06.03.2019 Liebherr-Hydraulikbagger GmbH initiiert SFZ-internen Wettbewerb

Das Schülerforschungszentrum (SFZ) Südwürttemberg präsentierte die Ergebnisse des Wettbewerbs im Dezember 2018 bei der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH in Kirchdorf.

Das Schülerforschungszentrum (SFZ) Südwürttemberg präsentierte die Ergebnisse des Wettbewerbs im Dezember 2018 bei der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH in Kirchdorf.

Die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH als langjähriger Unterstützer des Schülerforschungszentrums (SFZ) Südwürttemberg hat die Sieger eines SFZ-Innovationswettbewerbs gekürt. Insgesamt nahmen 17 Nachwuchsforscher in sechs Teams aus fünf verschiedenen SFZ Standorten die Herausforderung an.

Im Mittelpunkt des Forschungswettbewerbs stand das Phänomen der Kavitation, also der Bildung und Auflösung von Dampfblasen in bewegten Flüssigkeiten. Dabei galt es Lösungsansätze zur Verringerung der Blasenbildung in geschlossenen Kühlsystemen zu entwickeln bzw. Ideen hervorzubringen, wie bereits entstandene Blasen schnell aus dem System entfernt werden können. Die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH richtete den Wettbewerb aus und stellte Testapparaturen bereit, die zum Entwickeln und Testen der Ideen herangezogen werden konnten. Die Aufgabe wurde den Jugendlichen im Frühjahr 2018 gestellt.

Ergebnisse offenbaren vielfältige und tiefgründige Lösungsansätze

Im Dezember präsentierten die Schüler ihre Ergebnisse einer Jury aus leitenden Entwicklungsingenieuren der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH sowie zwei Vorstandsmitgliedern des SFZ Südwürttemberg e.V.. Werner Seifried, Technik-Geschäftsführer der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH, begrüßte die jungen Tüftler und erklärte, dass er sich auf ihre mutigen und verrückten Ideen freue. „Als langjähriger Ingenieur besteht manchmal auch die Gefahr, betriebsblind zu werden.“

Vor allem die Tiefgründigkeit und die unterschiedlichen Lösungsansätze begeisterten die Jury. Fünf der sechs Teams verfolgten unterschiedliche technische Lösungsansätze: Von der klassischen Entgasung durch Ultraschall, die durch das SFZ Ochsenhausen vorgeschlagen wurde, über eine durch das SFZ Friedrichshafen entwickelte Unterdruckmethode reichten die Ideen bis hin zu der Nutzung eines Zentrifugalabscheiders (SFZ Eningen und Tuttlingen). Die Bad Saulgauer SFZ-Forscher stießen bei der Untersuchung ihrer Filter-Methode sogar auf ein bisher unbekanntes physikalisches Phänomen. Das Team des SFZ Biberach verfolgte einen chemischen Lösungsansatz. Bei den Jugendlichen stand das Kühlmittel im Fokus – sie suchten nach Zusätzen, die dessen Viskosität herabsetzen, ohne dabei die Kühleigenschaft zu beeinflussen.

Sieger-Team aus Tuttlingen

Eugen Schobesberger, Spartengeschäftsführer Technik der Liebherr-EMtec GmbH, betonte bei der Verkündung des Sieger-Teams: „Sieger seid ihr alle.“ Er führte weiter an, dass Liebherr der größte Sieger sei. „Wir durften kreative junge Menschen mit spannenden Ideen kennenlernen, die auch uns weiterbringen.“ Auch Werner Seifried stellte in den Mittelpunkt, dass alle Schüler bei der Weiterführung ihrer Projekte intensiv unterstützt werden. Als Sieger-Team ging schlussendlich das SFZ Tuttlingen hervor und erhielt damit den Liebherr-Innovationspreis. Das Team hatte einen konkreten Lösungsvorschlag mitgebracht und präsentierte ein fertig konstruiertes Modell eines Zentrifugalabscheiders, was die Jury überzeugte.

Neben einem spannenden Forschungstag im Aus- und Weiterbildungszentrum hatten die jungen Forscher die Gelegenheit, die Liebherr-Hydraulikbagger GmbH bei einer Werksführung näher kennen zu lernen. Um sich für ihr Engagement zu bedanken, lud die Liebherr-Geschäftsführung alle Nachwuchsforscher zur diesjährigen Bauma nach München ein.