14.09.2020 Schwerlastkran HLC 295000 wird repariert

Positive Signale aus Rostock: Der Offshore-Kran HLC 295000 von Liebherr wird repariert. Der im Rostocker Überseehafen beschädigte Kran an Bord des Spezialschiffes „Orion“ wird im Verlauf des Jahres 2021 fertiggestellt. Die Vorbereitungen für die Bergung des Krans laufen auf Hochtouren.

Es ist ein Zeichen der Partnerschaft, des Zusammenhalts und ein Vertrauensbeweis in die eigenen Stärken. Die Liebherr-MCCtec Rostock GmbH wird den Schwerlastkran HLC 295000 reparieren und seinem Kunden übergeben.

„In diesen Zeiten zeigt sich, wie gut eine Partnerschaft funktioniert. Obwohl uns die Ereignisse rund um den 2. Mai 2020 getroffen haben, sind wir von der hohen Qualität unserer Produkte überzeugt. So werden wir den HLC 295000 wieder aufbauen und dieses Projekt gemeinsam mit unseren Partnern zum erfolgreichen Abschluss bringen“, sagt Leopold Berthold, Geschäftsführer der Liebherr-MCCtec Rostock GmbH

Für die Bergung der beschädigten Komponenten des HLC 295000 wurde die Firma SARENS beauftragt. Als einer der weltweit führenden Heavy-Lift-Spezialisten verfügt SARENS über jahrelange Erfahrung und moderne Technik. Für alle Beteiligten steht bei der Bergung die Sicherheit von Mannschaft, Schiff und Umwelt an erster Stelle.

In Abstimmung mit der Hafenbehörde, dem Hafenbetreiber und Liebherr wird das Bergungskonzept in den kommenden Wochen verfeinert und in Umsetzung gebracht. Stark vereinfacht lässt sich die Bergung in drei Phasen unterteilen. Da der Kran nicht direkt vor Ort geborgen werden kann, erfolgt in der ersten Phase der Bergung zunächst eine Absicherung der Unfallstelle, um das Schiff anschließend zum Liegeplatz 25 im Rostocker Überseehafen zu verholen. In Phase zwei werden dann die exponierten Komponenten geborgen, um in Phase drei einen kontrollierten und sicheren Rückbau des Krans zu gewährleisten. Die Bergungsarbeiten werden voraussichtlich noch im September beginnen.

Damit der Schwerlastkran wieder in Betrieb genommen werden kann, sind in den nächsten Monaten umfangreiche Reparaturen erforderlich. Nach aktuellem Kenntnisstand werden sowohl der 145 Meter lange Kranausleger sowie Teile des A-Bocks komplett neu gefertigt. Die dafür nötigen Stahlbauarbeiten beginnen bereits im September 2020 im Rostocker Liebherr-Werk.

Mit einer Hubleistung von bis zu 5.000 Tonnen bei einer Ausladung von 35 Metern und einer maximalen Hubhöhe von 175 Metern über Deck ist der HLC 295000 der größte Offshore-Kran, den Liebherr je gefertigt hat. Die HLC-Serie und die Erweiterung des Schwerlastkranprogramms sind nicht zuletzt aufgrund der Energiewende fest in der Strategie der Liebherr-Sparte Maritime Krane verankert. Es werden deutlich mehr und größer dimensionierte Offshore-Windkraftanlagen gebaut, um eine nachhaltige Energieversorgung für heutige und zukünftige Generationen zu gewährleisten. Für den Bau dieser modernen Windkraftanlagen ist die Hubhöhe des HLC 295000 ein entscheidender Faktor. Hinzu kommt der Trend zum Rückbau ausgedienter Offshore-Öl- und Gas-Förderanlagen, bei denen große und schwere Teile auf offener See demontiert werden müssen – eine wichtige Aufgabe der neuen HLC-Serie von Liebherr, die sie aufgrund der Hubkapazität von bis zu 5.000 Tonnen bewältigen kann.