Das Europäische Parlament befindet sich in einem dicht bebauten Verwaltungs- und Finanzzentrum. In unmittelbarer Nähe liegen weitere europäische Institutionen, das internationale Bankenviertel, ein medizinisches Versorgungszentrum und der Luxemburger Flughafen. Für den Kranaufbau und die Logistik mussten zwei Straßen zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Investitionsbank vollständig gesperrt werden.
Da die Sperrung auch die reguläre Zufahrt zu einem Krankenhaus einschränkte und ein möglicher Einsatz des Rettungshubschraubers berücksichtigt werden musste, stimmten Behörden, Flughafen, Krankenhaus und ATS Cranes ein verbindliches Zeitfenster ab. Die Arbeiten durften von Freitag um 6:00 Uhr bis Sonntag um 22:00 Uhr dauern.
Hilfsspitze bringt die entscheidende Reichweite
Weil der Mobilkran die große Ausladung über ein Gebäude hinweg erreichen musste, rüstete STEIL den LTM 1650-8.1 in seiner technisch längsten Wippspitzenkonfiguration. Zum auf 28,2 Meter ausgefahrenen Teleskopausleger kam eine 91 Meter lange wippbare Gitterspitze. Doch selbst diese Konfiguration genügte nicht. Die zusätzliche Hilfsspitze am Kopf der Wippspitze brachte die entscheidenden zusätzlichen 1,7 Meter. Erst damit erreichte der Kran den vorgesehenen Absetzpunkt auf dem Dach.
„Dieser Einsatz zeigt, dass bei großer Reichweite jedes Detail zählt. Die sorgfältige Vorbereitung und das präzise Zusammenspiel aller Beteiligten waren entscheidend, um die Hübe sicher und innerhalb des engen Zeitfensters auszuführen“, sagt Geschäftsführer Christopher Steil.
Großkran in sieben Stunden aufgebaut
Auch die Montage der langen Wippspitze verlangte ein abgestimmtes Vorgehen. Da der Hilfskran nicht seitlich neben dem Ausleger arbeiten konnte, montierte das Team die Gitterspitze „vor Kopf“. Der Hilfskran fuhr dabei während des schrittweisen Aufbaus mehrfach vor und zurück. Das ist kein ungewöhnliches Verfahren, aber es benötigt zusätzliche Zeit.
Am Freitag war der Großkran nach sieben Stunden vollständig aufgebaut. Am Samstag tauschten die Teams die sechs Anlagenkomponenten aus. Bereits am Sonntagmorgen begann der Rückbau. Um 14:00 Uhr hatten der Kran und das gesamte Equipment den Einsatzort verlassen. Damit war das Projekt acht Stunden vor Ablauf des vereinbarten Zeitfensters abgeschlossen.
ATS Cranes verantwortete die Organisation vor Ort, die Genehmigungen und die Abstimmung mit den beteiligten Stellen. STEIL Kranarbeiten stellte den Großkran bereit und führte die Hübe aus. Die enge Zusammenarbeit der beiden Unternehmen sowie die Koordination mit Behörden und Institutionen bildeten die Grundlage für den planmäßigen Ablauf.
Über STEIL Kranarbeiten
STEIL Kranarbeiten GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Trier zählt mit acht Standorten und einem hochspezialisierten Fuhrpark zu den führenden Anbietern für Kranarbeiten und Schwertransporte in Europa. Von der Großregion Trier über ganz Deutschland bis hin zu internationalen Projekteinsätzen in Europa realisiert STEIL anspruchsvolle Hebe-, Montage- und Transportaufgaben für Kunden aus Industrie, Energie, Infrastruktur und Bauwirtschaft. Mit Spezialequipment vom Minikran bis zum 800-Tonnen-Gittermastkran sowie modernster Schwerlastlogistik bietet STEIL maßgeschneiderte Lösungen aus einer Hand.