11.05.2015 Liebherr-Radlader auf der Ligna 2015: Maßgeschneiderte Lösungen für die Holzindustrie

  • Liebherr-Radlader L 514 und L 556 in Stufe IIIB / Tier 4i auf der Ligna 2015
  • Liebherr hat sich zum Komplettanbieter für die Holzindustrie entwickelt
  • Parallel- und Industriekinematik, verschiedene Anbauwerkzeuge und Ausstattungsoptionen spezifisch für Betriebe der Holzwirtschaft entworfen

Auf der Ligna 2015 präsentiert Liebherr im Bereich Radlader mit dem L 514 und dem L 556 zwei Maschinen aus seinem Portfolio für die Holzindustrie. Liebherr bietet eine Vielzahl an Ausstattungsoptionen, die speziell für Betriebe der Holzwirtschaft entwickelt wurden – etwa diverse Anbauwerkzeuge für den Umschlag von Baumstämmen und weiterer Biomasse, oder ein optimiertes Kühlsystem für staubintensive Einsätze. Die Liebherr-Exponate verdeutlichen, dass sich Liebherr in den letzten Jahren zum Komplettanbieter für die Holzindustrie entwickelt hat.

Zahlreiche Unternehmen der Holzbranche vertrauen auf Stereolader aus dem Hause Liebherr. Flexibel meistern die wendigen Maschinen unterschiedlichste Holzeinsätze.

Zahlreiche Unternehmen der Holzbranche vertrauen auf Stereolader aus dem Hause Liebherr. Flexibel meistern die wendigen Maschinen unterschiedlichste Holzeinsätze.

Liebherr zeigt auf der Leitmesse der Holz- und Forstwirtschaft den wendigen Radlader L 514 mit Parallel-Kinematik und einer 2,5 Kubikmeter Leichtgutschaufel, sowie den kraftvollen Radlader L 556 mit Industrie-Kinematik und einer 8,5 Kubikmeter Hochkippschaufel. Beide Ausführungen eignen sich besonders für den Umschlag von Biomasse, wie Hackschnitzel, Holzpellets oder Sägespäne. Außerdem setzen Unternehmen Liebherr-Radlader für den Umschlag von Baumstämmen und weiteren Holzprodukten ein. Leistungsstarke Dieselmotoren der Stufe IIIB / Tier 4i treiben den L 514 (77 kW / 105 PS) und den L 556 (140 kW / 191 PS) an. Sie bieten dem Fahrer Kraft und Agilität für schnelle Arbeitszyklen, etwa in Sägewerken oder Biomassekraftwerken.

Volle Kraft beim Umschlag schwerer Lasten

Die hohe Kipplast der Liebherr-Radlader ist ein Trumpf beim Umschlag von schweren Baumstämmen. Dabei kann Liebherr auf zusätzlichen Ballast verzichten, denn die Konstrukteure haben intelligente Lösungen entwickelt: Beim L 556 verbaut Liebherr den Motor quer im Heck des Radladers. Bei dieser einzigartigen, kompakten Bauweise wirken Dieselmotor und Verstellpumpen als natürliches Gegengewicht. Der Schwerpunkt verlagert sich in das Heck der Maschine. Beim L 514 ermöglicht der im Vergleich zu herkömmlichen Modellen um 10 Grad geringere Knickwinkel von 30 Grad eine höhere Kipplast. Die Kipplast des auf der Ligna 2015 gezeigten L 556 beträgt bei einem Einsatzgewicht von 20.000 Kilogramm beachtliche 10.200 Kilogramm. Der 9.180 Kilogramm schwere L 514 hat eine Kipplast von 4.800 Kilogramm. Unternehmer profitieren von diesem ausgewogenen Verhältnis von Einsatzgewicht und Kipplast, denn die Umschlagleistung pro Betriebsstunde steigt. Die Produktivität im Holzeinsatz nimmt zu.

Mit Parallel- und Industriekinematik bietet Liebherr leistungsstarke Hubgerüste für anspruchsvolle Holzeinsätze an. Beide Varianten können auf der Ligna 2015 begutachtet werden. Die Parallelkinematik ist auf Wunsch und ohne Zusatzkosten für alle Liebherr-Radlader von L 514 bis L 542 erhältlich. Die Industriekinematik ist eine Variante der Parallel-Kinematik mit einem in der Mitte liegenden Kippzylinder. Sie ist für alle Maschinen von L 550 bis L 580 verfügbar. Bei Parallel- und Industriekinematik wird die Kraft parallel zum Hubarm in die Ausrüstung geleitet. Sie verfügen über einen wesentlich größeren Hebel im oberen Bereich und bieten den Vorteil, dass Lasten ohne Nachsteuern über den gesamten Hubbereich bewegt werden können. Häufig werden schwere Ausrüstungen mit Parallel- und Industriekinematik eingesetzt, etwa Hochkippschaufeln, Leichtgutschaufeln mit großem Fassungsvermögen oder Holzgreifer für den Umschlag von Baumstämmen.

