22.10.2021 Drittes Liebherr-Muskelpaket für Felbermayr

  • Dritter Liebherr-Raupenkran LR 11000 an Felbermayr ausgeliefert
  • Kranbolide baut Windpark im Osten Österreichs
  • Neuerwerb mit allen Innovationen der Raupenkrantechnologie ausgestattet

Ein blau lackierter Liebherr-Raupenkran vom Typ LR 11000 hat in diesem Frühsommer die Werkshallen in Ehingen verlassen. Sein Ziel: Österreich. Sein Job: Windkraft-Bau. Sein neuer Besitzer: Die Felbermayr Holding GmbH. Es ist bereits der Dritte dieser modernen 1000-Tonnen-Krane, die der europaweit tätige Familienbetrieb nun in Dienst gestellt hat. Der hubstarke Raupenkran wurde mit allen modernen Features geliefert: darunter der teilbare Schwebe-Ballast VarioTray und der hydraulisch verstellbare Klapprahmen V-Frame. Felbermayr hat mit einem LR 1800-1.0 bereits einen weiteren Liebherr-Großkran bestellt. Die Auslieferung steht kurz bevor.

Zukunftsfähig: Der neue Raupenkran LR 11000 von Felbermayr überzeugt im Windpark.

Zukunftsfähig: Der neue Raupenkran LR 11000 von Felbermayr überzeugt im Windpark.

Zukunftsfähig: Der neue Raupenkran LR 11000 von Felbermayr überzeugt im Windpark.

Im österreichischen Burgenland wird derzeit am Repowering eines bestehenden Windparks gearbeitet. Auf den weitläufigen Feldern an der Grenze zur Slowakei werden alte, kleinere Windenergieanlagen demontiert, um Platz für modernere Anlagen zu schaffen. Am Bau der neuen, bedeutend mächtigeren Windräder arbeitet seit Juli der fabrikneue Liebherr-Raupenkran LR 11000 von Felbermayr. Dabei werden insgesamt zehn Anlagen mit einem Rotordurchmesser von 138 Metern und einer Leistung von 4,2 Megawatt aufgestellt.

Aufwärts: Die Nabe geht am Kranhaken des LR 11000 nach oben. In 160 Metern Höhe wird das Bauteil montiert. Die drei Rotorblätter liegen schon auf dem Baufeld bereit.

Aufwärts: Die Nabe geht am Kranhaken des LR 11000 nach oben. In 160 Metern Höhe wird das Bauteil montiert. Die drei Rotorblätter liegen schon auf dem Baufeld bereit.

Aufwärts: Die Nabe geht am Kranhaken des LR 11000 nach oben. In 160 Metern Höhe wird das Bauteil montiert. Die drei Rotorblätter liegen schon auf dem Baufeld bereit.

Ausgestattet ist der nagelneue 1000-Tonnen-Kran mit einem 168 Meter langen Gittermast, einem Derrickausleger und der für Montagen im Windpark prädestinierten F2-Spitze – 15 Meter lang und leicht abgewinkelt. Damit lassen sich die oberen Komponenten der Windräder mit ihren beachtlichen Nabenhöhen von 160 Metern mit ausreichend Raum zum Manövrieren der einzelnen Bauteile sicher montieren.

Die schwersten Komponenten und somit die größten Lastfälle für den LR 11000 stellen der Stator und auch der Rotor dar, aus welchen der Generator zusammengesetzt wird. Rund 88 Tonnen Bruttolast hängen bei den Montagen dieser Teile jeweils am Kranhaken. Für ausreichend Standfestigkeit des Raupenkrans bei diesen Lasten, einer Hubhöhe von 160 Metern und einer erforderlichen Ausladung von rund 32 Metern sorgen insgesamt 380 Tonnen Zentral-, Schwebe- und Drehbühnenballast. Weitere 450 Tonnen stehen auf der Baustelle bereit. Sie werden jedoch nur zum Aufrichten oder Ablegen des gewaltigen Gitterauslegers benötigt und können innerhalb weniger Minuten mit der Schwebeballast-Palette verbolzt werden.

Kompakt, modern, stark: Der neue LR 11000 von Felbermayr ist mit allen innovativen Features ausgestattet. VarioTray und V-Frame sparen der Kranmannschaft viel Zeit beim Arbeiten.

Kompakt, modern, stark: Der neue LR 11000 von Felbermayr ist mit allen innovativen Features ausgestattet. VarioTray und V-Frame sparen der Kranmannschaft viel Zeit beim Arbeiten.

Kompakt, modern, stark: Der neue LR 11000 von Felbermayr ist mit allen innovativen Features ausgestattet. VarioTray und V-Frame sparen der Kranmannschaft viel Zeit beim Arbeiten.

Nur sechs Tage für Umzug zu neuem Baufeld

Wenn das Wetter mitspielt, erledigen Kranmannschaft und Montageteam den Aufbau einer Windenergieanlage auf den bereits erstellten 85 Meter hohen Grundturm in etwa vier Tagen. Anschließend wird der LR 11000 abgebaut und zur nächsten Baustelle im Windpark transportiert. Das von Liebherr stets weiterentwickelte Handling beim Rüsten seiner Raupenkrane macht sich beim Umzug des 1000-Tonnen-Raupenkrans deutlich bemerkbar: Nur etwa sechs Tage vergehen nach der Montage des letzten Rotorblatts bis der Raupenkran wieder fertig gerüstet auf dem neuen Baufeld zugbereit steht.

Durchdacht: Die 15 Meter lange Gitterspitze am 168 Meter langen Ausleger ermöglicht ein sicheres Hantieren mit den oberen Bauteilen der Windenergieanlage bei der Montage. Unser Bild zeigt den Einbau der Nabe.

Durchdacht: Die 15 Meter lange Gitterspitze am 168 Meter langen Ausleger ermöglicht ein sicheres Hantieren mit den oberen Bauteilen der Windenergieanlage bei der Montage. Unser Bild zeigt den Einbau der Nabe.

Durchdacht: Die 15 Meter lange Gitterspitze am 168 Meter langen Ausleger ermöglicht ein sicheres Hantieren mit den oberen Bauteilen der Windenergieanlage bei der Montage. Unser Bild zeigt den Einbau der Nabe.

Der Liebherr LR 11000 ist für Felbermayr sowohl für Jobs in Windparks als auch bei Industrie-Einsätzen ein inzwischen nicht mehr wegzudenkendes Werkzeug. Es stellt das stärkste Hebezeug im beeindruckend großen Kranpark des Unternehmens. Im Sommer 2014 wurde eines der ersten Exemplare davon an die österreichische Firmengruppe ausgeliefert. Auch war der traglaststeigernde Doppelausleger „Power-Boom“ erstmals an einem blauen LR 11000 von Felbermayr zu sehen. Damals hing ein knapp 200 Tonnen schweres Maschinenhaus am Haken und einer der damals gewaltigsten Flügelsterne mit einem Durchmesser von 152 Metern wurde am Stück von dem Raupenkran montiert.

Schwerlast, Megatransporte, gewaltige Infrastruktur- und Spezial-Projekte – all das und noch viel mehr findet sich im Portfolio der Firmengruppe Felbermayr, deren Krane und Maschinen mit der markant blauen Firmenlackierung in Österreich häufig anzutreffen sind. Vor allem in die Länder Osteuropas hat sich das Unternehmen in den vergangenen 30 Jahren stark ausgedehnt. Europaweit gehören aktuell insgesamt 72 Standorte in 19 Ländern zum Familienunternehmen Felbermayr.