Mit einem anspruchsvollen Job startete der neue Liebherr Raupenkran LR 1750/2 der Fanger Kran AG bei seinem Ersteinsatz in der Zentralschweiz nahe Luzern. Beim Wechsel eines 30 Meter langen Zylinders stemmte der Kran eine Bruttolast von rund 270 Tonnen. Bei engsten Platzverhältnissen in der Produktionsanlage eines Herstellers für Holzwerkstoffe konnte der Auftrag nur durch Verfahren des Krans unter Last bewerkstelligt werden.
Mit der Anschaffung dieses neuen, starken Raupenkrans der 750-Tonnen-Klasse stößt die Fanger Kran AG in eine neue Dimension der in der Schweiz stationierten Hebezeuge vor. Gleichzeitig bleibt das Familienunternehmen damit einer Tradition treu: schon beim Erwerb eines Liebherr-Krans vom Typ LR 1400 im Jahr 1997 konnte Fanger den damals stärksten Raupenkran der Schweiz präsentieren. Damit wurden die Hebearbeiten vieler großer schweizerischen Projekte wie Brücken- und Tunnelbauten durchgeführt. Das Neugerät soll den fast zwanzig Jahre alten Kran nun ersetzen.
Gleich beim ersten Einsatz mit dem neuen Raupenkran war das Fanger-Team um Projektleiter Josef Waser mit einer kniffligen Aufgabe konfrontiert. Unter schwierigen Platzverhältnissen und unter Zeitdruck musste der Tausch eines mächtigen Zylinders in der Produktionsanlage eines Holzwerkstoff-Herstellers vorgenommen werden. Weil für die Dauer der Arbeiten die Produktion des Werkes ausgesetzt werden musste, war ein rascher und reibungsloser Ablauf äußerst wichtig für den Kunden.
Vor dem Aushub des alten Zylinders aus der Anlage musste zunächst eine Hilfsbühne eingehoben und installiert werden. Nachdem die Stahltrommel aus der Anlage auf dieses Gerüst gezogen war, konnte das rund 30 Tonnen schwere Gehänge an die Last angeschlagen werden. Um die gigantische Röhre aus der Produktionsanlage zu heben, mussten die Ausladung von 31 Meter leicht verringert und die insgesamt 270 Tonnen zunächst auf 64 Meter Hakenhöhe gezogen werden. Erst dann setzten die Raupenträger sich behutsam in Bewegung. Während der Kran die rund 15 Meter lange Strecke zurücklegte, wurde der gewaltige Stahlzylinder über Silos und Werkshallen geschwenkt und anschließend abgesetzt.
Hierfür sowie für den Einbau des neuen Bauteils zwei Tage später, war der Raupenkran LR 1750/2 mit der beachtlichen Menge von 575 Tonnen Ballast ausgestattet. Allein die am Derrickausleger hängende Palette des Schwebeballasts war mit 360 Tonnen nahezu maximal bestückt.

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