21.09.2016 Viel Arbeit für den neuen und größten Raupenkran der Schweiz – neuer Liebherr LR 1750/2 der Firma Fanger bewährt sich beim Ersteinsatz

  • Fanger Kran AG präsentiert mit neuem Liebherr LR 1750/2 den größten Raupenkran der Schweiz
  • Bauteil mit einem Bruttogewicht von 270 Tonnen unter schwierigen Platzverhältnissen ausgetauscht.
  • Neuer Kran beschert volle Auftragsbücher: sechs Projekte in den ersten fünf Monaten

Mit einem anspruchsvollen Job startete der neue Liebherr Raupenkran LR 1750/2 der Fanger Kran AG bei seinem Ersteinsatz in der Zentralschweiz nahe Luzern. Beim Wechsel eines 30 Meter langen Zylinders stemmte der Kran eine Bruttolast von rund 270 Tonnen. Bei engsten Platzverhältnissen in der Produktionsanlage eines Herstellers für Holzwerkstoffe konnte der Auftrag nur durch Verfahren des Krans unter Last bewerkstelligt werden.

270 Tonnen Bruttolast: Das alte Bauteil hängt am Haken. Rechts liegt bereits das neue zum Einbau bereit.

270 Tonnen Bruttolast: Das alte Bauteil hängt am Haken. Rechts liegt bereits das neue zum Einbau bereit.

Mit der Anschaffung dieses neuen, starken Raupenkrans der 750-Tonnen-Klasse stößt die Fanger Kran AG in eine neue Dimension der in der Schweiz stationierten Hebezeuge vor. Gleichzeitig bleibt das Familienunternehmen damit einer Tradition treu: schon beim Erwerb eines Liebherr-Krans vom Typ LR 1400 im Jahr 1997 konnte Fanger den damals stärksten Raupenkran der Schweiz präsentieren. Damit wurden die Hebearbeiten vieler großer schweizerischen Projekte wie Brücken- und Tunnelbauten durchgeführt. Das Neugerät soll den fast zwanzig Jahre alten Kran nun ersetzen.

Service-Techniker von Liebherr permanent vor Ort

Gleich beim ersten Einsatz mit dem neuen Raupenkran war das Fanger-Team um Projektleiter Josef Waser mit einer kniffligen Aufgabe konfrontiert. Unter schwierigen Platzverhältnissen und unter Zeitdruck musste der Tausch eines mächtigen Zylinders in der Produktionsanlage eines Holzwerkstoff-Herstellers vorgenommen werden. Weil für die Dauer der Arbeiten die Produktion des Werkes ausgesetzt werden musste, war ein rascher und reibungsloser Ablauf äußerst wichtig für den Kunden. Auch deswegen stand Kranfahrer Tony Burch beim Rüsten des neuen Krans sowie während der gesamten Einsatzdauer ein Service-Techniker von Liebherr zur Verfügung.

Die Spezialisten von Fanger absolvierten mit großer Sorgfalt und Routine die Arbeiten mit ihrem neuen Gerät. Vor dem Aushub des alten Zylinders aus der Anlage musste zunächst eine Hilfsbühne eingehoben und installiert werden. Nachdem die Stahltrommel aus der Anlage auf dieses Gerüst gezogen war, konnte das rund 30 Tonnen schwere Gehänge an die Last angeschlagen werden. Um die gigantische Röhre aus der Produktionsanlage zu heben, mussten die Ausladung von 31 Meter leicht verringert und die insgesamt 270 Tonnen zunächst auf 64 Meter Hakenhöhe gezogen werden. Erst dann setzten die Raupenträger sich behutsam in Bewegung. Während der Kran die rund 15 Meter lange Strecke zurücklegte, wurde der gewaltige Stahlzylinder über Silos und Werkshallen geschwenkt und anschließend abgesetzt.

Hierfür sowie für den Einbau des neuen Bauteils zwei Tage später, war der Raupenkran LR 1750/2 mit der beachtlichen Menge von 575 Tonnen Ballast ausgestattet. Allein die am Derrickausleger hängende Palette des Schwebeballasts war mit 360 Tonnen nahezu maximal bestückt.

Geschafft: Projektleiter Josef Waser kontrolliert das Absetzen der Last.

Geschafft: Projektleiter Josef Waser kontrolliert das Absetzen der Last.

"Der Kran ist spitze"

Einsatzschwerpunkt für den silbergrau lackierten Kran dürften in den kommenden Jahren Hebearbeiten bei Brückenbauten sein. Dass die Geschäftsführung von Fanger ein gutes Gespür beim Kauf dieses stärkeren Raupenkrans unter Beweis stellte, zeigen allein die bis zum Jahresende gut gefüllten Auftragsbücher des LR 1750/2. "Alle Arbeiten für den Kran in diesem Jahr hätten wir mit unserem LR 1400 nicht oder zumindest nicht in dieser Form anbieten können", erklärt Josef Waser. Nach seinem Debüt bei Luzern hatte der Kran am Zürichsee eine Brücke zu demontieren und in Dietikon Brückenträger mit 240 Tonnen Stückgewicht zu heben. Bis Jahresende wird sich Fangers neues Flaggschiff bei Brückenprojekten im Jura, in Bern und im Wallis erneut bewähren müssen. Aufgaben, denen Kranfahrer Tony Burch jedoch vertrauensvoll entgegenblickt: "Der Kran ist spitze."

Liebherr bietet seit Ende vergangenen Jahres den im Markt sehr erfolgreichen LR 1750 nun als optimierte Version seinen Kunden an. Augenfälligste Veränderung ist neben einer komfortableren Führerkabine der auf über 38 Meter deutlich verlängerte Derrick-Ausleger. Das beim LR 1750/2 stärker ausgeführte Anlenkstück bewirkt in machen Rüstzuständen im Hauptauslegerbetrieb Traglaststeigerungen von bis zu 30 Prozent. Die neue Version des 750-Tonnen-Raupenkrans aus Ehingen überzeugt: allein im ersten Produktionsjahr wird Liebherr 15 Exemplare vom LR 1750/2 an seine Kunden übergeben.