
3 Minuten - Magazin 01 | 2026
Virtuell üben, real meistern
Anstatt bei praller Sonne und extremer Wüstenhitze zu arbeiten, trainieren Kranfahrer nun komfortabel und klimatisiert ohne Hitzestress und Schweißperlen. Für die Ausbildung bedeutet die maximale Aufmerksamkeit weniger Risiken, höhere Leistung und geringere Kosten.
Eine digitale Lösung für die Kranfahrerausbildung
Al Faris, eines der führenden Unternehmen für Krane und Schwertransporte mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wandte sich mit dem Bedarf an praxisnaher und effizienter Schulung für seine Kranführer an Liebherr. Liebherr reagierte mit einer risikofreien und leistungsstarken Trainingslösung, die höchsten Sicherheitsstandards entspricht: dem Kransimulator.

Liebherr entwickelte den Kransimulator gemeinsam mit Tenstar Simulation, einem Unternehmen mit Expertise im Fachgebiet Simulationstechnik. Die revolutionäre 4D-Simulationslösung besteht aus einem Fahrersitz auf einer beweglichen Plattform, ausgestattet mit Pedalen, Meisterschaltern sowie drei großen Bildschirmen – ergänzt durch Virtual Reality. Das seit Ende 2024 verfügbare Trainingssystem ermöglicht effektive 4D-Schulungen und unterstützt Kranbetreiber bei der Ausbildung ihrer Kranfahrer. Das Interesse an dem Simulator ist weltweit groß.
Al Faris setzt den Kransimulator seit 2024 ein und betreibt mittlerweile zwei Stück davon. Angesichts des heißen Wüstenklimas und des Fachkräftemangels vor Ort hat sich der Simulator als ideale Lösung erwiesen. Hillary Pinto, Geschäftsführer von Al Faris erklärt: „Der Kransimulator ist die optimale Lösung für uns. Er befindet sich in einem klimatisierten Raum, in dem sich die Kranfahrer voll auf die Ausbildung konzentrieren können. Die Funktionalität ist hervorragend, alle zentralen Kranfunktionen sind trainierbar.“

Screenshot aus dem Simulator: Hochrealistische und detaillierte Einsatzumgebung
Immersive Trainingsumgebung
Der Simulator bildet eine realistische Umgebung nach. Die Bediener profitieren von einer immersiven Schulungserfahrung: Das Programm ist in 25 Sprachen verfügbar und bietet verschiedene Tutorials, um sämtliche Kranfunktionen zu trainieren. Dazu zählt das Drehen, Heben, Teleskopieren und Wippen des Auslegers, ebenso wie das Abstützen des Krans und das Handling der Hakenflasche. Ein weiterer Vorteil sind die geringen Betriebskosten im Vergleich zu einer herkömmlichen Maschine. Da der Simulator elektrisch betrieben wird, trägt er zu einer positiven CO₂-Bilanz bei. Zudem steigert sich die Uptime der Krane im Fuhrpark des Unternehmens.Pinto betont: „Wir legen großen Wert auf Sicherheit und eine qualitativ hochwertige Ausführung aller Arbeiten. Dazu müssen wir unsere Mitarbeitenden umfangreich schulen. Der Simulator bietet gleichzeitig ein realitätsnahes und risikofreies Trainingserlebnis. Die Bedienung ist ausgezeichnet, das Steuergefühl authentisch.“ Mit dem Kransimulator können die Kranfahrer grundlegende Erfahrungen sammeln. Sie wenden die LICCON2-Kransteuerung an, führen Arbeitsabläufe durch und entwickeln ein Gefühl für den Kran und dessen Funktionsweise. Zusätzliche Unterstützung erhält Al Faris bei der Ausbildung der Kranfahrer durch lokale Trainingszentren in Dubai und Saudi-Arabien.
Vielseitigkeit und Multi-Maschinen-Training
Der Simulator ist nicht nur für Mobilkrane verfügbar – auch für Liebherr-Erdbewegungsmaschinen wie Bagger oder Radlader sind Programme verfügbar. Zudem können über die Multi-Maschinen-Umgebung mehrere Simulatorplätze in einer Standortumgebung miteinander vernetzt werden. Dadurch besteht sogar die Möglichkeit, den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Maschinen auf einer Baustelle sicher zu trainieren.
Premium-Hardware für realistische Simulation
Die mobile Einheit mit 3-DOF-Bewegungsbasis vermittelt ein authentisches Fahrgefühl. Drei 43-Zoll-LED-Bildschirme und ein Touchscreen sorgen für umfassende Sicht und intuitive Bedienung. Der Simulator verfügt über einen professionellen Fahrersitz, ein Lenkrad und Doppelpedale. Hochwertige Joysticks, Head-Tracking und eine VR-Brille (Pico Ultra Enterprise) erhöhen den Realismus.
Dieser Artikel erschien im UpLoad Magazin 01 | 2026.




