
Marc Wiedenmann
Liebherr-Hydraulikbagger GmbH
88457 Kirchdorf an der Iller
Deutschland
+49 7354 80-0
Pressemitteilungen | 15.06.2026
Leistungsstärke, Qualität und absolute Zuverlässigkeit sind entscheidende Kriterien für Maschinen und Technologien im verteidigungskritischen sowie zivilschutztechnischen Einsatz. Liebherr-Erdbewegungsmaschinen erfüllen diese Anforderungen und sind prädestiniert für Anwendungen in Defense, Katastrophenschutz und militärischer Infrastruktur. Die bewährte Liebherr-Qualität samt hoher Fertigungstiefe an Standorten in Europa sind dabei entscheidende Kernelemente. Auf der Eurosatory präsentiert das Unternehmen mit dem knickgelenkten Muldenkipper TA 230 als Trägerfahrzeug und dem Liebherr Remote Control System (LiReCon) eine Maschine sowie eine Technologie aus dem breiten Produktportfolio.
Liebherr bietet im Bereich Erdbewegung vielfältige Lösungen für Militär und Sicherheitsinfrastruktur. Neben Hydraulikbaggern, Rad- und Teleskopladern produziert das Unternehmen an den Standorten Bischofshofen und Telfs (Österreich), Colmar (Frankreich) und Kirchdorf an der Iller (Deutschland) auch Planierraupen und Trägerfahrzeuge, wie den knickgelenkten Muldenkipper TA 230.
Damit unterstreicht Liebherr mit seinem Portfolio die Stärken einer europäischen Wertschöpfung: Eine hohe Produktionstiefe ermöglicht die Fertigung zentraler Komponenten innerhalb der Firmengruppe und garantiert dadurch eine sehr hohe Qualität und Systemintegration. Gleichzeitig profitieren Kunden von einem leistungsstarken und eng vernetzten Servicenetzwerk, das schnelle Reaktionszeiten und nachhaltige Einsatzbereitschaft sicherstellt. Auf der Eurosatory zeigt das Unternehmen den knickgelenkten Muldenkipper TA 230 als Trägerfahrzeug für den mobilen Energiespeicher LPO 600 sowie das Teleoperationssystem Liebherr Remote Control System (LiReCon).
Der knickgelenkte Muldenkipper Liebherr TA 230 als vielseitiges Trägerfahrzeug zeichnet sich durch hohe Robustheit, starke Antriebskraft und flexible Einsatzmöglichkeiten aus: Mit einer Nutzlast von bis zu 31 Tonnen eignet sich die Maschine für verschiedenste militärische Aufbauten sowie Einsätze im anspruchsvollen Gelände, etwa bei Pionier- und Logistikkräften, im Zivilschutz oder bei nationalen und internationalen Behörden. Die starke Antriebseinheit in Kombination mit dem leistungsstarken Motor sorgt für maximale Traktion im unwegsamen Gelände. Die robuste Konstruktion, geschützte Komponenten und bewährte Liebherr-Technologie gewährleisten selbst unter extremen Einsatzszenarien eine hohe Zuverlässigkeit.
Ein innovatives Sicht- und Bedienkonzept mit großzügiger Rundumverglasung, optimierter Kabinenergonomie und intuitiver Steuerung erhöht zudem die Sicherheit und Manövrierfähigkeit erheblich. Dadurch behält der Fahrende jederzeit den Überblick über Fahr-, Arbeits- und Knickbereich. Ergänzt wird dies durch ein speziell für Offroad-Einsätze entwickeltes Maschinenkonzept mit hoher Bodenfreiheit, durchdachter Anordnung zentraler Komponenten und ausgeprägter Geländegängigkeit. Damit wird der TA 230 zu einer vielseitigen Plattform für Transport-, Pionier- und Verteidigungslösungen.
In seiner Funktion als Trägerfahrzeug ist der TA 230 auf der Eurosatory beispielsweise in Kombination mit dem Liebherr Remote Control System (LiReCon) zu sehen. LiReCon ermöglicht die präzise Steuerung von Baumaschinen aus sicherer Distanz und adressiert damit die steigenden Anforderungen moderner Einsatzszenarien, in denen der Schutz des Bedienpersonals ebenso entscheidend ist wie hohe Leistungsfähigkeit. Insbesondere für Anwendende im Government- und Defence-Bereich eröffnet die Technologie neue Möglichkeiten, Einsätze sicherer, effizienter und flexibler zu gestalten – vor allem in Situationen, in denen Bediener hohen Risiken ausgesetzt sind oder kein direkter Zugang zur Maschine möglich ist.
Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Kampfmittelräumung und Katastropheneinsätzen bis hin zu Arbeiten in kontaminierten oder schwer zugänglichen Zonen. Durch die Fernsteuerung aus geschützter Umgebung wird das Risiko für das Personal deutlich reduziert. Grundlage hierfür ist das Teleoperationssystem LiReCon, das Maschinensteuerung, Kamera- und Sensorsysteme sowie Datenübertragung integriert und dank hochauflösender Echtzeit-Videoübertragung sowie vollständigem Bedienstand eine präzise und intuitive Steuerung – auch ohne direkten Sichtkontakt – ermöglicht. Dies können Besuchende direkt auf der Messe über ein Live-Setup erleben: Auf dem Messestand wird demonstriert, wie ein Raupenbagger in Colmar sowie eine Planierraupe in Telfs mit LiReCon ferngesteuert bedient wird.
