Mobil- und Raupenkrane

12 Minuten - Magazin 02 | 2024

Chapeau la France!

Fünf Jahre nach dem Brand – Liebherr-Mobilkrane beim Wiederaufbau von Notre-Dame

Weit ragt der LTM 1120-4.1 über das Kirchen-schiff hinaus. Mit seiner 19 Meter langen, hydraulisch verstellbaren Doppelklappspitze am Teleskopausleger ist der Kran in der Lage, trotz der Positionierung an der Kirchenwand, seine Lasten auch auf große Entfernungen zu transportieren.

Das Licht des Vollmondes und die hell erleuchteten Gerüstflächen bescherten uns und auch der fotografierenden Radfahrerin am unteren Bildrand dieses stimmungsvolle Motiv. Imposant wirkt die 66 Meter lange Gitterspitze des LTM 1350-6.1.

Direkt an der Gebäudekante

Liebherr-Kran rettet Apostel

Brandzeichen: Noch im Sommer 2023 hängen immer wieder Steinblöcke mit Spuren des Feuers in großen Netzen an den Kranhaken. Diesen behauenen Quader hat der rechts abgebildete LTM 1120-4.1 aus dem Inneren der Kathedrale geholt. Zwei dieser kompakten und wendigen Liebherr-Krane sind hier eingesetzt. Die variable Abstützbasis erlaubt den Aufbau der Fahrzeuge innerhalb des schmalen Streifens zwischen Gebäude und Bauzaun. Und durch den verstellbaren Ballastradius VarioBallast® ist ein Schwenken auch bei diesen Platzverhältnissen möglich.

Viereinhalb Jahre nach dem Inferno ragt die Turmspitze von Notre-Dame wieder in den Himmel. Hier hebt ein LTM 1350-6.1 das letze Teil des originalgetreu rekonstruierten Vierungsturms in die Höhe. Einige Tage später folgen das Kreuz und der vergoldete Hahn, der nun wieder in fast hundert Metern Höhe über der Île de la Cité thront. In seinem Bauch trägt er Reliquien und eine Schriftrolle mit den Namen von rund 2.000 Personen, die am Wiederaufbau der Kathedrale beteiligt waren.

„La Flèche“ zu Weihnachten

Wiederaufbau: Blickt man vom berühmten Stadtteil Marais aus über die Seine in Richtung Süden, gehören die geschäftigen Liebherr-Krane mit ihren Lasten nun seit über zwei Jahren zur Silhouette der beiden mächtigen Steintürme von Notre-Dame. Sie blieben von der Brandkatastrophe weitgehend verschont.

„Die Enge ist eine große Herausforderung“

Victor Dartus: „Unsere Mission ist noch nicht ganz erfüllt.“

Zum Jahresende ist wohl Schluss

On y va – auf gehtʼs. Der Blick auf die Uhr ist obligatorisch bei unserem kleinen Fototermin mit den Kranführern Christophe (links) und Axel in einem charmanten Bistro nahe Notre-Dame. Der Job wartet.

Die Baustelle der Restaurierung von Notre-Dame de Paris verfolgen:

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