30.06.2015 Liebherr-Maschinen weltweit für die Gewinnungsindustrie im Einsatz

  • Liebherr-Radlader, Raupen- und Miningbagger sowie Planierraupen für Gewinnungszwecke im Einsatz
  • Hohe Produktivität der Liebherr-Maschinen überzeugt Liebherr-Kunden von Deutschland bis Neuseeland
  • Liebherr bietet robuste Spezialausführungen und verstärkte Komponenten speziell für die Gewinnungsindustrie

Liebherr hat mit verschiedenen Radladern, Raupen- und Miningbaggern sowie Planierraupen, zahlreiche Maschinen für die Gewinnungsindustrie im Produktprogramm. Effizient und zuverlässig erfüllen sie unterschiedlichste Aufgaben: Liebherr-Maschinen bauen Gestein ab und verarbeiten es weiter. Sie beschicken Brech- und Siebanlagen und transportieren das gewonnene Material im Steinbruch. Liebherr-Kunden von Deutschland bis Neuseeland bestätigen, dass die kraftvollen Maschinen bei vielfältigen Gewinnungseinsätzen durch Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und hohe Produktivität überzeugen.

Optionale Ausstattungen, wie Spezialreifen mit Reifenschutzketten oder eine Spezialschaufel in Felsausführung, bereiten den kraftvollen Liebherr-Radlader L 566 für schwere Einsätze im Steinbruch vor. Ein Schutzgitter für die Frontscheibe schützt den Fahrer vor herumfliegenden Steinen.

Optionale Ausstattungen, wie Spezialreifen mit Reifenschutzketten oder eine Spezialschaufel in Felsausführung, bereiten den kraftvollen Liebherr-Radlader L 566 für schwere Einsätze im Steinbruch vor. Ein Schutzgitter für die Frontscheibe schützt den Fahrer vor herumfliegenden Steinen.

Liebherr-Radlader der großen Baureihe beim Gesteinsabbau in Neuseeland

Mit ihrer robusten Bauweise eignen sich vor allem große Liebherr-Radlader (L 550 bis L 586) für Einsätze in der Gewinnungsindustrie. Auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung entwickelt und baut Liebherr die Schlüsselkomponenten dieser Maschinen, wie Motor, Hydraulikzylinder und Elektronikkomponenten, selbst. Liebherr stellt damit Herstellerqualität bis ins Detail sicher. Außerdem bereiten diverse Ausstattungsoptionen, beispielsweise Spezialreifen mit Reifenschutzketten, Schutzgitter für die Frontscheibe oder Spezialschaufeln in HD- oder Felsausführung, Liebherr-Radlader für den intensiven Einsatz in der Gewinnung vor.

Beim Einbau der Motoren haben die Konstrukteure in Bischofshofen, Österreich, eine intelligente Lösung entwickelt: Liebherr verbaut die Motoren im Heck der Maschinen. Der Schwerpunkt verlagert sich in den hinteren Bereich des Radladers, denn Dieselmotor und Verstellpumpen wirken als natürliches Gegengewicht. Liebherr kann dadurch auf zusätzlichen Ballast verzichten und erzielt bei niedrigerem Einsatzgewicht höhere Kipplasten. Etwa beim Umschlagen von schwerem Gesteinsmaterial ist eine hohe Kipplast von Vorteil, denn Unternehmer können größere Schaufeln verwenden und mehr Lasten bewegen. Ferner reduziert das geringere Einsatzgewicht den Kraftstoffverbrauch.

Diese Vorteile haben den Liebherr-Kunden Southern Screenworks aus Christchurch, Neuseeland, überzeugt. Die Firma betreibt auf Neuseelands Südinsel einen Steinbruch mit zehn mobilen Brech- und Siebanlagen. 2007 haben die Geschäftsführer Brett Swain und Alan King ihren ersten Liebherr-Radlader gekauft. Aufgrund der positiven Erfahrungen folgten drei Weitere. Heute bewegt eine Flotte, bestehend aus je einem L 564, L 566, L 576 und L 580, mehr als 1.500 Kubikmeter Gesteinsmaterial pro Tag. Das entspricht etwa 3.000 Tonnen. „Bevor wir eine neue Maschine kaufen, vergleichen wir Effizienz, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Wir haben uns für Liebherr entschieden, denn kein anderer Anbieter konnte bei diesen Kriterien den Liebherr-Radladern das Wasser reichen“, erklärt Brett Swain.

