18.12.2018 An der Hakenflasche in die Winterpause

  • Liebherr LTM 1100-5.2 hebt Theaterschiffe aus dem Wasser ins Winterquartier
  • Koggen waren bei Störtebeker-Festspielen auf Rügen im Einsatz
  • Seit 25 Jahren schickt H.N.Krane seine Geräte zur Naturbühne Ralswiek

Hunderttausende Besucher strömen jeden Sommer in die kleine Gemeinde Ralswiek auf Rügen. Am Ufer des Jasmunder Bodden, einer fast 100 Quadratkilometer großen Lagune der Ostseeinsel, werden auf einer Naturbühne jährlich spannende Geschichten um den berühmten Piraten Klaus Störtebeker aufwendig inszeniert. Nach der Festspiel-Saison werden die dabei eingesetzten Koggen an Land gehievt und winterfest gemacht. Ein Liebherr-Mobilkran LTM 1100-5.2 hatte vor kurzem diese Nachbauten von Schiffen der Hanse am Haken.

Kranhaken statt Enterhaken: Der LTM 1100-5.2 bringt das zweite Schiff sicher ins Trockene.

Kranhaken statt Enterhaken: Der LTM 1100-5.2 bringt das zweite Schiff sicher ins Trockene.

Wenn im Spätsommer der letzte Vorhang der Störtebeker-Festspiele gefallen ist, macht sich stets ein Mobilkran von Stralsund aus auf den Weg nach Ralswiek im Nordteil der Insel. Seit rund 25 Jahren werden die Mobilkrane des Unternehmens H.N.Krane zweimal im Jahr gebucht, um die beim Freilichttheater eingesetzten Koggen an den Haken zu nehmen. Doch nicht nur zum Heben der bis zu 22 Tonnen schweren Theaterschiffe vor und nach der Saison, auch zum Errichten der zahlreichen Bauten für die Kulisse der Naturbühne werden die elfenbeinfarbenen Krane immer wieder angefordert.

Fingerspitzengefühl: Behutsam wird eine der Koggen auf eine Metallkonstruktion gesetzt, auf der die Schiffe überwintern.

Fingerspitzengefühl: Behutsam wird eine der Koggen auf eine Metallkonstruktion gesetzt, auf der die Schiffe überwintern.

„VarioBase ist astrein!“

Das Kran-Depot in Stralsund ist eine von sechs Niederlassungen, die H.N.Krane zwischen Hamburg und der Grenze zu Polen betreibt. Kran- und Transportarbeiten sind die Schwerpunkte des nahe Rostock ansässigen Unternehmens, das rund 120 Mitarbeiter beschäftigt. Der Fuhrpark – ganz aktuell um einen Liebherr LTM 1090-4.2 erweitert – besteht aus rund 40 Mobilkranen. Mit einer Ausnahme stammen alle aus Liebherr-Produktion.

Zufrieden: Frank Kuhlmann, Technischer Außendienst bei H.N.Krane, mit seinem Team: LKW-Fahrer Stefan Buchholz und Hendrik Pritz, Fahrer des LTM 1100-5.2, nach getaner Arbeit (von links).

Zufrieden: Frank Kuhlmann, Technischer Außendienst bei H.N.Krane, mit seinem Team: LKW-Fahrer Stefan Buchholz und Hendrik Pritz, Fahrer des LTM 1100-5.2, nach getaner Arbeit (von links).

So wird auch im kommenden Frühjahr vermutlich wieder ein Liebherr-Kran die hübschen Koggen ins Wasser setzten, wenn auf Rügen die Störtebeker-Saison Fahrt aufnimmt. Vielleicht kommt sogar Hendrik Pritz wieder, der mit seinem LTM 1100-5.2 in diesem Herbst den Job erledigt hat. Der versierte Kranfahrer ist übrigens sehr zufrieden mit seinem Fünfachser: „Vor allem die VarioBase ist astrein. Da kann man echt eine Menge mit anfangen. Ist ja nicht überall so schön aufzubauen wie hier.“