Schnellwechsel-Ballast (Option)
Schnellwechsel-Ballast (Option)

Gegensätzliche Ansprüche

Die Anforderungen an den neuen Liebherr 5-Achser im unteren Traglastbereich waren hoch und teilweise konträr: Leicht sollte er sein, damit er überall fahren kann und darf. Aber einen langen Teleskopausleger braucht er auch, und viel heben muss er natürlich auch können! Irgendwie haben sie es hingekriegt, unsere Konstrukteure und Statiker: Obwohl der neue LTM 1110-5.1 so leicht gebaut ist, dass er nur ein Gesamtgewicht von 48 Tonnen bei Achslasten unter 10 Tonnen erreicht, übertrifft er mit seinem 60 Meter langen Teleskopausleger und einem maximalen Ballast von nur 29 Tonnen die Leistung seiner Mitbewerber im Markt.

Mit 12 Tonnen Achslast dürfen Mobilkrane in den meisten Ländern dieser Welt fahren. Das ist die grundsätzliche Auslegung bei jedem Mobilkran. Aber weniger ist oft mehr oder besser, etwa, wenn es um Vorteile bei Zulassungen und Streckengenehmigungen geht. Auch limitierte Brücken, das beschränkte Befahren der Innenstädte oder tageszeitenabhängige Regelungen verursachen Hürden. Und in manchen Ländern fordert der Gesetzgeber sogar 10 Tonnen maximale Achslast. Genau das kann er, der neue LTM 1110-5.1. Und er kann es besonders gut, weil der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Achslastvarianten schnell geht. „Schnellwechsel-Ballast“ heißt unsere Lösung. Ballastplatten werden nicht mehr an der Drehbühne verschraubt, sondern so clever verbolzt, dass sie mit wenigen Handgriffen an- oder abgebaut werden können.

Manchmal darf es aber auch mehr sein: Überall dort, wo höhere Achslasten erlaubt sind und beim Fahren auf der Baustelle mit viel Ballast. Auch das kann der neue 110-Tonner gut, denn er bietet für diese Fahrsituationen gleichmäßige Achslastverteilungen bei abgelegtem und damit gesichertem Teleskopausleger.

Ein Plus an Leistung durch VarioBase® Plus

Viel Ballast bei 12 Tonnen Achslast – das macht einen starken Schnelleinsatzkran aus. Dann kann er einen großen Anteil der Kranjobs ohne zusätzliche Ballasttransporte erledigen, was besonders wirtschaftlich ist. Beim neuen LTM 1110-5.1 sind das bis zu 13,4 Tonnen Gegengewicht – ein hervorragender Wert in der 5-Achsklasse.

Längst bekannt und bewährt: Die variable Abstützbasis Vario-Base® generiert höhere Tragkräfte in Arbeitsbereichen über den Abstützungen. Doch beim neuen 110-Tonner gingen unsere Ingenieure noch einen Schritt weiter: Die hinteren Abstützungen sind doppelstufig ausgeführt und erreichen eine Stützbreite von 8,3 Metern. Das sind pro Seite zwar nur 0,65 Meter mehr als vorn, aber die Leistungssteigerung über die hinteren Abstützungen ist enorm, zum Beispiel im 12-Tonnen-Achslastzustand plus 29 Prozent. Die Kombination aus trapezförmiger und variabler Abstützbasis nennen wir VarioBase® Plus.

Das neue Getriebe mit einer ölgekühlten Lamellenkupplung ist zukunftsweisend.

Mikica Rafailovic, Abteilungsleiter Fahrgestelle

TraXon DynamicPerform - rangieren wie geschmiert

Zur Kraftübertragung auf die Kranachsen dient das neue ZF-TraXon-Getriebe. Wie beim Vorgänger, dem AS-Tronic, werden die 12 Gänge automatisiert geschaltet. Neu ist der ECOdrive: Im zuschaltbaren Eco-Betrieb wird eine optimierte Fahrabstimmung vorgegeben, die Kraftstoff einspart und Geräusche reduziert. Hillstart-Aid erleichtert das Anfahren am Berg.

Erstmals bei einem Mobilkran kommt beim neuen LTM 1110-5.1 das TraXon-Getriebe in der Variante „DynamicPerform“ mit einer ölgekühlten Lamellenkupplung zum Einsatz. Das neue Modul vermeidet, dass die Kupplung überhitzt und ermöglicht so dauerhaftes, verschleißfreies Rangieren auch bei hoher Reibenergie. Anfahren und Rangieren liegen mit der neuen Variante auf dem Niveau eines Getriebes mit Drehmomentwandler.

„Für unsere schweren Kranfahrzeuge bis zu fünf Achsen sehen wir so große Vorteile, dass wir ZF bei der Entwicklung des TraXon DynamicPerform und der Integration in den Antriebstrang von Mobilkranen unterstützt haben. Das neue Getriebe ist zukunftsweisend“, sagt Mikica Rafailovic, Abteilungsleiter Konstruktion Kranfahrgestelle bei Liebherr. Er ist seit 41 Jahren bei Liebherr in der Entwicklung von Technologien für den Unterwagen von Mobilkranen tätig und hat bahnbrechende Innovationen wie die hydropneumatische Niveaumatikfederung, die aktive Hinterachslenkung sowie das Ein-Motor-Konzept mit mechanischer Welle für den Oberwagenantrieb maßgeblich mitgestaltet.

Vorteile

  • Nasslaufende Lamellen garantieren dauerhaftes, verschleißfreies Rangieren.
  • Kühlender Ölkreislauf verhindert Überhitzen und Stillstandzeiten.

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