymnasium in Kempten erhielt den Wilhelm-Hübsch-Preis. Dieser Preis ehrt besonders innovative Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen. Das im Rahmen der Schulpartnerschaften der IHK Schwaben initiierte Projekt wurde jetzt mit einem herausragenden 2. Platz ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung fand am 07. März 2018 auf der IHK-Regionalversammlung Oberallgäu in Kempten statt. Markus Brehm, Regionalvorsitzender der IHK, zeichnete dabei drei besonders erfolgreiche und innovative Schulpartnerschaften in Schwaben mit dem Preis aus. Die Bewertungskriterien waren dabei unter anderem Innovation, Dauer, Dynamik, Berufsorientierung, Zielgruppenansprache und Transparenz.
Auch eine weitere, erfolgreiche Liebherr-Kooperation wurde von der IHK mit einem zweiten Platz sowie 3.500 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Rund 20 Schülerinnen und Schüler des Bodensee-Gymnasiums beschäftigten sich in dem Wahlfach Lego-Robotik mit der Programmierung von Robotern. Unter Anleitung von Auszubildenden der Liebherr-Elektronik GmbH beschäftigten sich die jungen Forscherinnen und Forscher genauer mit den Grundlagen der Robotik sowie der faszinierenden Technik, die hinter den Robotern steckt. Dabei wurden sie mit Rat und Tat von den Auszubildenden der Liebherr-Elektronik GmbH unterstützt, die die wöchentlichen Unterrichtsstunden lehr- und abwechslungsreich gestalteten.
Liebherr-Schulpartnerschaften begeistern Schüler für Technik
Die partnerschaftlichen Kooperationen zwischen Liebherr und den Bildungseinrichtungen sind genau diese Art von innovativen Projekten, die den Bogen zwischen Theorie und Praxis, zwischen Schule und Wirtschaft, spannen, dar. Ein außergewöhnlich kreatives Projekt darunter war das Liebherr-Race im Juli 2017. Von insgesamt 20 Schülerinnen und Schülern der Mittelstufe wurden mit Unterstützung von Liebherr echte Seifenkisten gebaut. Liebherr stellte dabei neben Anleitung und Bausatz einen Förderroboter zur Verfügung und unterstützte weiter durch Auszubildende aus dem Bereich Produktdesign.
Diese Kooperationen fördern besonders die praktischen Fähigkeiten und sollen die jungen Menschen für die Welt der Technik begeistern. Die Schüler lernen die regionale Liebherr-Gesellschaft nicht nur als Hersteller von qualitativ hochwertigen Produkten, sondern auch als Arbeitgeber mit spannenden Ausbildungsberufen und Karrieremöglichkeiten kennen.
„Gerade für duale Studiengänge und bestimmte Ausbildungsberufe ist es von Vorteil, auch Gymnasiasten für die Berufswelt zu gewinnen“, erklärt Hubert Hemmerle, Personalreferent der Liebherr-Verzahntechnik GmbH. Schulpartnerschaften wie diese unterstützen Unternehmen im Hinblick auf den Fachkräftemangel. Die Kooperationen in Kempten und Lindau sind daher für alle Beteiligten ein großer Gewinn.
Wilhelm-Hübsch-Preis ehrt herausragende Schulpartnerschaften
Der Wilhelm-Hübsch-Preis geht auf den Augsburger Unternehmer Wilhelm Hübsch zurück, der 1974 die Position des IHK-Präsidenten innehatte. In Gedenken an Hübsch, der sich stets für die Bildungsarbeit einsetzte, wurde ein Stiftungsfond über 121.000 € errichtet. Dieser wurde anlässlich des 175-jährigen Bestehens der IHK komplett für das Projekt der Schulpartnerschaften ausgeschüttet. Seit 2013 gibt es über 260 verschiedene Schulpartnerschaften in allen elf Regionen der IHK, davon 27 in der Region Kempten und Oberallgäu.

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