Betontechnik
Mit Produkten der Betontechnik erwirtschaftete Liebherr im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 192 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 46 Mio. € bzw. 19,3 %.
Umsatz in Mio. € von 238 - 19,3% |
Beschäftigte von 1.645 - 4,8% |
Umsatzanteile nach Absatzregionen
36,9%
Europäische Union
18,2%
Nicht-EU-Länder
9,4%
Nordamerika
12,0%
Mittel- und Südamerika
4,7%
Asien und Ozeanien
18,8%
Afrika / Naher und Mittlerer Osten

Rückgänge in Schlüsselmärkten
Die Marktlage war in den für das Segment wichtigen Regionen sehr unterschiedlich. In Europa wirkte sich die schwache Entwicklung im Bauwesen negativ auf die Nachfrage in der Transportbetonindustrie aus. Laut VDMA erhöhte sich der Absatz von Baumaschinen in Afrika und im Mittleren Osten. Die Region verfügt über Potenzial, birgt jedoch aufgrund von politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten Risiken. In vielen Teilen Asiens stieg der Absatz von Baumaschinen. Hingegen blieben die Aktivitäten in Thailand, einem wichtigen Markt für das Produktsegment, verhalten. In Nordamerika zeigt der Gesamtmarkt einen Negativtrend, zurückzuführen unter anderem auf die Einführung der US-Zölle. Eine Erholung zeichnet sich in Mittel- und Südamerika ab.
Diese Entwicklungen hatten deutliche Auswirkungen auf die Geschäfte im Produktsegment Betontechnik. Der Umsatz sank in allen Absatzregionen im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere in den wichtigen Märkten Frankreich und Deutschland verbuchte die Firmengruppe deutliche Rückgänge. Leichte, positive Impulse gab es in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Albanien und Kanada.
Die LiPerformance-Prozessoptimierung der neuen Generation von Mischanlagen sorgt für eine effizientere, wirtschaftlichere und ressourcenschonendere Betonproduktion.
Entwicklungsarbeit für die Zukunft
Auf der Bauma 2025 stellte Liebherr erstmals die Mobilmix 4.0 der Öffentlichkeit vor. Die Mischanlage ist modular aufgebaut, sodass mehr Flexibilität in der Konfiguration, kürzere Lieferzeiten und eine schnellere Montage möglich sind. Die integrierte LiPerformance-Prozessoptimierung steigert die Ausstoßleistung und sorgt für eine effizientere, wirtschaftlichere und ressourcenschonendere Betonproduktion.
Liebherr zeigte ebenfalls auf der Bauma die Facelift-Modelle der Raupenbetonpumpen THS 110 D-K und THS 140 D-K. Die Serienproduktion beginnt im Jahr 2026. Zudem starteten mehrere Projekte zur Optimierung von Betonpumpen. Ziel ist unter anderem eine vereinfachte Steuerungsarchitektur sowie ein einheitliches, intuitives Maschinenhandling.
Im Bereich Fahrmischer wird eine optimierte Generation die aktuelle ersetzen, um standortübergreifend einheitliche Qualitätsstandards zu gewährleisten. Mehrere Komponenten befinden sich bereits in Konstruktion und Erprobung. Zudem wird eine neue Steuerungsplattform schrittweise bis 2026 in alle Fahrmischer-Typen implementiert. Liebherr arbeitet des Weiteren an vollelektrischen Lösungen, insbesondere der Optimierung hydraulischer Trommelantriebe für batterieelektrische Fahrgestelle.
Der Schwerpunkt von Investitionen lag im Ausbau des Standorts Rayong (Thailand). Weiter gab die Firmengruppe im Berichtsjahr bekannt, sich für das Produktsegment Betontechnik neu aufzustellen. In diesem Zuge wurde mit der Verlagerung des Standorts von Bad Schussenried (Deutschland) an den Liebherr-Standort Plovdiv (Bulgarien) begonnen. Die Überführung betrifft Teile der Produktion, die Entwicklung sowie produktionsbegleitende Tätigkeiten und Administrationsaufgaben der Bereiche Mischanlagen und Fahrmischer. Die Gründe liegen in den herausfordernden Marktbedingungen.
Im Jahr 2026 erwartet Liebherr für das Produktsegment Betontechnik eine moderate Umsatzsteigerung.