08.04.2019 Facelift: Liebherr-Mobilbaukran MK 88-4.1

  • Lieferbar ab Anfang 2020
  • Mehr Einsatzgebiete durch unterschiedliche Achslastvarianten
  • Wenn es eng zugeht: halbseitige Abstützung
  • Umweltfreundlich: emissionsfreies Arbeiten durch elektrische Antriebe

Liebherr hat den bestehenden Vierachser einem Update unterzogen und stellt auf der Bauma 2019 den neuen MK 88-4.1 vor. Der Zahlenzusatz in der Namensgebung spiegelt dabei zum einen die vier Achsen und zum anderen die erste Version dieses Krantyps wider. Bei bewährter MK-Technologie ist dieser Mobilbaukran noch stärker und noch flexibler als sein Vorgänger. Dies zeigt sich vor allem in der Auslegersteilstellung.

Facelift: der neue Liebherr-Mobilbaukran MK 88-4.1.

Facelift: der neue Liebherr-Mobilbaukran MK 88-4.1.

Neu sind beispielsweise seine unterschiedlichen Achslastvarianten, wodurch der Kran deutlich wirtschaftlicher ist. Auch an die Umwelt hat der Baumaschinenhersteller gedacht: Der MK 88-4.1 kann mit noch weniger Netzleistung als sein Vorgänger emissionsfrei arbeiten.

Die maximale Traglast von 8.000 Kilogramm und die maximale Ausladung von 45 Metern bleiben gleich. Auch die maximale Traglast von 2.200 Kilogramm an der Spitze bleibt unverändert im Vergleich zum MK 88 Plus.

Leistungsstärkeres Katzfahrwerk

Neben der bewährten Load-Plus-Funktion, mit der der Mobilbaukran auf bis zu zehn Prozent mehr Traglast kommt, hat der Kran ein leistungsstärkeres Katzfahrwerk erhalten. Mit diesem kann der Liebherr-Mobilbaukran MK 88-4.1 auch in der 15°-Stellung und in der 45°-Steilstellung mit höheren Traglasten arbeiten. So ist die maximale Traglast des MK 88-4.1 im Vergleich zu seinem Vorgänger in der 45° Steilstellung um bis zu 50 Prozent erhöht. Konkret bedeutet das, dass er in der 45° Steilstellung statt 1850 Kilogramm ganze 2.800 Kilogramm auf bis zu 21 Meter Ausladung heben kann.

Mehr Einsatzgebiete durch unterschiedliche Achslastvarianten

Ein neues Ballastkonzept macht unterschiedliche Achslastvarianten und damit mehr Einsatzgebiete möglich. So gibt es den MK 88-4.1 in drei unterschiedlichen Achslast-Konfigurationen. Mit Zusatzballast belaufen sich die Achslasten jeweils auf unter 13 Tonnen. Nur mit Grundballast kommt der Liebherr-Mobilbaukran auf unter 12 Tonnen Achslast. Lässt man den Grundballast weg, kann die Achslast auf unter zehn Tonnen reduziert werden. So kann der Kran beispielsweise auch auf achslastbeschränkten Brücken und Straßen fahren. Durch eine angepasste Lastkurve ist auch in der zehn-Tonnen-Ausführung weiterhin kraftvolles Arbeiten möglich.

Wenn es eng zugeht: halbseitige Abstützung

Zudem kann der MK 88-4.1 nun wie der MK 140 auch halbseitig abgestützt werden, sodass möglichen Straßenhindernissen aus dem Weg gegangen werden kann. Die Standard-Abstützweite beträgt sieben Meter und kann bei Bedarf auf 5,75 Meter reduziert werden.

Umweltfreundlich: emissionsfreies Arbeiten

Dank ihrer elektrischen Antriebe gehen Einsätze mit Liebherr-Mobilbaukranen nicht nur geräuscharm, sondern auch umweltschonend über die Bühne. Dies ist vor allem bei Nachteinsätzen von großem Vorteil. Der neue Mobilbaukran MK 88-4.1 ist nun neben dem üblichen 63-Ampere-Anschluss auch mit einem 32-Ampere-Anschluss ausgestattet. Durch ein intelligentes Energiemanagementsystem wird immer die maximal zur Verfügung stehende Leistung für den Kranbetrieb genutzt. Somit kann der MK 88-4.1 auch bei geringerer Netzleistung per Strom betrieben werden, wenn es die Bedingungen am Einsatzort nicht anders zulassen.

Mehr Komfort für den Kranfahrer

Neben der halbseitigen Abstützung wurden noch weitere Features vom größeren Mobilbaukran MK 140 übernommen, sodass sich nun über die gesamte MK-Baureihe ein einheitliches Bedienkonzept ergibt. So wurde der MK 88-4.1 beispielsweise mit der vom MK 140 bekannten Liftkabine ausgestattet. Diese lässt sich stufenlos in der Höhe verstellen und hat vergrößerte Fensterflächen sowie eine modernere Ausstattung. Für eine bessere Rundum-Sicht und damit eine höhere Sicherheit sorgen außerdem optionale Katz- und Drehbühnenkameras. Mit dem kombinierten Heiz-Klimasystem lässt sich die Temperatur der Kabine optimal regeln.

Auch das Fahrerhaus wurde einem Facelift unterzogen, sodass es für den Kranfahrer dort ebenfalls komfortabler ist. Neben einer ergonomischeren Bedienung wurde hierbei auch an kleine Details wie einen klimatisierten Sitz oder eine praktische Handyhalterung gedacht.