12.10.2021 Elefantenbergung in der Wupper: LTF 1045-4.1 hebt Tuffi wieder auf Sockel

  • Wilden Kran-Vermietung GmbH hebt mit LTF 1045-4.1 Elefanten-Störstein wieder an alten Platz
  • Skulptur war bei Juli-Hochwasser aus Verankerung gerissen worden
  • Störsteine fördern die Eigendynamik des Flusses

Seit Ende September steht der Elefanten-Störstein „Tuffi“ wieder auf seinem Sockel. Das Hochwasser im Juli hatte die Skulptur aus seiner Verankerung in der Wupper gerissen. Die Wilden Kran-Vermietung GmbH unterstütze die Rettungsaktion mit einem Liebherr-Telskop-Aufbaukran LTF 1045-4.1: Er hob das 3,5 Tonnen schwere und 1,8 Meter hohe Kunstwerk aus den Fluten und setzte es wieder an seinen ursprünglichen Platz im Fluss unter der Wuppertaler Schwebebahn.

Gefunden und geborgen: Der Elefanten-Störstein war durch das Juli-Hochwasser mehrere Meter flussabwärts getrieben worden.

Gefunden und geborgen: Der Elefanten-Störstein war durch das Juli-Hochwasser mehrere Meter flussabwärts getrieben worden.

Gefunden und geborgen: Der Elefanten-Störstein war durch das Juli-Hochwasser mehrere Meter flussabwärts getrieben worden.

Seit 2019 befinden sich verschiedene denkwürdige, unbewegliche Gestalten in den Wupper: Störsteine, von verschiedenen Künstlern gestaltet, zieren die renaturierte Wupper und erinnern, zumindest in Teilen, an die Stadtgeschichte. Sie haben aber vor allem einen praktischen Zweck: Sie fördern die Eigendynamik des Flusses, tragen zur Sauerstoffanreicherung bei und dienen als Totholzfänger. Initiiert wird die Aktion vom Verein Neue Ufer Wuppertal. Den Anfang machte im April 2019 „Lucky Lachs“, der an die erfolgreiche Wiederbelebung des einst toten Industrieflusses zu einem fischreichen Gewässer erinnert. 2020 folgten die „Elefanten-Dame Tuffi“ und „Bobby Biber“.

Macke am Ohr: Das Kunstwerk wurde glücklicherweise nur leicht beschädigt.

Macke am Ohr: Das Kunstwerk wurde glücklicherweise nur leicht beschädigt.

Macke am Ohr: Das Kunstwerk wurde glücklicherweise nur leicht beschädigt.

Das Kunstwerk Tuffi war ungefähr an der Stelle in die Wupper gesetzt worden, an der einst eine vierjährige Elefantin landete. Tuffi war zu Werbezwecken für einen Zirkus bei einer normalen Linienfahrt am 21. Juli 1950 in der Wuppertaler Schwebebahn unterwegs. Sie durchbrach in Panik die Außenwand der Kabine, sprang zehn Meter in die Tiefe und landete unverletzt auf dem Hinterteil in einem Schlammloch der Wupper.

Am Haken: Der LTF 1045-4.1 hebt den sanften Riesen zurück in die Wupper.

Am Haken: Der LTF 1045-4.1 hebt den sanften Riesen zurück in die Wupper.

Am Haken: Der LTF 1045-4.1 hebt den sanften Riesen zurück in die Wupper.

Beim schweren Wupper-Hochwasser im Juli wurde die Skulptur mehrere Meter mitgerissen. Ein Baumstamm hatte vermutlich als Hebel gewirkt. Nach tagelanger Suche war Tuffi entdeckt worden, glücklicherweise nur wenig beschädigt. Mit einem Kanalspülwagen der Wuppertaler Stadtwerke wurden die Bohrlöcher im Sockel freigespült. In sie wurden Edelstahlzapfen eingeführt, damit Tuffi wieder auf den Sockel gehoben werden konnte.

Zu Hause: Vorsichtig wird Tuffi wieder auf den alten Sockel montiert.

Zu Hause: Vorsichtig wird Tuffi wieder auf den alten Sockel montiert.

Zu Hause: Vorsichtig wird Tuffi wieder auf den alten Sockel montiert.

Dabei half der Kranverleih Wilden, der dem zuständigen Verein Neue Ufer unmittelbar nach der Flut spontan seine Hilfe angeboten hatte. Los ging die Aktion um kurz nach Mitternacht und war planmäßig vor 5 Uhr beendet, um den Schwebebahnverkehr nicht zu stören. Mit einem Liebherr-Teleskop-Aufbaukran LTF 1045-4.1 hoben Teilnehmer der Rettungsaktion die Skulptur an und setzten sie an ihren ursprünglichen Platz im Fluss. Der Zeitpunkt war aus Sicherheitsgründen gewählt worden, weil direkt über der Wupper die Schwebebahn verkehrt. So konnten die Schienen in luftiger Höhe während der Betriebspause der Schwebebahn stromlos geschaltet werden. Um Tuffi künftig besser zu schützen, setzte der LTF 1045-4.1 flussaufwärts mehrere Bruchsteine in die Wupper, um den Wasserdruck auf die Skulptur zu mindern.

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Wolfgang Beringer

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