28.01.2019 Intelligente Assistenzsysteme für Liebherr-Baumaschinen

  • INTUSI: Neues Zeitalter der Maschinenkommunikation
  • Intelligente Assistenzsysteme für XPower-Großradlader
  • Boom Up-and-Down Aid für Raupenkran
  • Demoversion von Condition Monitoring App

Die neuen Assistenzsysteme von Liebherr erhöhen auf vielfältige Art und Weise den Komfort und die Sicherheit im täglichen Einsatz. Sie bieten den Vorteil, dass sich Maschinenführer besser auf das unbeschwerte Arbeiten mit ihren Liebherr-Baumaschinen konzentrieren können.

Im Zuge der Digitalisierung verändert sich die Baustelle immer mehr zu einem logistischen Umfeld, in dem Mensch und Maschine sowie verschiedenste Maschinen untereinander Informationen austauschen. Es vollzieht sich derzeit ein Wandel von der reinen Bedienung einer Maschine hin zur Kommunikation zwischen Fahrer und Maschine. Fahrerassistenzsysteme sowie Funktionalitäten aus der vernetzten Welt der Baustelle 4.0 gewinnen zunehmend an Bedeutung.

INTUSI, das neue interaktive User Interface von Liebherr, ist für die Maschinen von Liebherr der Schlüssel zum Internet of Things.

INTUSI, das neue interaktive User Interface von Liebherr, ist für die Maschinen von Liebherr der Schlüssel zum Internet of Things.

Liebherr startet mit INTUSI in ein neues Zeitalter der Maschinenkommunikation

Das Ziel von Liebherr war es daher, den Maschinenführern ein zukunftsorientiertes Maschineninterface bereitzustellen, bei dem sie auf die gewohnte Übersichtlichkeit und verständliche Gesamtlogik von Liebherr vertrauen können. Das Konzept wird zukünftig maschinenübergreifend in allen Liebherr-Erdbewegungs- und Materialumschlagmaschinen zum Einsatz kommen.

Auf der Bauma 2019 präsentiert Liebherr der Öffentlichkeit erstmals das innovative, adaptive Konzept INTUSI, das die Kommunikation von und mit Baumaschinen revolutionieren wird. Es ist für die Bau- und Materialumschlagmaschinen von Liebherr der Schlüssel zum Internet of Things und kombiniert eine intelligente Bedienlogik mit einer ausgeklügelten Maschinenintelligenz. Liebherr hat dazu die komplett neue, moderne Steuerungsumgebung geschaffen. INTUSI steht als Abkürzung für ein interaktives User Interface.

Grundlage für den effizienten Maschineneinsatz ist eine durchdachte Unterstützung des Maschinenführers mit den entsprechenden Funktionalitäten. Dabei vernetzt Liebherr die Bedien- und Maschinenintelligenz miteinander. Im neuen Bedienkonzept sind verschiedene Assistenzsysteme integriert und Sicherheitsfunktionen automatisiert. Erkennt die Maschine beispielsweise eine einsetzende Dämmerung, wird der Bediener automatisch auf den veränderten äußeren Zustand hingewiesen und erhält den Vorschlag zum Einschalten des Lichts.

Die aktive Personenerkennung heckseitig schützt vor Unfällen mit Personenschaden.

Die aktive Personenerkennung heckseitig schützt vor Unfällen mit Personenschaden.

Intelligente Assistenzsysteme als Neuheit für XPower-Großradlader von Liebherr auf der Bauma 2019

Der Baumaschinenhersteller präsentiert dem Fachpublikum erstmals ein Gesamtpaket mit mehreren intelligenten Assistenzsystemen für die XPower-Großradlader. Dazu gehören zum Beispiel die neue aktive Personenerkennung heckseitig sowie ein sensorgestütztes, integriertes Reifendrucküberwachungssystem. Mit diesen und weiteren Assistenzsystemen bietet Liebherr ganzheitliche Lösungen, um Sicherheit und Komfort in der täglichen Arbeit mit einem Radlader zu optimieren. Sämtliche Systeme sind von Liebherr entwickelt und daher vollumfänglich in der Maschinensteuerung integriert. Eine weitere Weltpremiere von Liebherr im Bereich der Radlader ist ein neues, intuitiv bedienbares Lenksystem, das ab der Bauma 2019 für alle Modelle der mittleren und großen Baureihe verfügbar sein wird.

