25.03.2014 Liebherr investiert mehr als CHF 200 Mio. am Standort Bulle

Die Firmengruppe Liebherr wird am Entwicklungs- und Fertigungsstandort Bulle (Kanton Freiburg / Schweiz) in den nächsten sechs Jahren mehr als CHF 200 Mio. (rund 160 Mio. EUR) investieren. Durch signifikante Kapazitätserweiterungen in den Bereichen Dieselmotoren und Einspritzsysteme wird der Gesellschaft Liebherr Machines Bulle SA weiteres Wachstum ermöglicht.

Für die Entwicklung und Fertigung von Common-Rail-Einspritzsystemen ist bis 2016 ein komplett neues Werksgebäude geplant.

Für die Entwicklung und Fertigung von Common-Rail-Einspritzsystemen ist bis 2016 ein komplett neues Werksgebäude geplant.

Liebherr entwickelt und produziert in Bulle Diesel- und Gas-motoren, Einspritzsysteme, Hydraulikkomponenten und Verteilergetriebe. Diese kommen zum einen in den Maschinen und Geräten der Firmengruppe zum Einsatz, werden aber auch zunehmend von Kunden ausserhalb der Firmengruppe nachgefragt.

Zum einen wird die Montagekapazität für Dieselmotoren deutlich erhöht. Zum anderen wird die Fläche für Motorenprüfstände erheblich vergrössert und sich künftig auf mehr als 14.000 m² erstrecken. Dies erlaubt einen weiteren Ausbau der Entwicklungsaktivitäten.

Neue Maschinen im Produktionsbereich werden nicht nur die Kapazität erhöhen, sondern ermöglichen es auch, das Teilespektrum zu vergrössern. Dies bildet die Grundlage für den weiteren Ausbau des Motorenportfolios der Liebherr Machines Bulle SA, das momentan sechs Grundmotoren vom Vierzylinder-Reihenmotor bis zum Zwölfzylinder-V-Motor umfasst.

Die Produktion von Common-Rail-Einspritzsystemen, die in Bulle seit 2012 in Serie gefertigt werden, soll auf mehr als 100.000 Systeme pro Jahr gesteigert werden. Damit schafft Liebherr die Voraussetzungen, um verstärkt auch externe Kunden zuverlässig zu bedienen. Der neue Werksbereich für die Entwicklung und Herstellung von Einspritzsystemen mit einer Fläche von 9.000 m² soll bereits 2016 eröffnet werden. Die räumlich von Motoren- und Hydraulikfertigung getrennten Gebäude werden über hochautomatisierte Montagelinien und Qualitätssicherungssysteme verfügen, die den Standards in der Automobilbranche entsprechen. Der geplante Ausbau der Präzisionsteilefertigung wird die Fertigungstiefe im Bereich Common-Rail-Systeme signifikant erhöhen und zu einer hohen Verfügbarkeit beitragen.

Gesamtansicht der Liebherr Machines Bulle SA nach Umsetzung aller geplanten Investitionen im Jahr 2020

Gesamtansicht der Liebherr Machines Bulle SA nach Umsetzung aller geplanten Investitionen im Jahr 2020

Die Modernisierung der Service- und Logistikinfrastruktur durch eine neue Lagerhalle sowie ein Logistikzentrum und die Erweiterung des Schulungszentrums kommen allen Geschäftsbereichen des Standorts zugute. Mit diesen Massnahmen wird auch eine Reorganisation der Prozesse und Materialflüsse verbunden, durch die eine deutliche Produktivitätssteigerung bei reduziertem Flächenbedarf angestrebt wird.

Mit der Investition sichert Liebherr den langfristigen Fortbestand des Standortes in Bulle und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die meisten der neuen Stellen sind für qualifizierte Facharbeiter in der Produktion vorgesehen, sehr viele aber auch für hochqualifizierte Ingenieure und Spezialisten, für die zusätzliche moderne Räumlichkeiten geschaffen werden.

Die Investition unterstreicht die strategische Bedeutung, welche der Sparte Komponenten innerhalb der Firmengruppe Liebherr zukommt. Die hohe Fertigungstiefe kann dadurch nachhaltig beibehalten werden.