29.07.2019 Sieger des Liebherr-Innovationswettbewerbs erhalten Erfinderpreis

Stellvertretend für ihr fünfköpfiges Erfinderteam nehmen David Messmer (links) und Samuel Dilger (rechts) den Artur-Fischer-Erfinderpreis im Haus der Wirtschaft in Stuttgart entgegen.

Stellvertretend für ihr fünfköpfiges Erfinderteam nehmen David Messmer (links) und Samuel Dilger (rechts) den Artur-Fischer-Erfinderpreis im Haus der Wirtschaft in Stuttgart entgegen.

Angefangen hatte alles mit einem internen Innovationswettbewerb des Schülerforschungszentrums (SFZ), den die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH Anfang 2018 ausgeschrieben hatte. Im Mittelpunkt des Forschungswettbewerbs stand das Phänomen der Kavitation, also der Bildung und Auflösung von Dampfblasen in bewegten Flüssigkeiten. Dabei galt es, Lösungsansätze zur Verringerung der Blasenbildung in geschlossenen Kühlsystemen zu entwickeln und Möglichkeiten zu finden, wie bereits entstandene Blasen schnell aus dem System entfernt werden können. Die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH richtete den Wettbewerb aus und stellte die Testapparaturen bereit, an welchen die Schüler all ihre Ideen ausprobieren konnten.

Das fünfköpfige Team aus Samuel Dilger, David Meßmer, Jan Zeller, Andre Merkel und Vizenz Dreher (alle von der Ferdinand von Steinbeis Schule) hatten am SFZ Tuttlingen anschließend einen Zentrifugalabscheider für die entstehenden Gasblasen entwickelt, der sich unkompliziert und kostengünstig in den Kühlkreislauf integrieren ließ. Im Dezember vergangenen Jahres überzeugten sie damit die Jury in Kirchdorf, bestehend aus leitenden Entwicklungsingenieuren der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH sowie zwei Vorstandsmitgliedern des SFZ Südwürttemberg e.V..

Manuel Vogel, der SFZ-Standortleiter in Tuttlingen, betont, dass solch praxisnahen Auftragsforschungen Schüler besonders stark motiviere, da die Jugendlichen sehen, dass die Industrie ehrliches Interesses an ihren Ideen zeige. Auch, oder besonders dann, wenn diese mutig und unkonventionell sind.

Dass die Erfindung der Schüler tatsächlich die Lösung eines „alten Problems“ sein könnte, beweist auch der erste Preis des Artur-Fischer-Erfinderwettbewerbs. Manuel Vogel betonte, dass die Konkurrenz beeindruckend stark war und dass unter anderem Bundessieger anderer Wettbewerber am Start waren. Umso größer war natürlich die Freude über den Erhalt des Artur-Fischer-Erfinderpreises.

Über den Artur-Fischer-Erfinderpreis

Der Artur-Fischer Erfinderpreis wird alle zwei Jahre an private Erfinder und, im Rahmen eines Schülerwettbewerbs, auch an einzelne Schüler und Schülergruppen verliehen. Die Erfindungen werden durch eine Jury beurteilt. Bewertet werden Kreativität, Teamgeist und der Nutzen der Erfindung. Neben der Anerkennung der erfinderischen Leistung, bekommen die Tüftler auch die Gelegenheit, sich untereinander bzw. mit Unternehmen auszutauschen.