28.01.2019 Liebherr stellt neue EC-B-Baureihe vor

  • erste Geräte lieferbar ab April 2019 – weltweit
  • Variante mit Faserseil: mehr Tragkraft, längere Lebensdauer und leichtere Handhabung
  • Mehr Komfort für den Kranfahrer durch neue Kabine LiCAB und intuitive Bedienoberfläche
  • Bei voller Auslegerlänge gehören alle acht Geräte zu den größten ihrer Klasse
  • Bessere Fernwirkung durch neues Design mit integrierten Werbeflächen

Liebherr stellt auf der Baumaschinenmesse in München eine neue Flat-Top-Baureihe vor. Drei von acht Geräten sind mit Faserseil ausgestattet und tragen daher auch im Namen den Zusatz "Fibre". Das Faserseil hat eine vier Mal längere Lebensdauer als ein Stahlseil und ermöglicht den Fibre-Kranen deutlich höhere Traglasten. Zudem ist das Handling spürbar leichter als es bei dem Stahlseil der Fall ist.

Die ersten acht Geräte der neuen Baureihe decken bereits ein breites Leistungsspektrum ab – vom kleinen Citykran bis zum großen Umschlagsmeister ist alles mit dabei. So reichen die maximalen Traglasten von sechs Tonnen bis hin zu 16 Tonnen und die maximalen Spitzentraglasten von 1,6 Tonnen bis hin zu 2,8 Tonnen – bei maximaler Ausladung. Bei voller Auslegerlänge gehören alle acht Geräte zu den größten ihrer Klasse. So kommt schon der 125 EC-B 6 auf stolze 58 Meter. Die beiden größten Krane der neuen Baureihe, der 340 EC-B 12 und der 370 EC-B 12 Fibre haben jeweils eine Reichweite von bis zu 78 Metern. Zudem sind alle Krane montageoptimiert.

Auch den Komfort der Kranfahrer und die Sicherheit auf der Baustelle hatte der Baumaschinenhersteller bei der Entwicklung der neuen Baureihe im Blick: Die neue Kabine LiCAB ist deutlich größer und hat zudem mehr Sichtfläche. Außerdem haben die neuen Obendreher ein neues, zentrales Bedienelement: ein Multitouch-Display. Nicht zuletzt garantiert ein neues Design mit integrierten Werbeflächen eine bessere Fernwirkung der neuen Baureihe.

Auch die Jury des Bauma-Innovationspreises ist überzeugt: Der 370 EC-B 12 Fibre ist unter den Finalisten in der Kategorie "Maschine".

Fibre-Krane – die Variante mit Faserseil

Besonderes Highlight der neuen EC-B-Baureihe sind die Typen 240 EC-B Fibre und 370 EC-B Fibre. Diese Krane sind ausgestattet mit dem hochfesten Faserseil soLITE, das in 10-jähriger Entwicklungsarbeit von Liebherr und dem Seilhersteller Teufelberger entstand.

Neben bis zu 20 Prozent höheren Spitzentraglasten der Fibre-Krane gegenüber den Stahlseilvarianten besitzt das Faserseil eine vier Mal längere Lebensdauer bei gleicher Nutzung wie ein Stahlseil. Da das Seil nur etwa ein Fünftel im Vergleich zum Stahlseil wiegt, ist auch das Handling beim Einscheren des Hubseils deutlich einfacher. Zudem ist die Wartung unkomplizierter, da das Faserseil nicht geschmiert werden muss.

Auch die Sicherheit im Betrieb ist sichtbar erhöht: Die verschiedenen Bestandteile des Mantels nutzen sich unterschiedlich schnell ab – und spätestens wenn die rote Schicht unter dem Mantelgewebe zum Vorschein kommt, sieht der Kranfahrer, dass das Seil ausgetauscht werden muss.

Mehr Komfort für den Kranfahrer

Größe zählt: Mit über zwei Quadratmetern bietet die neue Kabine so viel Platz wie keine EC-B-Kabine zuvor. Durch das größere Sichtfeld hat der Kranfahrer die Baustelle nun noch besser im Blick – ein wesentlicher Aspekt für die Sicherheit auf der Baustelle.

