Damals lag in Russland der Anteil von Windenergie bei gerade einmal 0,02 % des gesamten Energieverbrauchs. Bis 2035 will das russische Energieministerium die Windenergie-Kapazität auf neun Gigawatt – was die Versorgung von rund acht Millionen Haushalten ermöglicht – ausbauen. Um Windenergieanlagen in Russland bauen zu können, müssen die Hersteller Anforderungen an eine lokale Fertigung erfüllen, die dazu dienen, den lokalen Arbeitsmarkt zu stärken.
Vor diesem Hintergrund nahm das Unternehmen Vestas, einer der führenden Hersteller von Windenergieanlagen, vor vier Jahren Kontakt mit Liebherr-Components auf. Dabei ging es um die Möglichkeit, den dänischen Hersteller beim Markteintritt in Russland zu unterstützen. Dass die Wahl auf Liebherr fiel, war kein Zufall: Am 2006 gegründeten, 120 Hektar großen Standort in Dserschinsk bei Nizhny Novgorod fertigt Liebherr seit über zehn Jahren Baugruppen für Erdbewegungsgeräte, Krane und Flugzeuge nach höchsten Qualitätsstandards und kundenspezifischen Anforderungen für den russischen Markt. Aufgrund technologischen Know-hows, Branchenwissens und einer idealen Infrastruktur vor Ort konnte Liebherr dem Kunden eine schnelle und flexible Lösung bieten. Da zu diesem Zeitpunkt unklar war, wie sich der russische Markt für Windenergieanlagen entwickeln würde, bot Liebherr dem Kunden eine willkommene Alternative zum Aufbau einer eigenen Fertigung vor Ort.