22.10.2020 Familienangelegenheit: Brückenbau mit vier K-Kranen von Liebherr

  • Gleich vier K-Krane auf einmal im Einsatz: zwei 81 K.1 und zwei 53 K
  • Krane überzeugen durch Reichweiten von 48 und 40 Metern sowie hohe Umschlagleistung
  • Fertigstellung der Flutbrücke Versen in Meppen sechs Monate früher als geplant

Gute Teamarbeit leisten gleich vier Liebherr-Turmdrehkrane der K-Kran-Familie im Zentrum des Emslands im Nordwesten Deutschlands: Zwei 81 K.1 und zwei 53 K sind beim Bau einer über 200 Meter langen Brücke für Betonierarbeiten sowie Schalungsversetzungen zuständig.

K-Kran-Familie von Liebherr im Einsatz beim Brückenbau in Meppen.

K-Kran-Familie von Liebherr im Einsatz beim Brückenbau in Meppen.

K-Kran-Familie von Liebherr im Einsatz beim Brückenbau in Meppen.

Um in einem Überschwemmungsgebiet im Emsland den Hochwasserabfluss auch die nächsten 100 Jahre gewährleisten zu können, wird die Flutbrücke Versen in Meppen neu gebaut. Die 85 Bohrpfähle von über 20 Metern Länge stehen bereits. Insgesamt werden für die Brücke über 5.000 Kubikmeter Beton und mehr als 700 Tonnen Stahl gebraucht – Lasten, die allesamt mit den vier Liebherr-Turmdrehkranen gehoben werden. Die schwersten Teile, Schalungstische mit Futterkästen, wiegen zwischen 2,2 und 3,1 Tonnen. Durch eingekletterte Turmstücke wurde eine Überschneidung der Arbeitsradien erreicht, sodass sämtliche Lasten ohne Hilfe von Autokranen umgeschlagen werden können.

Die Flutbrücke Versen ist 211 Meter lang und damit nach einer Brücke in Rhede (Ems) die zweitlängste im Landkreis Emsland. Da die gesamte Länge der Brücke optimal bedient werden muss, hat das Kranunternehmen Maschinen- und Anlagen- Reparatur- und Montage GmbH – kurz MARM GmbH – die vier Liebherr-Turmdrehkrane ausgewählt: Die beiden 81 K.1 sind mit 48 Metern Ausladung und 29 Metern Hakenhöhe im Einsatz, die beiden 53 K mit 40 Metern Ausladung und 23,8 Metern Hakenhöhe. Neben ihrer Reichweite war auch die hohe Umschlagleistung dank der Antriebe aus Liebherr-eigener Fertigung ausschlaggebend für diese Wahl.

Arbeitsbeginn in den frühen Morgenstunden für die K-Kran-Familie in Meppen.

Arbeitsbeginn in den frühen Morgenstunden für die K-Kran-Familie in Meppen.

Arbeitsbeginn in den frühen Morgenstunden für die K-Kran-Familie in Meppen.

Peter Herbers, Geschäftsführer des Meppener Bauunternehmens, Auftragnehmer des 6,5-Millionen-Euro-Projekts , und Bernhard Hackmann, zuständiger Projektbetreuer beim Landkreis Emsland, sind sich einig: Alles laufe bisher nach Plan. „Die Fertigstellung erfolgt noch im Jahr 2020 und damit ein halbes Jahr früher als geplant “, berichtet Herbers. Eine besondere Stärke der K-Krane sieht er „in der schnellen Demontage – bei bisher zwei Hochwasserereignissen mussten die Krane quasi über Nacht demontiert und aus dem Überflutungsgebiet entfernt werden.“

Während der Bau der Flutmuldenbrücke in den letzten Zügen liegt, wartet bereits der nächste Auftrag: Die Realisierung der mit rund 300 Metern längsten Brücke im Emsland, der Ems- und Flutmuldenbrücke in Rhede (Ems). Bei der Fertigstellung des Ersatzneubaus setzt das Familienunternehmen erneut auf die Kranexperten und Lösungen von Liebherr und ihrem Werkshändler vor Ort, der MARM GmbH, Niederlassung Lingen.