News | 24.07.2020
News | 24.07.2020
Die Liebherr-Elektronik GmbH und die Universität Tübingen erforschen effiziente maschinelle Lernverfahren für den Einsatz in echtzeitkritischen Automatisierungsaufgaben. Geleitet wird die von Liebherr geförderte Kooperation von Prof. Dr. Enkelejda Kasneci, Inhaberin des Lehrstuhls für Mensch-Maschine Interaktion. „Die Grundlagenforschung auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz und insbesondere des maschinellen Lernens schreitet rasant voran. Unser Ziel und Anspruch ist es, die neuesten Forschungsergebnisse für die Wirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes zugänglich und nutzbar zu machen. Innerhalb des Cyber Valley Ökosystems gelingt es uns so, mit exzellenten Partnern die Kluft zwischen Theorie und Praxis zu überbrücken“, so Enkelejda Kasneci.
Seit einem Jahr arbeitet die Liebherr-Elektronik GmbH bei der Smart-Sensor-Entwicklung eng mit dem Lehrstuhl für Mensch-Maschine-Interaktion der Universität Tübingen zusammen. Mit dem Start dieses gemeinsamen Forschungsvorhabens soll diese Kooperation nun langfristig auf eine breitere Basis gestellt werden.
„Der Herausforderung sich schnell verändernder Technologietrends, bei gleichzeitig komplexeren Anforderungen an eine echtzeitfähige Datenanalyse, können wir mit leistungsstarken Machine-Learning-Methoden am effizientesten begegnen“, so Andreas Koch, Head of Sensor Technology der Liebherr-Elektronik GmbH. Liebherr setzt schon heute Algorithmen auf Basis maschineller Lernverfahren in ihren Produkten ein. Der Software-Anteil von KI-basierten Algorithmen in Elektroniksystemen wird in den kommenden Jahren aufgrund von teil- und vollautomatisierten Funktionen in mobilen Arbeitsmaschinen deutlich wachsen. Durch das von Liebherr-Elektronik geförderte Forschungsvorhaben für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren sollen nachhaltige Aktivitäten im Bereich der Künstlichen Intelligenz weiter ausgebaut werden.
Die Kooperation entsteht im Umfeld der Cyber Valley Initiative, Europas größter Forschungskooperation auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz mit Partnern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Universität Tübingen ist neben der Universität Stuttgart und dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme Forschungspartner und Gründungsmitglied von Cyber Valley. Die Universität Tübingen richtet hierfür mindestens fünf Professuren und weitere zusätzliche Nachwuchsgruppen ein und ist an der Ausbildung der Doktorandinnen und Doktoranden in der International Max Planck Research School „Intelligent Systems“ beteiligt. Die Initiative ist in der Region Stuttgart-Tübingen ansässig und wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

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