Der Liebherr-Radlader L 556 mit Industriehubgerüst beim Umschlagen von Biomasse. Das Industriehubgerüst bietet viele Vorteile: Ein hohes Drehmoment im oberen Bereich und das Bewegen der Last über den gesamten Hubbereich ohne nachzusteuern.

Der Liebherr-Radlader L 556 mit Industriehubgerüst beim Umschlagen von Biomasse. Das Industriehubgerüst bietet viele Vorteile: Ein hohes Drehmoment im oberen Bereich und das Bewegen der Last über den gesamten Hubbereich ohne nachzusteuern.

Effiziente Lösungen für die Holzbranche

Mit einer Vielzahl an Ausstattungsoptionen können Unternehmen der Holz- und Forstwirtschaft Liebherr-Radlader für ihre individuellen Bedürfnisse konfigurieren. Der auf der Ligna 2015 ausgestellte L 556 ist mit Flusensieb, reversierbarem Lüfterantrieb und dem Vorabscheider TOP AIR ausgestattet. Diese Optionen schützen den Radlader bei staubintensiven Einsätzen, etwa im Sägewerk. Das Flusensieb scheidet gröbere Holzpartikel ab und bewahrt Kühlerlamellen vor schneller Verschmutzung. Mittels Drehrichtungsänderung bläst der reversierbare Lüfter Holzstaub und Sägespäne aus dem Kühler und säubert die Kühlanlage. Der Vorabscheider TOP AIR reinigt die Luft, bevor sie vom Motor angesaugt wird. Er schont damit den Luftfilter. Liebherr baut die Kühleranlage direkt hinter der Fahrerkabine an – der saubersten Stelle am Radlader. Der Kühler kann so staubarme Luft ansaugen. Diese Schutzmaßnahmen reduzieren für Unternehmen den Reinigungs- und Wartungsaufwand und erhöhen die Maschinenverfügbarkeit. Darüber hinaus bietet Liebherr spezielle Greifer und Schaufeln für die Holzbranche, sowie weitere Speziallösungen wie den Liebherr-LogHandler.

Beim Antrieb bleibt Liebherr seinen Grundsätzen treu. Wie alle Liebherr-Radlader wird der L 556 hydrostatisch angetrieben, was ein Trumpf in Sachen Effizienz ist: Liebherr-Radlader verbrauchen bei gleichen Arbeitsbedingungen pro Betriebsstunde bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff. Die hydraulische Bremswirkung des Antriebs reduziert den Bremsverschleiß auf ein Minimum. Die stufenlose Zugkraftregulierung verringert die Abnutzung der Reifen. Der hydrostatische Fahrantrieb hilft Unternehmern, Betriebs- und Wartungskosten zu senken. Das von Liebherr entwickelte System der Liebherr-Power-Efficiency (LPE) senkt beim L 556 den Kraftstoffverbrauch außerdem. LPE sorgt dafür, dass sämtliche Arbeits- und Antriebsprozesse der Maschine ideal ineinandergreifen. Das System erzielt den größtmöglichen Wirkungsgrad aller Komponenten, indem es proaktiv in die Motorsteuerung eingreift, die Motordrehzahl optimiert und den Schwenkwinkel der Hydraulikpumpe anpasst.

Liebherr-Stereokonzept für mehr Agilität im Sägewerk

Platzmangel stellt bei vielen Betrieben eine Herausforderung für Mensch und Maschine dar. Zahlreiche Unternehmen der Holzbranche vertrauen daher auf Stereolader aus dem Hause Liebherr – wie den L 514, den Liebherr auf der Ligna 2015 zeigt. Bei Engstellen oder verwinkelten Durchfahrten spielt der wendige Radlader seine Stärken aus: Der Fahrer kann Sägespäne oder Hackschnitzel ohne Probleme auf engstem Raum umschlagen. Das Stereokonzept von Liebherr ist ausschlaggebend für die Wendigkeit des L 514. Die Maschine arbeitet auch bei begrenztem Platzangebot produktiv.

Die Stereolenkung wurde 1994 von Liebherr auf den Markt gebracht und bis zum heutigen Tag konsequent weiterentwickelt. Bei der Stereolenkung handelt es sich um eine Kombination aus Knicklenkung und gelenkter Hinterachse. Sie erzielt einen um bis zu 20 Prozent kleineren Wenderadius im Vergleich zu anderen Radladern der gleichen Größenklasse. Gemessen über die Außenkante der Ausrüstung ergibt das ein Einsparpotential von bis zu einem halben Meter. Das ausgefeilte Lenkungssystem erlaubt es den Liebherr-Konstrukteuren, den Knickwinkel der Maschine um 10 Grad zu reduzieren. Der geringere Knickwinkel erhöht nicht nur die Kipplast – er verbessert zudem die Stand- und Kippsicherheit des Radladers.