
Ein kleines Stück Paris hat sich ein rüstiger Franzose in seiner Heimat, fern der Hauptstadt, nachgebaut. In Sainte-Marie-aux-Mines, einem beschaulichen Städtchen in den Vogesen, erhebt sich seit Kurzem ein für diese Gegend außergewöhnliches Bauwerk: eine 30 Meter hohe Replik des Eiffelturms – exakt im Maßstab 1:10. Der Turm orientiert sich am Erscheinungsbild des Pariser Originals bei seiner Eröffnung zur Weltausstellung im Jahr 1889 – Geschichte im Kleinformat. Errichtet wurde das beeindruckende Monument von einem 78-jährigen Rentner. Und von einem Liebherr-Mobilkran des französischen Unternehmens Mediaco.

Wer sich einmal durch die beeindruckend lange Liste der weltweiten Eiffelturm-Nachbauten auf Wikipedia scrollt, merkt schnell: Nicht alle Nachbildungen nehmen es allzu genau mit dem Original an der Seine. Viele der Kopien sind – sagen wir mal – eher inspiriert statt maßstabsgetreu.
Nicht so beim Miniaturturm von Jean-Claude Fassler aus Sainte-Marie-aux-Mines, einem kleinen Ort in den Vogesen. Für den 78-jährigen Metallbauer im Ruhestand hatte Präzision bei der Verwirklichung seines Lebenstraums höchste Priorität. Acht Jahre lang tüftelte er an seinem eigenen Eiffelturm im Maßstab 1:10, basierend auf Kopien der Originalpläne aus dem Büro von Gustave Eiffel. Unterstützt wurde er dabei von seinem Enkel Kilian. Die beiden nutzten die Maschinen des familieneigenen Metallbaubetriebs, den Fassler vor 50 Jahren gegründet und längst in die nächste Generation übergeben hat. Aus zehntausenden Einzelteilen entstand Stück für Stück ein beeindruckendes Miniatur-Wahrzeichen. Im vergangenen August war es schließlich soweit: Ein Liebherr-Mobilkran hievte die vormontierten Elemente an ihren Platz. Seither ragt in den Vogesen ein kleiner, 30 Meter hoher Eiffelturm in den Himmel.
Fassler blieb den Vorlagen möglichst bis ins Detail treu. Selbst die Farbgebung entspricht dem historischen Vorbild: Das sogenannte „Venedig-Rot“, mit dem der originale Turm zur Eröffnung im Jahr 1889 gestrichen wurde, ziert die Miniatur. Und sogar an Gustave Eiffels privaten Rückzugsort im dritten Stock, sagt Fassler, habe er gedacht – jenes kleine Appartement in 285 Metern Höhe, in dem der Ingenieur in Paris einst bedeutende Gäste empfing.
Ein außergewöhnliches Projekt – akkurat geplant, meisterhaft umgesetzt und ohne Zweifel würdig, in die Reihe der offiziellen Eiffelturm-Kopien aufgenommen zu werden. Was Jean-Claude Fassler geschaffen hat, ist mehr als eine bloße Nachbildung. Es ist eine gelungene Hommage an hohe Ingenieurskunst – und an die Kunst des Metallbaus selbst.

Zugegeben, die Treppenstufen der begehbaren Skulptur „Tiger & Turtle“ auf einem Hügel am südlichen Stadtrand von Duisburg (Deutschland) reichen nicht bis ganz in den Himmel. Zumal der verspielte Looping, der die Konstruktion krönt, aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden kann. Bei der Montage des an eine Achterbahn erinnernden Kunstwerks aus verzinktem Stahl kam vor 15 Jahren ein Mobilkran von Liebherr zum Einsatz.

Allein vom Anschauen macht sie schwindlig: Die kurvenreiche Skulptur mit dem vollständigen Namen „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ wurde im Jahr 2011 auf der Halde einer ehemaligen Zinkhütte an Stadtrand Duisburgs errichtet. Die dynamisch wirkenden Treppenschleifen, entworfen von Heike Mutter und Ulrich Genth, sind ein beliebter Aussichtspunkt und ein vielbesuchtes Wahrzeichen der Stadt am westlichen Rand des Ruhrgebiets. Der verwendete verzinkte Stahl ist eine Anlehnung an die 200-jährige Geschichte der dortigen Montanindustrie.
Mit den Kranarbeiten für die Montage der außergewöhnlichen Installation wurde damals die Kranvermietung Autokrane Schares mit ihrem Hauptsitz in Bocholt beauftragt. Das Zusammensetzen der einzelnen Bauteile auf dem Hügel nahm ganze acht Wochen in Anspruch. Im Herbst 2011 komplettierte schließlich ein Liebherr- Mobilkran LTM 1040-2.1 mit dem Einbau des Loopings die 20 Meter hohe Großskulptur.
Bei der Namensgebung ließ sich das Künstlerduo einerseits von der tigerschnellen Geschwindigkeit einer Achterbahnfahrt und andererseits vom gemächlichen Besteigen des spiralförmigen Gebildes inspirieren, das ja eher im Schildkrötentempo geschieht. Das Kunstwerk ist übrigens jederzeit geöffnet und mit Ausnahme des spektakulär anmutenden Loops auf einer Länge von 200 Metern begehbar. Sogar nachts. Wer also einen kleinen Rundgang auf dieser entschleunigten Achterbahn wagen möchte, gibt einfach „Duisburg, Ehinger Straße“ ins Navi ein. Ob der Straßenname unserem aus Ehingen stammenden Mobilkran geschuldet ist? Wer weiß.

Big Tex, die ikonische Cowboy-Figur der Texas State Fair in Dallas, gilt seit Jahrzehnten als weithin sichtbares Wahrzeichen des Volksfests. Mit ihrer rund 17 Meter hohen Stahlkonstruktion begrüßt sie jedes Jahr Millionen Besucherinnen und Besucher auf dem Messegelände mit „Howdy, Folks!“. Die Figur wurde im Laufe der Jahre mehrfach modernisiert und spiegelt den Wandel der Veranstaltung ebenso wider wie den Stolz des Bundesstaats. Seit 63 Jahren übernimmt die Davis Crane Group den jährlichen Auf- und Abbau.

Big Tex ist die ikonische Figur der Texas State Fair in Dallas und seit Jahrzehnten ein Symbol für texanische Gastfreundschaft. Mit seiner imposanten Höhe von rund 17 Metern begrüßt er jedes Jahr für 24 Tage im Herbst Millionen Besucher auf dem Messegelände. Die Figur trägt traditionell Cowboy-Hut, Jeans und Stiefel – ein echter Botschafter des „Lone Star State“. Ursprünglich wurde Big Tex 1952 als Werbefigur eingeführt und entwickelte sich schnell zum Publikumsliebling. Sein markantes Gesicht und die tiefe Stimme, die „Howdy, Folks!“ ruft, sind legendär.
Nach einem Brand im Jahr 2012 wurde Big Tex komplett neu aufgebaut und erstrahlt heute moderner denn je. Für viele Texaner ist ein Besuch bei Big Tex ein Muss, denn er verkörpert Stolz und Tradition. Wer die State Fair besucht, kommt an diesem Giganten nicht vorbei – ein Selfie mit ihm gehört einfach dazu.
Seit der Unternehmensgründung im Jahr 1963 übernimmt die Davis Crane Group den Auf- und Abbau der 11,3 Tonnen schweren Cowboy- Figur und nutzte dabei auch Liebherr-Mobilkrane unterschiedlicher Typen.