Ergänzend zum TA 230 und LiReCon bietet Liebherr ein umfassendes Portfolio an Erdbewegungsmaschinen für sicherheitskritische Anwendungen. Dazu zählen Teleskoplader, Radlader, Hydraulikbagger und Planierraupen. Die geländegängigen und robusten Maschinen unterstützen Pionier- und Logistikkräfte sowie Katastrophen- und Zivilschutzorganisationen und sind für unterschiedlichste Szenarien flexibel einsetzbar.
Vom Katastrophenschutz und Notfallmanagement über militärische Logistik bis hin zu sicherheitsrelevanten Operationen und Infrastrukturprojekten sind beispielsweise die Liebherr-Teleskoplader dank hoher technischer Leistungsfähigkeit flexibel einsetzbar. Mit Hubhöhen von bis zu 10 Metern und Traglasten von bis zu 6 Tonnen bewähren sie sich unter anderem bei der Trümmerräumung, im Materialhandling unter schwierigen Bedingungen sowie bei logistischen und sicherheitsrelevanten Aufgaben. Moderne Assistenzsysteme, Allradantrieb und flexible Anbauwerkzeuge gewährleisten dabei ein hohes Maß an Sicherheit, Präzision und Effizienz – selbst unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen.
Für leistungsstarken Materialumschlag und schnelle Räumarbeiten in unterschiedlichsten Einsatzszenarien bieten die Liebherr-Radlader ein breit aufgestelltes Portfolio. Mit kompakter Bauweise und hoher Kipplast eignen sich die Compactlader L 504 bis L 508 besonders für urbane Einsätze, etwa beim Räumen von Schutt oder dem Anlegen von Notwegen. Ist hohe Manövrierfähigkeit auf engem Raum gefragt, spielen die Stereolader L 507 bis L 518 ihre Stärken aus: Ihre Stereolenkung kombiniert Knicklenkung mit gelenkter Hinterachse und ermöglicht eine besonders hohe Wendigkeit. Für umfangreichere Infrastruktur- und Versorgungsaufgaben kommen die mittelgroßen Modelle L 524 bis L 546 zum Einsatz. Mit kraftvoller Z Kinematik sichern sie Versorgungsrouten und bewegen große Materialmengen effizient. Maximale Leistung liefern die XPower-Radlader L 550 bis L 586 bei großflächigen Räumarbeiten, im Materialtransport bei Pioniereinsätzen sowie beim Aufbau kritischer Infrastruktur. Mit Kipplasten von 3.000 bis 22.000 kg decken die Radlader ein breites Leistungsspektrum ab. Auf Anfrage können sie mit militärischen Sonderausstattungen ausgerüstet werden, die in Zusammenarbeit mit externen Partnern entwickelt werden und zusätzlichen Schutz für Bediener und Maschine bieten.
Abgerundet wird das Portfolio mit den Liebherr-Planierraupen, die sich bereits weltweit als zuverlässige Maschinen im Katastrophenschutz und Defense-Bereich etabliert haben. Ein zentrales Merkmal der Maschinen ist das hydrostatische Antriebskonzept: Es ermöglicht eine präzise, stufenlose Steuerung ohne Schaltvorgänge, reduziert den Verschleiß und sorgt für einen effizienten, wartungsarmen Betrieb mit hoher Verfügbarkeit. Durch die robuste Bauweise, hohe Effizienz und eine intuitive Bedienung mit modernen Assistenzsystemen decken die Planierraupen ein breites Einsatzspektrum ab. Beispielsweise im Katastrophenschutz bei der Räumung von Trümmern nach Naturereignissen oder Unterstützung bei Hochwasser- und Waldbrandereignissen. Ergänzend dazu spielen die Planierraupen ihre Stärken bei militärischen Anwendungen und Pioniereinsätzen aus: Vom Bau und Instandhaltung von Feldinfrastruktur und Feldlagern über die Geländeprofilierung für Logistik- und Sicherheitszwecke bis hin zu Einsätzen in gefährdeten Bereichen, beispielsweise zur Räumung von Kampfmittelresten.
Liebherr bietet für seine Erdbewegungsmaschinen intelligente Assistenzsysteme an, die Bedienende gezielt unterstützen. Technologien – wie die aktive Personenerkennung mit Bremsassistent sowie das Kamera-System Skyview 360° – sorgen für eine hervorragende Rundumsicht über den Radlader. Gerade im Katastrophenschutz arbeiten häufig zahlreiche Einsatzkräfte im unmittelbaren Umfeld der Maschinen. Die Kamerasysteme unterstützen den Fahrenden dabei, Personen im Arbeitsbereich zuverlässig im Blick zu behalten, und warnen bei Bedarf über visuelle und akustische Signale. Dies trägt zu einem sicheren und koordinierten Einsatzablauf bei. Ergänzend sorgen Automatikfunktionen für das Hubgerüst für gleichmäßige und effiziente Arbeitszyklen und steigern die Produktivität.

Marc Wiedenmann
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