08.04.2019 Liebherr-Mobilkran LTM 1650-8.1 bietet Spitzentragkräfte auf acht Achsen mit 54 und 80 Meter Teleskopausleger

  • LTM 1650-8.1 auf maximale Leistung ausgelegt
  • Nachfolger des LTM 1500-8.1, des erfolgreichsten Großkranes aller Zeiten
  • 12 Tonnen Achslast mit 54 Meter Teleskopausleger
  • Verkaufsstart zur Bauma

Liebherr präsentiert auf der Bauma einen neuen 8-Achs-Mobilkran. Der LTM 1650-8.1 ist auf maximale Leistung ausgelegt. Der neue Liebherr-Mobilkran tritt in große Fußstapfen, denn er ist der Nachfolger des meistverkauften Großkranes aller Zeiten: Der LTM 1500-8.1 wurde bisher in einer Stückzahl von nahezu 600 Geräte ausgeliefert. Das erfolgreiche Konzept der zwei Teleskopausleger-Varianten wird fortgesetzt - der LTM 1650-8.1 wird mit 54 und 80 Meter Teleskopausleger erhältlich sein.

Der Liebherr-Mobilkran LTM 1650-8.1 ist auf maximale Leistung ausgelegt.

Der Liebherr-Mobilkran LTM 1650-8.1 ist auf maximale Leistung ausgelegt.

Bei der letzten Bauma überraschte Liebherr mit einem 8-Achs-Mobilkran, der auf maximale Flexibilität und schneller Einsatzbereitschaft ausgelegt ist: Der LTM 1450-8.1 fährt mit seinem 85 Meter langen Teleskopausleger und allen vier Abstützungen bei 12 Tonnen Achslast auf öffentlichen Straßen. Bei der Konzeption des neuen 8-Achsers setzte Liebherr auf maximale Tragkräfte. Der LTM 1650-8.1 fährt bei 12 Tonnen Achslast mit seinem 54 Meter Teleskopausleger und den vorderen Abstützungen. Um die Rüstzeit dennoch kurz zu halten, werden die hinteren Abstützungen in einem Hub als kompletter Abstützkasten angebaut und mit Schnellkupplungen verbunden.

Wie bei allen Neuentwicklungen der vergangenen Jahre hat Liebherr auch bei der Konstruktion des LTM 1650-8.1 unterschiedlichste Transportgewichte und Achslastvarianten berücksichtigt, um eine weltweit wirtschaftliche Mobilität sicherzustellen, sowohl für Achslasten unter 12 Tonnen als auch darüber.

Leistungsstarkes und variables Auslegersystem

Wie beim Vorgänger LTM 1500-8.1, der über 20 Jahre lang weltweit die Klasse der großen Teleskopkrane dominiert hat, bietet Liebherr den neuen Kran mit zwei Teleskopauslegerlängen an: 54 Meter oder 80 Meter. Kunden können auch beide Längen beschaffen und einfach wechseln, indem der Teleskopteil 3 mit Rollenkopf gegen die Teleskopteile 3 bis 5 ausgetauscht wird.

Dem Konzept entsprechend, das Maximum auf acht Achsen zu realisieren, sind die Tragkraftsteigerungen im Vergleich zum Vorgänger: Je nach Ausrüstung mit oder ohne Teleskopauslegerabspannung zwischen 15 und 50 Prozent. Die serienmäßige variable Abstützbasis VarioBase® bietet zusätzliche Leistungssteigerungen im Arbeitsbereich über die Abstützungen.

Bei der Y-Abspannung des neuen LTM 1650-8.1 haben die Konstrukteure auf die bewährte Technik des LTM 1500-8.1 zurückgegriffen: Sie entwickelten zwar das Ein-Seil-System in Richtung höherer Leistung weiter, der Vorteil der einfachen Handhabung wurde jedoch beibehalten. Die Spezialisten aus Ehingen legten den Fokus bei der Konstruktion auf einfaches, schnelles und sicheres Rüsten.

