27.10.2017 Mobilkran-Trio von Liebherr erklimmt Mittelgebirge

  • Felbermayr errichtet mit drei Liebherr LTM 1750-9.1 Windpark in Österreich
  • Mobilkrane meistern Steigungen von 20 Prozent
  • Bladelifter ermöglicht Transport der Rotorblätter zur Baustelle

In der Steiermark hat das österreichische Kran- und Schwerlastunternehmen Felbermayr auf einem Mittelgebirgszug einen Windpark errichtet. Die 13 Anlagen des Herstellers Enercon wurden über die Sommermonate fertiggestellt. Hauptsächlich die Transporte der Anlagenteile zur 1.700 Meter hoch gelegenen Baustelle stellten die Felbermayr-Teams vor große Herausforderungen.

Idyllisch: zwei der drei LTM 1750-9.1 im Mittelgebirge. Der Kran im Vordergrund hat hier den Generator am Haken.

Idyllisch: zwei der drei LTM 1750-9.1 im Mittelgebirge. Der Kran im Vordergrund hat hier den Generator am Haken.

Die Weinebene ist ein Alpenpass in einer Mittelgebirgsregion im Süden Österreichs kurz vor der Grenze zu Slowenien. Dort hat in diesem Sommer der Schwerlast-Konzern Felbermayr 13 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 30 Megawatt aufgestellt. Für dieses anspruchsvolle Vorhaben wurden drei Großkrane vom Typ Liebherr LTM 1750-9.1 in das bergige Terrain entsandt. Einer der drei 750-Tonnen-Krane war dafür beim Deggendorfer Schwerlastunternehmen Kran Saller angemietet worden.

Ihre Geländegängigkeit mussten die drei Neunachs-Krane bereits bei der Anfahrt zu der auf 1.700 Höhenmeter gelegenen Baustelle unter Beweis stellen. Steigungen bis zu 20 Prozent und enge Kurvenradien meisterten die 108 Tonnen schweren, modernen Fahrzeugkrane bei ihrer Bergfahrt ohne Probleme. „Etwa eine Stunde hat jeder Kran für die sieben Kilometer Strecke auf dem Baustellen-Weg benötigt", erklärte Günter Wimmer aus Felbermayrs Projektabteilung.

Mit dabei: Kran Saller aus Deggendorf schickte einen der drei modernen Mobilkrane für den Job ins Gebirge nach Österreich.

Mit dabei: Kran Saller aus Deggendorf schickte einen der drei modernen Mobilkrane für den Job ins Gebirge nach Österreich.

Bladelifter beförderte Rotorblätter nach oben

Die kurvigen, steilen Waldwege waren das Nadelöhr beim Transport der Rotorblätter. Am Umladeplatz auf einer Höhe von 1.400 Meter wurden die rund 10 Tonnen schweren Flügel mit einer Länge von 40 Metern auf einen sogenannten Bladelifter geladen und - je nach Wegstrecke - zwischen oder hinter einer Zug- beziehungsweise einer Schubmaschine transportiert. Montiert auf acht Schwerlastachsen kann dieser Lifter die an ihm festgemachten Flügel um bis zu 60 Grad nach oben stellen. Nur so waren die Passagen mit engen Kurven in dem waldigen und felsigen Gelände für die Transporteure zu bewerkstelligen.

Für den Aufbau der Windkraftanlagen waren die drei LTM 1750-9.1 mit Teleskopverlängerung, wippbarer Gitterspitze und Y-Abspannung gerüstet worden. Mit 69 Tonnen stellten die Generatoren die schwersten Brutto-Lastfälle für die Mobilkrane dar. Sie wurden bei einer Ausladung von rund 24 Metern in 80 Meter Höhe montiert.