16.11.2020 Beengte Platzverhältnisse in Mailand: Liebherr LTM 1350-6.1 überzeugt mit Y-Abspannung

  • Casella Autogrù hebt Klimaanlagen mit LTM 1350-6.1 in Mailänder Innenstadt
  • Beengte Platzverhältnisse und geringes Zeitfenster für die Hübe auf einen 18-stöckigen Wolkenkratzer
  • LTM 1350-6.1 ist der erste 350 t Kran mit Y-Abspannung

Casella Autogrù wurde mit Hubarbeiten für das Sanierungsprojekt eines Wolkenkratzerkomplexes in Mailand (Italien) beteiligt. Casella entschied sich sich für einen Liebherr-Mobilkran LTM 1350-6.1, um Klimaanlagen auf dem Dach eines 63 m hohen Wolkenkratzers zu platzieren. Kranführer Claudio Lozza hob die 12,5 t Anlagen umsichtig über einen Radius von 45 m unter etwas Zeitdruck, da der Straßenverkehr für den gesamten Hubzeitraum in der lebendigen Innenstadt unterbrochen werden musste.

Fast startklar: Acht Stunden wurden für den Aufbau des LTM 1350-6.1 mit 100 t Ballast, Y-Abspannung und Wippspitze auf der Fahrbahn benötigt.

Fast startklar: Acht Stunden wurden für den Aufbau des LTM 1350-6.1 mit 100 t Ballast, Y-Abspannung und Wippspitze auf der Fahrbahn benötigt.

Fast startklar: Acht Stunden wurden für den Aufbau des LTM 1350-6.1 mit 100 t Ballast, Y-Abspannung und Wippspitze auf der Fahrbahn benötigt.

Mailand, eine lebhafte Großstadt in Norditalien, vor allem bekannt für den Dom und seine Einkaufspassagen, ist auch eines der wichtigsten Industriezentren des Landes. Permanent finden Umbauten und Restrukturierungsmaßnahmen statt, da die Stadt und ihr Ballungsraum buchstäblich aus allen Nähten platzt. Casella Autogrù wurde beauftragt, während der Umbaumaßnahmen eines Wolkenkratzerkomplexes in der Innenstadt von Mailand mehrere Hübe durchzuführen. Der Gebäudekomplex besteht aus sieben Hochhäusern, die vor allem Büros beherbergen und sehr eng aufeinanderstehen. Casella’s Auftrag war konkret der Hub von Klimaanlagen auf das Dach des 18-stöckigen Gebäudes, hier wurde eine Hubhöhe von rund 70 Metern benötigt. Die Wahl fiel auf einen LTM 1350-6.1 gewählt, um die einzelnen Anlagen mit je 12,5 t Gewicht zu platzieren.

Weit nach Oben: Die Klimaanlagen mussten auf eine Höhe von 70 m mit einer Ausladung von 45 m platziert werden.

Weit nach Oben: Die Klimaanlagen mussten auf eine Höhe von 70 m mit einer Ausladung von 45 m platziert werden.

Weit nach Oben: Die Klimaanlagen mussten auf eine Höhe von 70 m mit einer Ausladung von 45 m platziert werden.

Die größte Herausforderung: Beengte Platzverhältnisse

Da der Einsatz im Satdtzentrum von Mailand stattfand waren die beengten Platzverhältnisse die größte Herausforderung. Der 350-Tonner wurde mit einem Maximalballast von 100 t gerüstet und musste mittig auf der Fahrbahn platziert werden. Da die Straße relativ schmal ist, mussten die Abstützungen teilweise auf der Straße, teilweise auf dem Gehweg mit unterschiedlichen Niveaus platziert werden. Während des Aufbaus und des Einsatzes wurde die komplette Straße abgesperrt – hier kam neben den engen Platzverhältnissen auch noch ein kurzes Zeitfenster als limitierender Faktor dazu. Die neuen Klimaanlagen mit ihrem Einzelgewicht von 12,5 t wurden über mit einem Radius von 45 Metern auf das 63 m hohe Dach gehoben. Für den Einsatz wurde der Kran mit seiner Y-Abspannung und einer Wippspitze gerüstet in der TYVEN Konfiguration. Der LTM 1350-6.1 ist übrigens der kleinste Kran mit einer solchen Y-Abspannung.

Beengte Platzverhältnisse sind ein bekanntes Problem in großen Städten wie Mailand. Hier mussten die Abstützungen halb auf der Fahrbahn, halb auf dem Gehweg platziert werden.

Beengte Platzverhältnisse sind ein bekanntes Problem in großen Städten wie Mailand. Hier mussten die Abstützungen halb auf der Fahrbahn, halb auf dem Gehweg platziert werden.

Beengte Platzverhältnisse sind ein bekanntes Problem in großen Städten wie Mailand. Hier mussten die Abstützungen halb auf der Fahrbahn, halb auf dem Gehweg platziert werden.

Ein spannender Arbeitstag für Claudio Lozza

Bei Anbruch des Tageslichts waren Claudio Lozza, Kranfahrer bei Casella, und seine Kollegen bereits beschäftigt – immer mit Blick auf die Uhr, um das Zeitfenster einzuhalten. Ungefähr acht Stunden wurden für den Aufbau des Krans benötigt und zwei Stunden dauerten die Hubarbeiten – ein langer und anstregender Tag für Claudio und seine Kollegen. „Die Y-Abspannung erlaubt uns hier große Tragkräfte bei geringem Platzbedarf. Das war der entscheidende Punkt bei diesem Einsatz. Kurz gesagt ist der LTM 1350-6.1 flexibel, sehr kompakt und kräftig. So einen Kran zu fahren für solch einen Einsatz macht wirklich Spaß”, berichtet Lozza. Und er blickt bereits nach Vorne: „Einsätze im Großraum von Mailand sind immer anspruchsvoll, egal ob auf der grünen Wiese, in der Innenstadt oder in einer der vielen Fabriken hier – es geht immer um Zeit, Verkehr und beengte Platzverhältnisse. Aber mit diesem Kran sind selbst anspruchsvolle Einsätze ein Kinderspiel und die Arbeit macht viel Freude.“

Casella Autogrù: 60 Jahre stolze Firmengeschichte

Casella Autogrù wurde 1960 mit Sitz in Piacenza (etwa 60 km von Milan) gegründet. Zu Beginn der 90ger Jahre übernahm Familie Villa die Führung des Unternehmens mit dem klaren Ziel, durch Einsatz, Leidenschaft und Präzision ein dauerhaft verlässlicher Partner für Logistikdienstleistungen zu sein. Neben der Logistiksparte wurde der Kranverleih gegründet, um den Aufbau von Industriehallen im schnell wachsenden Ballungsraum Mailand zu beschleunigen. Die Flotte der Mobilkrane wird dabei kontinuierlich erneuert, der erste Liebherr-Kran kam bereits kurz nach der Geschäftsübernahme in die Flotte.

Heute, nach rund 60 Jahren im Markt, verfügt Casella über eine Flotte von rund 30 Geräten, darunter Mobilkrane, Schwerlast-Fahrzeuge und elektrische Baukrane. Mit diesen Fahrzeugen ist Casella Autogrù in Italien und ganz Europa im Einsatz. Die Einsatzfelder sind dabei die nationale Infrastruktur, Industriebauten und der Transport und die Logistik zahlreicher Industriegüter.