26.09.2017 Liebherr-Mobilkran hebt militärgeschichtliches Exponat

  • Gebrauchtkran LTM 1350-6.1 direkt vom Kranhersteller
  • LTM 1095-5.1 unterstützt beim Positionieren des Hubschraubers
  • Kranunternehmen Rieger und Moser bietet von der Transportlogistik bis hin zur Kranarbeit

Mit einem besonderen Einsatz beendete die Rieger & Moser GmbH & Co. KG aus Ulm die Dienstzeit einer Sikorsky CH-53. Ein Liebherr-Mobilkran vom Typ LTM 1350-6.1 hob den restaurierten Hubschrauber auf vorgefertigte Betonstützen. Das Ausstellungsstück begrüßt künftig die Besucher an der Kurt-Georg-Kiesinger-Kaserne in Laupheim.

Einhängen der Anschlagmittel an der Traverse am Hauptrotor des Transporthubschraubers.

Einhängen der Anschlagmittel an der Traverse am Hauptrotor des Transporthubschraubers.

Zum Aufsetzen des Hubschraubers auf die vorgefertigten drei Fundamentpunkte setzt Rieger und Moser ihren Liebherr-Mobilkran LTM 1350-6.1 ein. Diesen Kran hat das Unternehmen vor einem Jahr als Gebrauchtkran direkt beim Kranhersteller gekauft. Kranfahrer Michael Rost berichtet: „Der Kran ist in einem hervorragenden Zustand und lässt sich angenehm fahren. Ich bin sehr zufrieden.“

Die CH-53 bei ihrem letzten „Flug“.

Die CH-53 bei ihrem letzten „Flug“.

Mit 40 Tonnen Gegengewicht hob der LTM 1350-6.1 von Rieger & Moser den neun Tonnen schweren Hubschrauber am Hauptrotor mittels einer speziellen Traverse empor. Etwa zehn Minuten benötigte die CH-53 für ihren letzten „Flug“ zum Bestimmungsort vor der Kaserne. Mit Halteseilen nach zwei Seiten sicherten Soldaten das Museumsstück und führten es in die gewünschte Position. Die anschließende Positionierung auf den Betonstützen gestaltete sich als langwierige Prozedur, weil der Hubschrauber dabei in eine flugähnliche Position gebracht werden musste. Hierzu stand ein LTM 1095-5.1 der Firma Rieger und Moser bereit. An den Aufnahmen der Stützen mussten noch kleine Korrekturen vorgenommen werden, ehe Kranfahrer Michael Rost seine ungewöhnliche Last millimetergenau absetzen konnte.

Der Hubschrauber wird auf die vorgefertigten Fundamentpunkte aufgesetzt.

Der Hubschrauber wird auf die vorgefertigten Fundamentpunkte aufgesetzt.

Die ausgemusterte CH-53 ist ein Exponat der militärgeschichtlichen Sammlung. „Die Speziallackierung der Maschine hat bestimmte Hintergründe“, erzählt Oberstleutnant Manderscheid und fügt an: „Der Hubschrauber wurde in Deutschland produziert. Die graue Farbe am Heck und der seitlich lackierte Pegasus kennzeichnet die ehemalige Zugehörigkeit zum Heer. Ebenfalls sind dort die verschiedenen Einsätze festgehalten, an denen der Hubschrauber mitgewirkt hat. Seit Januar 2013 gehört die Kaserne zum Hubschraubergeschwader 64 der Luftwaffe, was die blaue Farbe am Bug symbolisiert.“ Im Mai 1972 wurde die CH-53 in den Dienst der Bundeswehr gestellt. Bis zu ihrem letzten Flug am 14. April 2016 leistete sie 6.370 Flugstunden.

Geschafft: Der Transporthubschrauber steht nun auf den Betonstützen.

Geschafft: Der Transporthubschrauber steht nun auf den Betonstützen.

Die Rieger & Moser GmbH und Co. KG gehört seit 1985 zur international agierenden Schmidbauer-Gruppe. Am Standort in Ulm betreibt Rieger & Moser mit etwas mehr als 40 Mitarbeitern 20 Mobilkrane von 30 t bis 350 t Traglast. Zudem gehören diverse Schwertransportfahrzeuge zum Fuhrpark. Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und bietet von der CAD-unterstützten Baustellenplanung über die Transportlogistik bis hin zur Kranarbeit alles aus einer Hand.