Neben ergonomisch angebrachten Bedienelementen findet der Kranfahrer eine Vielzahl an Stell- und Ablageflächen vor – inklusive Details wie Getränkehalter. Zudem enthält die neue Kabine einige Steckdosen, um kleine Elektrogeräte wie Wasserkocher oder Funkgeräte mit Strom zu versorgen. Neben üblichen 230 V-Steckdosen wurde auch an USB-Schnittstellen für die Stromversorgung beispielsweise von Smartphones gedacht. Apropos Smartphones: Auch Telefonieren über eine Freisprecheinrichtung per Bluetooth und Abspielen von eigener Musik ist möglich.

Die Bedienung der Kabinen- und Kranfunktionen ist mit dem neuen Display deutlich einfacher und intuitiver: Das neue 12-Zoll-Multitouch-Display vernetzt die gesamte Kabine. Das bedeutet, es können sämtliche Steuerungseinstellungen wie das Skalieren per neu entwickeltem Skalier-Assistenten, das Einstellen der optimierten Arbeitsbereichsbegrenzung ABB oder die Bedienung der Katzfahrkamera über das Display vorgenommen werden. Auch Komfortfunktionen wie Klimaanlage, Radio oder Scheibenwischer lassen sich über das neue Display zentral steuern. Gibt es ein Update für das Tower Crane Operating System, so wird dieses angezeigt und kann mit einem sanften Fingertippen geladen werden.

Die Kabine ist in drei Ausführungen erhältlich: Es gibt die LiCAB Basic, die LiCAB Air mit Klimaanlage sowie die Premiumausführung LiCAB AirPlus mit Klimaanlage, Doppelverglasung und kippbaren Seitenfenstern.

Prägnant und modern: neues Design mit größeren Werbeflächen

Der inzwischen allgemein gültigen Farbgebung für Liebherr-Turmdrehkrane folgend erscheinen nun auch die neuen EC-B-Krane in einem zweifarbigen Grundlayout. Auf Kundenwunsch lassen sich die gelben Anteile einfach und kostengünstig an die jeweiligen Unternehmensfarben anpassen.

Die Werbeflächen wurden im Vergleich zu vorherigen Möglichkeiten mehr als doppelt so groß – ohne Verlust von Aufbauhöhen. So stehen den Kunden beispielsweise beim 340 EC-B 12 und beim 370 EC-B 12 Fibre zusätzliche 8,5 m² Werbefläche für ihre Firmenlogos und Werbebotschaften zur Verfügung, wahlweise auch mit Beleuchtung.

Stahlbau optimiert: kleiner, leichter, leistungsfähiger

Viele Details am Kranoberteil sind transport- und montageoptimiert: Der neue EC-B-Kompaktkopf, der Ausleger sowie die Laufkatze wurden noch einmal leichter als ihre Vorgänger. Zudem wurde der Ausleger so schmal, dass auch drei Auslegerteile auf eine LKW-Ladefläche passen. Gegenüber vergleichbaren Liebherr-Kranen wird so schon beim kürzesten Ausleger ein kompletter Transport-LWK weniger benötigt – bei voller Ausladung mindestens zwei LKWs weniger. Das spart Zeit und Geld. Ebenso erhielten die neuen Krane optimierte Schnellverbindungen für Ausleger und Gegenausleger, um die Montage noch einfacher und vor allem sicherer zu machen.

Die Leistungsfähigkeit der Turmsysteme wird bei der neuen EC-B-Baureihe optimal genutzt. So arbeitet sogar der aktuell größte neue EC-B, der 370 EC-B 12 Fibre, auf dem 21 HC 290 Turmsystem mit nur 2,1 Meter Eckstielmaß. Interessant ist das vor allem deshalb, weil dieses zum weitest verbreiteten Turmsystem von Liebherr gehört.

Für den 125 EC-B 6 hat Liebherr im Zuge der neuen Baureihe auch ein neues Turmsystem entwickelt, das 12 EC 125. Mit seinem äußerst schlanken Eckstielmaß von 1,2 Metern eignet sich das 12 EC-Turmsystem besonders für sehr eng projektierte Baustellen. Das 12 EC-Turmsystem gibt es in zwei Tragfähigkeiten: das 12 EC 100 und das 12 EC 125.

Die ersten acht Geräte der neuen EC-B-Baureihe sind der 125 EC-B 6, der 220 EC-B 10, der 220 EC-B 12, der 240 EC-B 10 Fibre, der 240 EC-B 12 Fibre, der 340 EC-B 12, der 340 EC-B 16 sowie der 370 EC-B 12 Fibre.

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