Liebherr-Hausgeräte: Kommunikation als Erfolgsfaktor

Das Verpacken von Kühlschränken gehört aus ergonomischer Sicht zu einer der anspruchsvollsten Aufgaben. Die Liebherr-Hausgeräte Ochsenhausen GmbH optimierte ihren Verpackungsbereich und setzte dabei auf Kompetenzen innerhalb der Firmengruppe. Die wichtigsten Erfolge der Umstrukturierung sind eine verbesserte Qualität der Verpackung, Kostensenkungen und eine Entlastung der Mitarbeiter.

Verpackungsanlage für Liebherr-Kühlschränke

Verpackungsanlage für Liebherr-Kühlschränke

In Ochsenhausen wurde der Verpackungsprozess bislang manuell ausgeführt. Für die Gesundheit der Mitarbeiter und zur qualitativen Prozessoptimierung war daher die Einführung eines entlastenden Systems geboten. Das präzise automatisierte Überstülpen der Kartons schließt menschliche Fehler beim Verpacken aus und die Produkte sind gut gesichert für den Transport.

Bestehende Bausubstanz beachten

Verpacken mit 20 Verpackungsvarianten

Verpacken mit 20 Verpackungsvarianten

Bauliche Vorgaben und Einschränkungen limitieren die Planungsfreiheiten für die Verpackungslinie. Der Platz war sehr begrenzt und die Deckenkonstruktion musste berücksichtigt werden, da es an einigen Stellen Unterzüge gab, die den Hub des Portals einschränkten. „Aber das ist unser Tagesgeschäft, denn Automationslösungen entstehen nun einmal nicht in einem Vakuum“, erläutert Thomas Mattern, Entwicklungsleiter bei der Liebherr-Verzahntechnik GmbH. Das Problem der niedrigen Hallenhöhe löste man für die Portale mit einer Zweifach-Teleskopkonstruktion. Diese ermöglicht den erforderlichen Hub bei deutlich geringerer Bauhöhe.

Hohe Taktzahl – große Variantenvielfalt

Verpackung von 4.500 Kühlschränken täglich

Verpackung von 4.500 Kühlschränken täglich

Der vielfältige Output der Produktionslinien in Ochsenhausen erforderte zudem ein entsprechend flexibles System, das die unterschiedlichen Kühlschränke verpackt. „Die Anlage hat unsere Erwartungen dahingehend absolut erfüllt“ erklärt Benjamin Maucher, Projektleiter bei der Liebherr-Hausgeräte Ochsenhausen GmbH.
Mit der hohen Produktionsleistung von 4.500 Kühlschränken täglich trägt der Standort maßgeblich zur weltweiten Fertigung bei. „An die Verfügbarkeit gab es besonders hohe Anforderungen“, berichtet Thomas Mattern. „Da wir hier ja in der laufenden Produktion sind, kann man sich keinen Fehler erlauben, denn alle zwölf Sekunden kommt ein Kühlschrank. Wenn etwas ausfällt, steht die gesamte Produktion.“

Konstruktive übergreifende Zusammenarbeit

Aufgrund der hohen Variantenvielfalt ergeben sich automatisch verschiedene Kartongrößen, die abrufbereit und schnell verfügbar sein müssen. „Daher lag eine Portallösung nahe. Die ersten Ideen entstanden alle intern im Team der Fertigungsplanung und wurden dann mit den Lieferanten abgeglichen. Ohne das Know-how der Lieferanten und die gute Kommunikation untereinander hätten wir das niemals so realisieren können“ beschreibt Benjamin Maucher.
Liebherr liefert als Generalunternehmer das Komplettprogramm, bestehend aus eigenen Komponenten und solchen von spezialisierten Partnern.

Saubere Schnittstellen

Den Erfolg des Projekts machen die gut funktionierenden Schnittstellen aus: Zum einen sind es die Menschen, die den Entwicklungs- und Implementierungsprozess begleiten, zum anderen die harmonisch zusammenarbeitenden Systeme der beteiligten Partner. Mit dem Ergebnis ist Benjamin Maucher sehr zufrieden: „Die Kommunikation untereinander lief hervorragend. Für mich als Projektleiter war es zudem wichtig, mit der Liebherr-Verzahntechnik GmbH den einen zentralen Ansprechpartner zu haben, denn das erleichtert die Kommunikation erheblich. Mit dieser Lösung haben wir einen wirtschaftlichen Weg gefunden, in die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu investieren.“