
Mathias Haugner
Liebherr-Rostock GmbH
18147 Rostock
Deutschland
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Pressemitteilungen | 08.07.2026
Für den Kunden liegt der Mehrwert in einer auf den jeweiligen Liegeplatz zugeschnittenen Lösung, die in die bestehende Liebherr-Flotte integriert wird. Eine erweiterte Garantie für wesentliche Strukturkomponenten erhöht die Planungssicherheit über den Lebenszyklus, sichert eine hohe Betriebsverfügbarkeit und unterstützt die schrittweise Modernisierung des Terminals.
Entwickelt für das nächste Kapitel im Umschlaggeschäft an der Ostsee. Liebherr hat zwei Hafenmobilkrane vom Typ LHM 550 an den Baltic Container Terminal Gdynia geliefert. Die Auslieferung erfolgte im Rahmen einer EU-geförderten Ausschreibung mit festem Liefertermin im Juni 2026. Sämtliche Projektmeilensteine wurden planmäßig und termingerecht erreicht. Die neuen Krane sind für den Containerumschlag ausgelegt und ergänzen die bereits am Terminal eingesetzten LHM 400-Krane. Dies schafft Kontinuität in Betrieb, Wartung und Bedienung. Ausgestattet mit Pactronic unterstützen die Krane eine höhere Energieeffizienz bei anspruchsvollen Umschlagzyklen. Zudem ermöglicht ihre Auslegung eine spätere Umrüstung auf Elektroantrieb. Speziell dimensionierte Abstützplatten wurden an die vorhandene Kaistruktur angepasst und gewährleisten eine präzise technische Integration. Vor der Übergabe bestätigte ein achtstündiger Dauertest die stabile und störungsfreie Leistung unter Dauerbetriebsbedingungen.
Der Containerumschlag am Terminal begann 1979. Seit 2003 gehört der Standort zur ICTSI-Gruppe. Damit verbindet das Terminal eine lange regionale Tradition mit der Unterstützung eines weltweit tätigen Terminalbetreibers. Heute zählt der Standort zu den wichtigen Logistikdrehscheiben in Polen und im Baltikum. Leistungsfähige Straßen- und Schienenanbindungen stärken seine Rolle im regionalen und internationalen Güterverkehr. Zudem ist es das einzige Terminal in Gdynia, das Containerzüge in voller Länge nach Südpolen und Mitteleuropa abfertigen kann.
Die derzeitige Umschlagkapazität liegt bei rund 1 Million TEU, und aktuelle Zahlen unterstreichen die Dynamik dieser Entwicklung. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 558.331 TEU umgeschlagen, wobei rund 20 Prozent des Volumens auf den Schienenverkehr entfielen. Nach dem Ausbau der Kaianlagen kann das Terminal bereits Schiffe mit einer Länge von bis zu 400 Metern aufnehmen. Weitere Ausbauprojekte sollen die Kapazität der Liegeplätze – abhängig von der endgültigen Krankonfiguration – auf 1,2 bis 1,6 Millionen TEU erhöhen.
Wojciech Szymulewicz, Vorstandsvorsitzender des Baltic Container Terminal Gdynia, erklärte: „Diese neuen Krane verschaffen uns zusätzliche Flexibilität an der Schnittstelle zwischen Schiff, Terminal und Hinterland. Sie unterstützen unsere Wachstumspläne, passen zu unserem Betriebsmodell und stärken unsere Fähigkeit, unsere Kunden auch in der nächsten Entwicklungsphase des Terminals zuverlässig zu bedienen.“
Die Investition ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms. Dieses umfasst neue Ship-to-Shore-Krane, RTGs, Terminaltraktoren und digitale Systeme zur Steigerung der Produktivität und zur Anpassung an europäische Anforderungen. Gleichzeitig bereiten eine erweiterte Kai-Infrastruktur, modernisierte Kranbahnen und verbesserte Versorgungssysteme den Standort auf größere Schiffe und komplexere Betriebsabläufe vor. Vor diesem Hintergrund stellt die Ankunft der beiden neuen Hafenmobilkrane sowohl eine unmittelbare Kapazitätserweiterung als auch einen wichtigen Schritt in der langfristigen Weiterentwicklung des Terminals dar.
Der LHM 550 eignet sich für Häfen, die eine ausgewogene Kombination aus Leistung, Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit an die jeweiligen Liegeplatzbedingungen benötigen. Im vorliegenden Projekt wurde die Konfiguration gezielt auf die örtlichen Betriebsanforderungen und die langfristige Entwicklung des Terminals abgestimmt. Neben der Containerumschlagleistung umfasst das Projekt eine erweiterte Gewährleistung für Schlüsselkomponenten, Stahlkonstruktionen und Beschichtungen. Dies unterstützt den langfristigen Schutz der Anlagen unter anspruchsvollen maritimen Bedingungen. Dieser Ansatz unterstreicht den Fokus auf einen zuverlässigen Betrieb über den gesamten Lebenszyklus der Krane. Gleichzeitig schafft er die Voraussetzungen für zukünftige technische und betriebliche Weiterentwicklungen. Das Ergebnis sind Krane, die sich nahtlos in das bestehende Terminal integrieren und zugleich Spielraum für zukünftige Anforderungen bieten.
Das Vertriebs- und Servicenetzwerk von Liebherr schafft die Voraussetzungen für einen Hafenbetrieb mit hoher Verfügbarkeit. Der technische Support ist darauf ausgerichtet, Ausfallzeiten zu minimieren und die Kontinuität des täglichen Umschlagbetriebs sicherzustellen. Für Terminals mit engen Schiffszeitfenstern und komplexen Hinterlandverkehren ist ein reaktionsschneller Service ein entscheidender Erfolgsfaktor. Er trägt ebenso zur Leistungsfähigkeit des Betriebs bei wie die eingesetzte Technik selbst.
Andreas Müller, Geschäftsführer der Liebherr-Rostock GmbH, erklärte: „Unsere Zusammenarbeit mit dem Baltic Container Terminal Gdynia basiert auf langjährigem Vertrauen, technischem Austausch und gemeinsamen Standards in der Projektumsetzung. Die termingerechte Fertigstellung dieses Projekts gemäß den vereinbarten Spezifikationen ist ein wichtiger Erfolg. Sie zeigt, was starke Partnerschaften erreichen können, wenn beide Seiten konsequent und mit langfristiger Perspektive zusammenarbeiten. Wir verstehen dieses Projekt als Fortsetzung einer erfolgreichen Zusammenarbeit und als solide Grundlage für weitere Vorhaben in den kommenden Jahren.“
Angesichts des fortschreitenden Ausbaus der Hafeninfrastruktur, zunehmender Schiffsgrößen und der wachsenden Bedeutung intermodaler Verbindungen gewinnt die Wahl der Umschlagtechnik zunehmend an strategischer Bedeutung. Die beiden neuen Krane schaffen zusätzliche Kapazität, Betriebskontinuität und technische Präzision zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Für den Kunden unterstützen sie das Ziel, im Einklang mit der Marktnachfrage und der Infrastrukturentwicklung zu wachsen. Für Liebherr steht das Projekt für einen sorgfältig umgesetzten Beitrag zur Weiterentwicklung eines Terminals, dessen Bedeutung für die Frachtlogistik im Ostseeraum kontinuierlich wächst.
Cheers to 50 Years! Celebrating our mobile harbour cranes

Mathias Haugner
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