04.09.2015 Drei Tunnelradlader und drei Tunnelbagger von Liebherr arbeiten an Eisenbahntunnel

Neben weiteren Maschinen setzt Implenia drei Liebherr-Tunnelradlader L 566 sowie drei Liebherr-Tunnelbagger R 944 ein.

Neben weiteren Maschinen setzt Implenia drei Liebherr-Tunnelradlader L 566 sowie drei Liebherr-Tunnelbagger R 944 ein.

Die Koralmbahn ist eines der größten Projekte der ÖBB-Infrastruktur AG zum Ausbau des österreichischen Eisenbahnnetzes. Seit kurzem arbeitet eine Arbeitsgemeinschaft unter technischer Federführung von Implenia am Abschnitt zwischen St. Andrä und Aich, deren Kernstück die 6,1 km lange Tunnelkette Granitztal ist. Neben weiteren Maschinen setzt Implenia hier drei Liebherr-Tunnelradlader L 566 sowie drei Liebherr-Tunnelbagger R 944 für den Tunnelbau ein.

Liebherr-Tunnelradlader und Tunnelbagger sind Spezialmaschinen, die Liebherr extra für den harten Einsatz im Tunnel entwickelt hat. Die Ausstattung der Tunnelradlader umfasst unter anderem vier Arbeitsscheinwerfer hinten, Kippzylinder mit Kolbenstangenschutz sowie den heckseitigen Rammschutz. Eine speziell für den Tunnelbau entwickelte Kabine mit Panzerverglasung beschützt Mensch und Maschine.

Unternehmen können Liebherr-Tunnelbagger bei allen gängigen Tunnelvortriebsarten einsetzen. Zu ihrer robusten Ausstattung gehört unter anderem ein Schwenkarm mit 2 x 45°-Lager. Der mechanische Schnellwechsler ist mit einer verstärkten Verriegelungseinheit sowie einem Verschleißschutz an der Hakenseite versehen. Um Schäden durch herabfallende Steine zu verhindern, schützt Liebherr alle Schläuche, die auf der Ausrüstung an exponierter Stelle liegen, durch Schutzplatten. Die Spezialkabine ist serienmäßig durch FOPS und FGPS gesichert.

Die 130 Kilometer lange Koralmbahn soll ab 2023 erstmals eine direkte Verbindung der Zentren Graz und Klagenfurt ermöglichen. Sie ist Teil des Baltisch-Adriatischen Korridors, der sich von Bologna bis nach Danzig erstreckt.