01.04.2014 Liebherr nimmt die Entwicklung von Motoren für KAMAZ auf

Die 6-Zylinder-Reihenmotoren, die Liebherr für Kamaz entwickelt, erfüllen die Abgasnormen Euro 5 und zukünftig auch Euro 6. Sie sind mit Common-Rail-Einspritzung und Motorsteuergeräten von Liebherr ausgestattet.

Die 6-Zylinder-Reihenmotoren, die Liebherr für Kamaz entwickelt, erfüllen die Abgasnormen Euro 5 und zukünftig auch Euro 6. Sie sind mit Common-Rail-Einspritzung und Motorsteuergeräten von Liebherr ausgestattet.

Das russische Unternehmen KAMAZ OJSC und die Liebherr-International AG haben am 25. März 2014 einen Vertrag zur Entwicklung neuer Diesel- und Gas-Reihenmotoren unterzeichnet. Damit wurde die Ende 2013 getroffene erste Vereinbarung zur Zusammenarbeit weiter vertieft und detailliert.

Sergey Kogogin, Generaldirektor von Kamaz, und Dr. h.c. Dipl.-Ing. (ETH) Willi Liebherr, Präsident des Verwaltungsrates der Liebherr-International AG, unterzeichneten den Vertrag in Ehingen / Donau (Deutschland). Der Vertrag beinhaltet verschiedene Entwicklungsleistungen für die nächste Diesel- und Gasmotorengeneration von Kamaz. Diese Motoren sollen in einer neuen Serie von Kamaz-Lkw und -Bussen zum Einsatz kommen, ebenso in stationären Diesel- und Gasgeneratoren.

Für die Herstellung der Motoren wird Kamaz eine moderne Fertigungsstätte in Naberezhnye Chelny (Russland) aufbauen. Für die Auslegung und Planung der neuen Produktionsanlagen sowie den Beginn der Produktion erbringt Liebherr technische Beratungsleistungen. Auch bei der Beschaffung, Installation und Inbetriebnahme von Produktions- und Betriebsmitteln wird Liebherr Kamaz unterstützen.

Die neuen 6-Zylinder-Reihenmotoren von Kamaz mit einem Hubraum von 12 Litern werden einen breiten Leistungsbereich zwischen 450 und 700 PS abdecken und ausschließlich mit Common-Rail-Einspritzung und Motorsteuergeräten von Liebherr ausgestattet. Aufgrund der ausgereiften Motorentechnologie erreichen die Motoren niedrige Verbrauchs- und Emissionswerte. Sie entsprechen damit nicht nur der Abgasnorm Euro 5, sondern verfügen auch über genügend Potenzial zur Erfüllung der zukünftigen Abgasnorm Euro 6. Zusätzlich kann das Serviceintervall auf bis zu 150.000 km erhöht werden. Der Serienstart der neuen Motoren ist bereits für Ende 2016 geplant.