Liebherr-Radlader werden hydrostatisch angetrieben, was ein Trumpf in Sachen Effizienz ist. Bei gleichen Arbeitsbedingungen verbrauchen sie bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff. Geschäftsführer Brett Swain zeigt sich vom hydrostatischen Fahrantrieb beeindruckt: „Unsere Radlader arbeiten täglich 12 Stunden an der Abbruchwand. Die Reißkraft der Maschinen ist enorm – und das, obwohl der Kraftstoffverbrauch sehr gering ist. Das liegt am hydrostatischen Fahrantrieb, der nicht nur effizient ist, sondern auch durch seine ruhige Fahrweise den Komfort für unsere Fahrer erhöht. Außerdem haben wir durch die hydraulische Bremswirkung des Antriebs praktisch keinen Bremsverschleiß.“

Um die Robustheit zu erhöhen, verbaut Liebherr bei den SME-Raupenbaggern jeweils die Komponenten des nächstgrößeren Modells. Beim R 970 SME etwa den angepassten Unterwagen vom R 976.

Um die Robustheit zu erhöhen, verbaut Liebherr bei den SME-Raupenbaggern jeweils die Komponenten des nächstgrößeren Modells. Beim R 970 SME etwa den angepassten Unterwagen vom R 976.

Liebherr-Raupenbagger „Super Mass Excavation“ (SME) in der Rohstoffgewinnung

Liebherr bereitet seine SME-Raupenbagger bestens für Einsätze in der Gewinnungsindustrie vor. Um die Robustheit zu erhöhen, verbaut Liebherr bei diesen Modellen die Komponenten der jeweils nächstgrößeren Maschine – zum Beispiel beim R 970 SME den angepassten Unterwagen vom R 976. Dazu verstärkt der Baumaschinenspezialist bei den SME-Varianten den Unterwagen. Schwereres Ballastgewicht erhöht die Standsicherheit der Maschine. So können Liebherr-Kunden Löffel mit größerem Fassungsvermögen einsetzen. Stärkere Zylinder und eine optimierte Kinematik verbessern die Reiß- und Losbrechkräfte zudem. Im Steinbruch steigern diese Maßnahmen die Leistungsfähigkeit und die Produktivität der Liebherr-Raupenbagger.

Aufgrund ihrer robusten Eigenschaften vertraut eine Vielzahl an Betrieben in der Gewinnung weltweit auf Liebherr-Raupenbagger. Liebherr entwickelt und fertigt diese Maschinen in Colmar (Elsass), Frankreich. Einen der ersten Raupenbagger R 970 SME in Frankreich nahm die Firmengruppe A2C Matériaux nahe Paris in Betrieb. Die Maschine, die die Abgasemissionswerte der Stufe IIIB / Tier 4i erfüllt, bietet eine Motorleistung von 330 KW / 449 PS und hat ein Einsatzgewicht von 78 Tonnen.

In Dornap bei Wuppertal, Deutschland, betreibt die Recycling GmbH Lahnau einen Liebherr-Raupenbagger R 970 SME im Kalksteinbruch. Die Maschine ist bereits über 2.000 Betriebsstunden gelaufen – zur Zufriedenheit von Ralph Lang, technischer Leiter und Mitglied der Geschäftsführung: „Unser Liebherr-Raupenbagger läuft circa 50 Betriebsstunden pro Woche. Die Standzeiten sind gering und wir sind mit der Maschine sehr zufrieden.“ Aufgrund der positiven Erfahrungen hat das Unternehmen einen zweiten Raupenbagger R 970 SME bestellt, welcher im April 2015 ausgeliefert wurde.

Liebherr-Raupenbagger sind auch außerhalb Europas für Gewinnungszwecke im Einsatz, beispielsweise seit vielen Jahren bei der Mandula Coal Mining Co. Ltd. in China. Unter extremen Bedingungen arbeitet die Gesellschaft derzeit mit 15 Liebherr-Raupenbaggern in der firmeneigenen Kohlegrube in der Inneren Mongolei. In dieser Maschinenflotte befinden sich zwei neue Raupenbagger R 944 C SME. Beide Maschinen sind mit einem S-HD Unterwagen, einer Löffelstiellänge von 2,6 Metern sowie einem Monoblockausleger mit 6,45 Metern ausgestattet. Mit dem 2,5 Kubikmeter Tieflöffel erzielt das Unternehmen eine hohe Umschlagleistung.

Mit dem neuen, circa 130 Tonnen schweren Miningbagger R 9150 setzt Liebherr Maßstäbe hinsichtlich Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz. Aufgrund seiner hohen Produktivität kann der R 9150 sogar mit größeren Maschinen der 200-Tonnen-Klasse konkurrieren.

Mit dem neuen, circa 130 Tonnen schweren Miningbagger R 9150 setzt Liebherr Maßstäbe hinsichtlich Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz. Aufgrund seiner hohen Produktivität kann der R 9150 sogar mit größeren Maschinen der 200-Tonnen-Klasse konkurrieren.