Der neue Liebherr-Raupenkran LR 1300 SX mit Derrickausleger besticht mit vielen innovativen Assistenzsystemen, welche die Sicherheit in der Anwendung erhöhen und das Handling erleichtern.

Der neue Liebherr-Raupenkran LR 1300 SX mit Derrickausleger besticht mit vielen innovativen Assistenzsystemen, welche die Sicherheit in der Anwendung erhöhen und das Handling erleichtern.

Höhere Sicherheit, leichtere Bedienung: die neue Generation des Liebherr-Raupenkrans LR 1300 SX

Die Liebherr-Werk Nenzing GmbH präsentiert auf der diesjährigen Messe den LR 1300 SX der neuen Generation. Der Raupenkran besticht mit vielen innovativen Assistenzsystemen, welche die Sicherheit in der Anwendung erhöhen und das Handling erleichtern.

Die Bedienung eines Krans kann nicht nur bei Hebearbeiten sehr anspruchsvoll sein, sondern auch dann, wenn keine Last am Haken hängt. Ist der Schwerpunkt des Krans zu weit vorne, besteht beim Ablegen des Haupt- und Nadelauslegers das Risiko, dass der Kran kippen könnte. Das Liebherr-Assistenzsystem „Boom Up-and-Down Aid“ zeigt im Ablege- oder Aufrichtbetrieb am Betriebsmonitor die Annäherung des Krans an die Kipplinie an und stoppt automatisch, bevor sich der Kranführer unbeabsichtigt in eine unsichere Position manövriert. Es gibt dem Kranführer Hilfestellung zum sicheren Verlassen der Gefahrenzone, ohne dass eine Überbrückung des Schutzsystems betätigt werden muss.

Neben der Berücksichtigung von Windeinflüssen ist die Tragfähigkeit des Bodens und die Überwachung des Bodendrucks entscheidend für den sicheren Betrieb eines Krans. Die Bodendruckanzeige des neuen Liebherr-Raupenkrans LR 1300 SX berechnet den aktuellen Bodendruck der Maschine in Echtzeit und vergleicht diesen mit vorgegebenen Sicherheitsgrenzwerten der jeweiligen Baustelle. Der Bodendruck wird in der Fahrerkabine angezeigt und der Geräteführer weiß zu jeder Zeit, ob er sich in einem kritischen Bereich befindet oder sich einem solchen annähert. Gefährliche Arbeitsschritte können so unterlassen oder rechtzeitig angepasst werden.

App gibt Überblick über Condition-Monitoring-Funktionalitäten

Auf der Messe stellt Liebherr Components die Demoversion einer App vor, welche umfangreiche Funktionalitäten aller Liebherr-Komponenten im Bereich Condition Monitoring zeigt – von Dieselmotoren über Energiespeicher, Hydraulik, Getriebe und Großwälzlager. Maschinenhersteller können die Flottenmanager, Servicemitarbeiter und Maschinenbediener ihrer Kunden zukünftig über den Zustand der Komponenten informieren. Zusätzlich kann der OEM die erfassten Daten auch zur Optimierung von Kraftstoffverbrauch und Leistung des Geräts nutzen.

Perspektivisch lassen sich notwendige Wartungen und außerplanmäßige Servicefälle rechtzeitig erkennen und somit Ausfälle der Maschine reduzieren und verhindern. Die Sparte Komponenten fungiert dabei als Entwicklungspartner für den Maschinenhersteller. Innovative Sensortechnologien erweitern die verfügbare Datenbasis. Eine rechenstarke Telematikeinheit mit zahlreichen Schnittstellen sorgt für eine sichere Datenübertragung bei anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.