26.11.2015 Zermatt zum Zweiten: Liebherr Raupenkran LTR 1060 von Clausen absolviert Bergtour auf knapp 2.900 Meter

  • Liebherr Teleskop-Raupenkran LTR 1060 arbeitet drei Wochen in den Schweizer Alpen auf 2.900 Meter Höhe
  • LTR 1060 von Clausen demonstriert seine hervorragende Geländegängigkeit und meistert Steigungen bis 45 Prozent
  • Teleskop-Raupenkran verfährt mit 16 Tonnen schwerem Antriebsmotor

Der Liebherr Teleskop-Raupenkran LTR 1060 vom Kranbetreiber Clausen in der Schweiz hat seine hervorragende Geländegängigkeit schon mehrfach unter Beweis gestellt. Eine weitere Extremtour führte den LTR 1060 auf immense 2.900 Meter Höhe: Am Fuße des Matterhorns wurde er für Bauarbeiten der Bergstation der neuen Hirli-Sesselbahn benötigt. Mit alpiner Erfahrung und ausgezeichneter Krantechnik meisterten das erfahrene Team von Clausen und der Liebherr-Kran die Herausforderung problemlos.

Am Fuße des Matterhorns wird die Bergstation für die neue Hirli-Sesselbahn gebaut. Der LTR 1060 meisterte extreme Steigungen auf dem Weg zum Einsatzort.

Am Fuße des Matterhorns wird die Bergstation für die neue Hirli-Sesselbahn gebaut. Der LTR 1060 meisterte extreme Steigungen auf dem Weg zum Einsatzort.

Ausflüge in die rauen Schweizer Alpen ist der Teleskop-Raupenkran LTR 1060 vom Kranbetreiber Clausen gewöhnt. Im Herbst 2014 fuhr der 60-Tonner auf 2.020 Meter Höhe und bewältigte dabei enge Kurven mit starker Neigung und Steigungen bis 40 Prozent. Damals kam er bei Bauarbeiten an einem Bergbahn-Tunnel zum Einsatz. Liebherr unterstützte den Kranjob mit umfangreichen Berechnungen und technischer Beratung.

Mit dieser Erfahrung in der Hinterhand machte sich das Clausen-Team an die Planung des neuen Auftrags: Für Montagearbeiten an der Bergstation der neuen Hirli-Sesselbahn in Zermatt wurde ein Kran benötigt. Diese wird auf 2.900 Metern Höhe gebaut. Auch hier war die größte Herausforderung die Anfahrt auf unbefestigten Wanderwegen.

Auf einem Tieflader mit kompakten Abmessungen transportierte Clausen den Raupenkran Mitte September bis zur Stafelalp auf 1.900 Meter Höhe. Von hier an musste der LTR 1060 den weiteren Weg von acht Kilometern auf eigenem Fahrwerk zurücklegen. Die größte Hürde, die der Liebherr-Kran überwinden musste, war eine zwei Kilometer lange Strecke mit einer Steigung von 45 Prozent. Nach rund fünf Stunden erreichte der LTR 1060 und das Team von Clausen schließlich den Einsatzort auf 2.900 Metern Höhe.

Schwieriger Aufstieg: Bei Steigungen bis zu 45 Prozent demonstriert der LTR 1060 von Clausen seine hervorragende Geländegängigkeit.

Schwieriger Aufstieg: Bei Steigungen bis zu 45 Prozent demonstriert der LTR 1060 von Clausen seine hervorragende Geländegängigkeit.

Nachdem der Raupenkran seine hervorragende Geländegängigkeit bewiesen hatte, demonstrierte er an den folgenden Tagen seine Leistungsfähigkeit im Kraneinsatz. Zunächst montierte er den Stahlbau der neuen Bergstation. Anschließend stand die Montage des Antriebsmotors an: Dazu musste der LTR 1060 zunächst mit dem 16 Tonnen schweren Motor am Haken zum Montageort verfahren, um ihn dann an Ort und Stelle einzuheben. Das sogenannte „Pick-and-carry“ ist ein wichtiges Argument für Teleskop-Raupenkrane. Sie verfahren unter voller Last und sind damit besonders flexibel im Einsatz. Nach getaner Arbeit und etwa drei Wochen Höhenluft machte sich der 60-Tonner wieder an den Abstieg.

Der Familienbetrieb Clausen Kran AG wurde 1972 in Brig im Wallis gegründet. Langjährige Erfahrung und ein kompetentes und motiviertes Team charakterisieren das Unternehmen. Der moderne und gepflegte Fuhrpark besteht aus vier Liebherr-Kranen sowie zwei Schwertransportfahrzeugen. Der kleinste Kran ist ein Kompaktkran LTC 1055-3.1, der Größte ein LTM 1220-5.2.