Diverse Gitterspitzen ermöglichen effiziente Einsätze bei einer Vielzahl von Anwendungen. Mit einer festen Gitterspitze von 6 bis 62 Metern Länge kann der Teleskopausleger einfach und schnell verlängert werden. Sie wird unter 0°, 10°, 20° oder 40° Neigung angebaut. Optional kann die feste Spitze hydraulisch zwischen 0° und 38 ° verstellt werden. Maximale Höhe, Ausladung und Leistung bietet die wippbare Gitterspitze, die eine Länge von 21 bis 91 Meter erreicht. Beide Gitterspitzen können am 54 Meter und am 80 Meter Teleskopausleger angebaut werden.

Höhere Einsatzflexibilität mit VarioBallast®

Eine hohe Leistung erfordert üblicherweise einen großen Ballastradius. Doch oft geht es auf Baustellen eng zu. Dann sollte der Ballastradius möglichst klein sein. Liebherr begegnet dieser Herausforderung mit der Innovation VarioBallast®. Der neue LTM 1650-8.1 übernimmt das bewährte System des LTM 1450-8.1: Der Ballastradius kann mit einem einfachen hydraulischen Schwenkmechanismus stufenlos verändert werden – beim LTM 1650-8.1 zwischen 6,3 und 8,4 Meter.

Der neue Liebherr 8-Achser arbeitet mit maximal 155 Tonnen Ballast. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit sind die Ballastplatten kompatibel mit den Platten des LTM 1350-6.1, des LTM 1400-7.1, LTM 1450-8.1, der Liebherr 9-Achs-Mobilkrane sowie des Raupenkranes LR 1350/1. Somit sind alle LTM-Großkrane mit einheitlichen Ballastplatten ausgestattet, was einen großen Vorteil in der Logistik für Kranbetreiber darstellt.

Fahrgestelltechnologie auf neuestem technischen Stand

Für einen leistungsstarken Fahrantrieb im Unterwagen des LTM 1650-8.1 sorgt ein Achtzylinder-Liebherr-Dieselmotor mit 505 kW / 687 PS und einem Drehmoment von 3.160 Nm. Der Motor erfüllt die neue Abgasemissionsrichtlinie Stufe V und kann für Länder außerhalb Europas auch nach den dort gültigen Richtlinien gebaut werden, zum Beispiel Tier 4f für die USA oder Stufe III für Low Regulated Countries.

Die Kraft wird über das innovative 12-Gang-Getriebe ZF-TraXon Torque auf die Kranachsen übertragen. Ein Drehmomentwandler erlaubt optimales Rangieren und Anfahren. Neu ist der ECOdrive: Im zuschaltbaren Eco-Betrieb wird eine optimierte Fahrabstimmung vorgegeben, die Kraftstoff einspart und Geräusche reduziert. Hillstart-Aid erleichtert das Anfahren am Berg. Als Dauerbremse dient der Intarder, eine ins Getriebe integrierte, verschleißlose Strömungsbremse. Zusätzlich steht serienmäßig eine Telma-Wirbelstrombremse zur Verfügung.

Bewährtes Ein-Motor-Konzept mit ECOmode

Das Liebherr Ein-Motor-Konzept hat sich inzwischen bei über 800 ausgelieferten Geräten bewährt und wird auch beim neuen LTM 1650-8.1 realisiert. Der Oberwagen wird über eine mechanische Welle angetrieben. Dabei werden vom Verteilergetriebe im Unterwagen Gelenkwellen über zwei Winkelgetriebe durch die Drehkranzmitte zum Pumpenverteilergetriebe im Oberwagen geführt.

Eine mechanische Welle bietet einen besonders hohen Wirkungsgrad und bei Kranarbeit wird vom Fahrgestell-Motor bereits bei niedrigen Drehzahlen ausreichend Leistung zur Verfügung gestellt. So ist die Wirtschaftlichkeit des Konzepts im Hinblick auf den Kraftstoffverbrauch sichergestellt. Vorteile des Verzichts auf einen separaten Oberwagen-Motor sind die Reduzierung des Wartungsaufwands sowie die Reduzierung des Gewichts. Das entfallende Gewicht kann für tragende Bauelemente genutzt und so die Tragkraft des Kranes gesteigert werden. Im ECOmode kann der komplette Pumpenantrieb im Motor-Leerlaufbetrieb automatisch ausgekuppelt und bei Leistungsbedarf über die intelligente Steuerung sekundenschnell wieder zugeschaltet werden.