Ausblick
Das Jahr 2016

Im laufenden Jahr wird sich die Weltwirtschaft voraussichtlich ähnlich entwickeln wie im Jahr 2015. Dabei sollen sowohl die Industrie- als auch die Schwellenländer etwa in der Größenordnung des Vorjahres wachsen. Die Firmengruppe Liebherr rechnet mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau.

Für 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds ein stabiles Wachstum der Weltwirtschaft: Global wird die Wirtschaft voraussichtlich um 3.4 % wachsen, wobei sich die Konjunktur sowohl in den Industrieländern (+ 2,1 %) als auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern (+ 4,3 %) positiv entwickeln dürfte. Die deutsche Volkswirtschaft wird sich mit einer prognostizierten Wachstumsrate von + 1,7 % voraussichtlich etwas erfreulicher entwickeln als im Jahr zuvor.

Allerdings könnte insbesondere das Wachstum der Schwellenländer, unter anderem durch das Verlangsamen der chinesischen Konjunktur, weiterhin beeinträchtigt werden.

Der Welthandelsorganisation zufolge wird das weltweite Handelsvolumen im laufenden Jahr um 3,9 % wachsen. Die weltweite Produktion wird voraussichtlich moderat zunehmen.

In zahlreichen Ländern Europas werden die Aktivitäten der Bauindustrie auch in diesem Jahr zunehmen. In den USA wird sich die Baubranche voraussichtlich ebenfalls positiv entwickeln, wenngleich in einem geringeren Ausmaß als in den beiden Jahren zuvor. In der von Rohstoffpreisen abhängigen Gewinnungsindustrie hingegen ist weltweit auch 2016 noch nicht mit einer Erholung zu rechnen.

Das Wachstum der internationalen Luftfracht verlangsamte sich bereits im Jahr 2015. Diese Tendenz wird sich voraussichtlich fortsetzen. Die Nachfrage nach internationalen Flugreisen dagegen wird sich Angaben der Internationalen Flug-Transport-Vereinigung IATA zufolge positiv entwickeln.

Chancen und Risiken

Für die Darstellung der einzelnen Chancen und Risiken erfolgt eine Zusammenfassung gleichartiger Chancen und Risiken. In den einzelnen Kapiteln zur Entwicklung der Sparten wird über die korrespondierenden Chancen und Risiken berichtet.

Gesamtwirtschaftliche Chancen ergeben sich insbesondere aus den positiven Perspektiven für das US-amerikanische Wirtschaftswachstum. Hingegen bergen geopolitische Unsicherheiten im Mittleren Osten und wirtschaftliche Unsicherheiten in Russland sowie anhaltend niedrige Rohstoffpreise für die Firmengruppe Risiken.

Leistungswirtschaftliche Risiken der Firmengruppe können bestimmte Kostenänderungen infolge volatiler Rohstoffpreise bedingen, die nicht unmittelbar durch vertragliche Preisindexierungen weitergegeben werden können.

Aus dem operativen Geschäft ergeben sich Marktpreisrisiken insbesondere durch Währungs- und Zinsschwankungen. Liebherr kontrolliert diese Risiken fortlaufend und sichert ausgewählte Transaktionen mit geeigneten Finanzinstrumenten ab. Dabei geht die Firmengruppe nur Finanztransaktionen ein, die im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit stehen und der Absicherung dienen. Transaktionen mit Spekulationshintergrund betreibt Liebherr grundsätzlich nicht.

Die globale Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten sowie eine breite Produktdiversifikation in Verbindung mit einem in der Firmengruppe verankerten Risikomanagementsystem gewährleisten die Beherrschung der relevanten Risiken. Auf Basis der derzeit bekannten Informationen sind keine weiteren Risiken zu erkennen, die im Geschäftsjahr 2016 die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Liebherr wesentlich beeinträchtigen und den Fortbestand der Firmengruppe insgesamt gefährden könnten.

Prognose für die Firmengruppe

Die Firmengruppe rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatz in der Größenordnung des Vorjahres. Während sich der Bereich Baumaschinen und Mining auf Vorjahresniveau bewegen dürfte, erwartet Liebherr in den anderen Bereichen insgesamt eine positive Umsatzentwicklung. Von Zuwächsen ist in den Sparten Erdbewegung, Turmdrehkrane, Betontechnik sowie Aerospace und Verkehrstechnik, Werkzeugmaschinen und Automationssysteme sowie Hausgeräte auszugehen. Bei den Sonstigen Erzeugnissen und Leistungen der Firmengruppe – dazu zählen die Komponenten der Antriebs- und Steuerungstechnik sowie die Hotels – ist ebenfalls ein deutlicher Anstieg zu erwarten.

Die Firmengruppe wird auch weiterhin erheblich in die internationalen Fertigungsstätten und in das Vertriebs- und Servicenetz investieren. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Liebherr-Gesellschaften wird erneut etwas steigen.