Liebherr-Miningbagger für höchste Produktivität im Bergbau

Auf der Steinexpo 2014 zeigte Liebherr erstmals den Miningbagger R 9150 auf einer europäischen Fachmesse. Die Maschine ist mit robusten, eigens für den Bergbau ausgelegten Komponenten ausgestattet. Diese von Liebherr entwickelten und produzierten Komponenten sind die Grundlage für die hohe Zuverlässigkeit der Maschine. Tieflöffel und Ladeschaufel sind standardmäßig für ein Nennvolumen von 8,3 Kubikmeter ausgelegt. Der optimierte Liebherr-Löffel und das spezielle Verschleißschutz-Paket erleichtern das Eindringen in das Material. Damit können Baggerfahrer im Steinbruch festes Material besser herauslösen und den Löffel leichter befüllen. Die beachtliche Leistungsfähigkeit und schnelle Zykluszeiten machen den R 9150 zu einem äußerst effizienten Bagger. Mit seiner hohen Produktivität stellt er sogar für Maschinen der 200-Tonnen-Klasse eine ernstzunehmende Konkurrenz dar.

In den Steinbrüchen der Firma Schiewe GmbH & Co. KG in Ostwestfalen-Lippe, Deutschland, gewinnen Liebherr-Miningbagger Muschelkalkstein aus der Triaszeit. Um die enormen Umschlagmengen – jährlich zwischen 600.000 und 700.000 Tonnen – zu bewältigen, prüft das Unternehmen neue Maschinen vor der Anschaffung sorgfältig auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. So ermittelte man, gemeinsam mit dem Liebherr-Händler Grotemeier aus Bünde, den Miningbagger R 984 mit 7,5 Kubikmeter Klappschaufel als effektivstes Gerät für den Direktabbau. Weil dieser Bagger mit seiner hohen Leistungsfähigkeit zu überzeugen wusste, investierte die Firma Schiewe zusätzlich in einen R 9150 mit 8,0 Kubikmeter Klappschaufel.

"Beim Gewinnungsprozess im Steinbruch hat sich unsere neueste Errungenschaft, der Liebherr R 9150, genauso wie der R 984, als sehr gut geeignet erwiesen. Die beiden Liebherr-Miningbagger haben das passende Einsatzgewicht und mehr als ausreichend hydraulische Kraft für die Direktabbaumethode. Beide Maschinen zeichnen sich zudem durch hervorragende Wirtschaftlichkeit aus", zeigt sich Geschäftsführer Rolf Schiewe mit den Liebherr-Maschinen zufrieden. Er schätzt den geringen Kraftstoffverbrauch jedoch nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen. „Umweltschutz ist für uns wichtig. Wir achten sehr darauf, die Auswirkungen unserer geschäftlichen Tätigkeit auf die Umwelt unter Kontrolle zu halten. Kraftstoffeinsparungen sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

Mit Kraft zu schieben gehört zu den Kernkompetenzen der Liebherr-Planierraupe PR 736. Trotzdem bleibt ihr Kraftstoffverbrauch gering.

Mit Kraft zu schieben gehört zu den Kernkompetenzen der Liebherr-Planierraupe PR 736. Trotzdem bleibt ihr Kraftstoffverbrauch gering.

Liebherr-Planierraupen für Reißeinsätze und beim Abschieben von Material

Liebherr entwickelt und produziert die Planierraupen der Unternehmensgruppe in Telfs, Österreich. Für harte Reißeinsätze oder für das Abschieben von schwerem Material verwenden Betriebe der Gewinnungsindustrie meist größere Planierraupenmodelle. Wie die Liebherr-Planierraupen PR 756 und PR 764, die mit ihren 40 bzw. 50 Tonnen Einsatzgewicht dafür die idealen Voraussetzungen bieten. Durch ihr hydrostatisches Antriebskonzept erfolgt die Übertragung der Motorleistung stets kraftschlüssig und ohne Schlupf auf beide Antriebsketten. Material kann so gleichmäßig gelockert und effizient abgeschoben werden.

Neben diversen Liebherr-Radladern und Mobilbaggern ist eine Planierraupe PR 734 bei der Holemans GmbH im Gewinnungseinsatz. Das Unternehmen baut seit Jahrzehnten zwischen Ruhrgebiet und den Niederlanden Kies und Sand ab. Außerdem testete der Betrieb im Rahmen der Produktentwicklung über sechs Monate eine Planierraupe PR 736. Die Maschine verfügt über eine elektronisch geregelte Fahrsteuerung mit integrierter Eco-Funktion und proaktiver Leistungsanpassung. Unternehmer können damit zwischen hohem Leistungsvermögen und möglichst hoher Wirtschaftlichkeit wählen. „Bei uns zählt vor allem, mit Kraft zu schieben. Das macht 90 Prozent des Einsatzes aus“, erläutert Thomas Derksen, technischer Leiter der Holemans GmbH. „Die Leistung der PR 736 ist im Vergleich zum Vorgängermodell wirklich beeindruckend. Und das, obwohl sich der Kraftstoffverbrauch trotzdem auf ähnlichem Niveau bewegt.“